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März 1521
4) 1521, 8. März (Freiing vor Lätare). Bern im Frciburg. Do die soeben zu Murte» getroffene Abrede mitdem Bischof von Lausanne wegen der Märchen am Mnrtnersee nur auf Heimbringen gestellt sei, die Sache abereinen baldigen Abschluß erheische, so erachte man für gut, daß die Parteien nochmals mit Vollmacht den „Stoß"besuchen, die Gewahrsamen der Muriner verhören und den Span gütlich vertragen; denn sofern der Bischof dieMarch nicht aufrichten wolle, könne man ihn nicht nöthigen, werde dann jedoch das Aufwerfen der Grüben nichtmehr zulassen. Wenn das Freiburg gefalle, so möge es etwa auf drei Wochen nach Ostern einen Tag ausschreiben.
K. A. Frciburg: A. Bcrn.
5) 1521, (??), Bern. Instruction für Venner Rudolf Baumgarter, (ans den Tag) wegen der Märchen amMnrtnersee. Sa A. B-m: Mg. eidg. Absch. r. p. sog.
Zu vergleichen ist Absch. 1520, 10. Sept. a, b.
K.
Zürich. 1521, 6. (bis 11.?) März (Mittwoch vor Lätare ff.).
Staatsarchiv Lucern: Allgemeine Abschiede. S. 1. k»I. 121. Staatsarchiv Zürich: Abschiede. Bd. 8. kul. 7.
(Ebenda: ^.schndische Abschiede-Sammlung, Bd. 5. Nr. 26. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede, 17. i>. 268. Abscheide «ins ckuo.Landesarchiv Nidwalden. Kantonsarchiv Zng : Abschiede, Bd. 2. ziantonsarchiv Basel : Abschiede, f. 8. .^antonSarchiv Kreibnrg : Abschiede Bd. 87.
KantonSarchiv Schaffhansen : Abschiede.
Boten: Zürich. (Felix) Schmid, Bürgermeister; Junker Jacob Grebel; Jacob Holzhalb; Johannes Berger.Bern. Ludwig von Erlach; I. Rudolf Nägeli. Lucern. Werner von Meggen; Jacob Feer. Uri. Vogt (N.)Oechsli. Schwyz. Vogt (Heinrich) Reding. Unterwalden. Der Landschreiber; Hans Lussi, Seckelmeister.Zug. Vogt (Konrad) Bachmann. Glarus. Seckelmeister (Jost) Tschudi. Basel. Hans Gallician; AntonDichtler. Freiburg. Jakob Helbling (Seckelmeister); Jacob Gruyere, Spitalineister^). Solothurn. Schultheiß(Hans) Stölln Schaffhausen. Johannes Ziegler, Bürgermeister. Appenzell. Ammann (Ulrich) Eisenhut.
t». Bern verlangt Antwort auf den vorigen Abschied betreffend Aarau. Da niemand hierüber Befehl gehabtund die Sache bisher immer angestanden ist, so wird erkannt, es sollen die Boten, die jetzt (auf Lätare) nachBasel gehen, in aller Eidgenossen Namen die von Basel bitten, in der Sache gütlich nachzugeben. I». Der Vogtvon Neuenburg berichtet, daß die 1000 Gulden, mit denen man die 200 Franken habe ablösen wollen, noch nichterlegt seien; er habe nun eine Abschrift des Briefes gefunden, ivie die 200 Franken an die Herrschaft Neuenbürggekommen, und deshalb Bericht gegeben, damit die Eidgenossen sich darnach richten können. Erkannt, es solljedes Ort seinen Boten auf die Jahrrechnung zu Neuenburg darüber instrniren; auch soll Freiburg die bei seinenHänden liegende Abschrift ins Deutsche übersetzen lassen und (dessen Bote) solche auf die Jahrrechnung mitbringen.« . I. Nachdem der päpstliche Legat, Antonius Pucceus, Bischof zu Pistoria, ans dem nächstvorigen Tag 6000Knechte begehrt und dabei- verheißen hatte, daß dieselben gegen niemand gebraucht werden sollen, der mit denEidgenossen im Bündniß stehe, sondern einzig gegen diejenigen, die dem päpstlichen Stuhle verwandt, aber un-gehorsam seien, und daß, wenn die .Knechte anders gebraucht werden sollten, die Hauptleute die Befngniß hätten,sie wieder nach Hause zu führen; da auch von dem König von Frankreich bewilligt worden ist, daß diese Knechtefreien Durchpaß durch das Herzogthuzn Mailand, zu Wasser und zu Land, hin und zurück haben sollen; daferner die auf hl. Dreikönigen (6. Januar) verfallene Pension zur Hälfte auf Mitte Mai, und zur Hälfte bisEnde Juni auszubezahlen versprochen, und endlich verabredet worden, auf diesem Tage mit Vollmacht wieder zu
*) Das Freibnrger Nathsbuch nennt nur den letztern.