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Februar 1321,
Das Lucerner Staatsarchiv (A. Papst) hat eine in einzelnen Ausdrücken abweichende Reeension, die vonPueci nnterzeichnet ist.
2) 1521, 4. Fcbrnar, Rom. Papst Leo X. (an die Eidgenossen). „Lieb gehcbten süne, heil und bäpstlichen segen.Als der helig bäpstlich stuol in sinen glücklichen und guoten zuofclligen dingen große zicrde uß üwer vereinnng undguotwillikcit hat empfangen, also ouch, ob etwas zwifcls, sorgen oder schädlichs jenen sich eröugt, von stund ankeret er sine ougen zuo üwer trüw und macht und vertruwet üwer unüberwintlichen nation festen und getrüwen hilfund bpstand. Dise urteil und achtuug habend unser oorfarendeu römschcu bischoff von üch gehebt, deren eer undwirden üwer stärke allzit bygestanden ist und nie hat gebrosten. Das habend ouch wir bisher allwcg getan undwerdends fürhin tuon, nngezwiflet, es sye des Helgen stuols ere ze suochen, darzuo üwer flis und gnotwillikeit, oder sinheil und fryheit ze behalten, daß üwer macht und stärke zuo allen unseren zuofällen schnell bereit sin wcrdind. Hicrnmb,als jetznndan die ursach der zit erforderet, daß der helig römisch stuol siner ecren und beschirmung Halb ein großezal(von) üweren fnoßkncchten bedarf, habend wir bcfolhen dem cerwirdigen unserem brnoder und botten Antonio Puccio,luschofen zu Pistorio, daß er üch fürwende unseren willen und ganze ursach und nach unser büntnis und zesamen-vercinung von üch erfordere so vil knechten, als wir bedörftind, als ouch wir üwer andacht und liebe ermanend indein Herren und erfordcrend in vätterlichcr begirdc, daß ir in der fach nit allein üwer trüw und liebe unsvcrlichen, sunder in zuorüsten, beschribcn und zuo schicke» die knecht, die danu von üch begert werdend, üwerenfliß, schnelle und üebung dartuon ivelleitd, dardurch aller mcnglich verstände das hoch klar Ivb üwer unüberwintlichennation, die da allzit in bchüetung und schirm der wirdikcit des Helgen stuols ist erschinen, jetz allermeist gesehen wcrd,scmlich glory und eer ze behalten ufgericht niid bewegt sin, wie dann unser obgemelter bott mit üwer lieb in unseremnamen iviter anzöugen wirt und handlen, denn ir volkomen glauben geben werdend."
St. A. Lucern: A. Papsl (Bon deili Legaten besiegeltes Blatt ohne Adresse). St. A. Bern: A. Schweiz. Kriegszüge II.
Das lateinische Original scheint verloren zn sein.
3) 1521, II. Februar (Montag nach der Pfaffen-Fastnacht). Zürich an Lucern (dcßglcichen an die andern Orte).Der Bischof von Pistoria habe angezeigt, daß ihm von Seiner Heiligkeit ein Breve zugekommen, worin derPapst begehre, daß die kürzlich gemäß der Vereinung zugesagten Knechte bewilligt, deßhalb ein Tag in Zürichgehalten, und die Botschaften mit Vollmacht versehen werden, damit kein weiterer Verzug eintrete, ze. Kraft desletzten bezüglichen Abschieds habe man nun einen Tag nach Zürich bestimmt auf Donstag nach der alten Fastnacht(21. Febr.), welchen Lucern besuchen möge, ze. St. A. Lucem: Missiven. K. A. Basel: A. MailälideUriege.
4) 1521,11. Februar, Zürich. Anton Pucei, Legat de Latere, an Luccrn. Mit Bezugnahme auf das AusschreibenZürichs betreffend die päpstliche Werbung bitte er um unverzügliche Abordnung der Botschaft zu dem bezeichnetenTage, da er Befehl habe, die ihm bereits vorläufig bewilligten Knechte nach Italien zu führen, ze. Mittheilungeiner Copie des letzten päpstlichen Brcve's an sämmtliche Eidgenossen, das auf dem nächsten Tage originalitervorgelegt werde. St. A. Lucern: A. Papst (lat.).
5) !521, 13. Februar, Zürich. Anton Pmci an Luccrn. Seit dem letzten Schreiben sei ihm eine neue „Post"zugegangen, worin der Papst auf Vollziehung des im letzten Abschied von Zürich erlangten Versprechens dringe.Damit Ulan dessen guten Willen für die Eidgenossen desto mehr erkenne, schicke er alle schuldigen Pensionen fürdieses Jahr, die durch die Kaufleute Welser von Augsburg in Bern bezahlt werden sollen. Guillclmus Falconuswerde hier bleiben, um die Zahlungen auszurichten. Hienach begehre er (der Legat), daß Luccrn keine Versäumnißund daraus erwachsenden Schaden verursache, ze. St.«. Luk-m: A. Paps, (tat.).
6) 1521, 26.'Februar, Zürich. Die cidg. Boten an den Papst: Entschuldigung daß die im December von demLegaten Pucei begehrte Werbung noch nicht bestimmt zugesagt worden, indem einige Boten noch nicht instruirtgewesen; am 5. März werde jedoch ein definitiver Entschluß erfolgen, ?c. St. A. Mich: Missw-n.
7) Schreiben an Lautrec, d. d. 24. Februar: Er werde ohne Zweifel wissen, daß der Legat Anton Puceikraft des Bundes mit dem Papste eine Anzahl Knechte verlangt habe „oontra guosänm Loolomas etLoäi axostolioao relmHes." Da man des freien Passes wegen mit ihm geredet, so habe er zwei von Lautrecunterzeichnete Briefe vorgewiesen, des Inhalts, daß er die eidgen. Knechte durch das mailändische Gebiet wolleziehen lassen, zc. Dennoch bitte man ihn durch diesen Erpressen um eine schriftliche unvcrweilte Erklärung, ob