Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

Februar 1521,

9

3) 1521, 26, Februar, Die Tagsatznng an den König von Frankreich. Erneuertes Ansuchen, die HerrschaftenMendris und Bnlerna ohne weitere Erörterungen den Eidgenossen zu überlassen, damit der als Schiedsrichter gewählt?Bürgermeister von Chur des bezüglichen Eides endlich entlassen und der lästige Handel beseitigt werden könnte.

St. A. Zürich: Misstve».

Zu f. Vergl. Absch. 1520, 1. Dcc. i.

In gleicher Sache (auf Beschwerde eines Wolsgang Boller) richtet Zürich ein Schreiben an Lautree,ohne Datum, aber wahrscheinlich in diese Zeit gehörend. St, A, Zürich: Mssiv-n.

Zu jx. Vergl. Absch. 1520, 2. Oct. k; 6. Nov. in; 1. Dce. r.

Zu 1. Vergl. Absch. 1520, 6. Nov. o; 1. Dec. in.

Zu K. Vergl. Absch. 1520, 1. Dec. ä, o, n, mit den Noten. Von weiteren Schreiben des Kaisers istnur folgendes bekannt:

1521, 7. Jaunar, Worms. Kaiser Kart V. au Zürich. Creditiv für Dr. Jacob Sturze! und Veit Suiter (Suler).

St. A. Zürich: A. Kaiser.

Zu >. Vgl. Absch. 1520, K. Nov. cl mit Note; 1. Dec. x mit Note.

Zur Ergänzung der vorausgehenden Acten lassen wir noch einige andere folgen:

1) 1521 sc. 10. Febr.?)Diß ist der fürtrag des Herrn Legaten vor eim Rat zn Zürich,... der vj >" knechtenhalb."

Hochmächtigen, :c. ?c. Unser aller hciligoster vatter (als ich onch uf den letsten tag hie Zürich vor gmeinenHerren den Eidgnossen Hab fürgeben) hat allen fliß ankert, daß zuo beHaltung (sins) stats, siner person und derheligcn römischen kilchen wider sine ungehorsamen und geschwornen krieg ze bruchen erspart wnrdint, und das nitane üwer ersamen wisheit rat. So aber jetzund not zuogefallcn ist, muoß man ein andren weg gebruchen, wannctlich tiner helikeit ungehorsamen widerstand ze dingen ein zal fryer hispanischer kriegskncchten, nainlich zwei tusent,die von ihres Herren schiff entrunnen sind kominen gegen der Provinz marchiä Anchonitanä, die der kilchen zuogehört,schweifent hin und her ane keiserlicher majcstat zeichen, auch wider des Herr Viccroys zuo Neapels willen undgebott, me in wys und form röibern denn kriegslütcn, villicht um ursach, daß sy nit wol bezalt sind oder daß sybegerend richtum ze überkommen unser güetcrn roub, als sy dann vormals gethan Hand zuo ziten des urbinatischenkriegs; Hoffnet also unser allerheligoster vatter noch vennögen überhand haben wider die sine» ungehörsamen, undmit sold das gmüet oder willen der genannten zweitusent Hispaniern ze wenden von dem verstand, den sy dann Handmit den genannten siner heligkeit ungehorsamen, und laßt da nit dahiuden, das sin heligkeit vermeint, darzu dienend.Doch hat sich sin heligkeit ganz und gar entschlossen nach inhalt der bündnus von gemeinen Eidgnossen sechstusend fuoßknecht ze brachen, und achtet wol, die von üch und andren Eidgnossen in kurzer zit zuo erlangen fürbeschirmung und beHaltung siner person und güetern. Wann eitweders wird sin heligkeit die genannten fryen hi-spanischen kriegsknecht zu im bringen oder nit; wird sin heligkeit die mit geld zuo im bringen, so wird .. (sy) sovil me die ungehorsamen mögen strafen, die schund understand der Helgen römischen kilchen stand zuo bekümbereu.Ob aber sin heligkeit die genannten . . knecht nit zu im gebringcn möchte, begert. . (sy) einen züg eidgnössischerfußknechten, mit denen sin heligkeit sich und das ir beschirmen möge vor Überfall . . . Und damit sich üwer ersamewisheit in dhein weg beklagen möge, hat uf den gestrigen tag sin heligkeit mir zuogcsandt durch brief der Welsern,konfherren zu Ougspurg, die Pension, die dann üwer ersamen wisheit und andren Eidgnossen von siner heligkeit fürdiß jar versprochen und verheißen ist. Dorum bitt ich ü. e. wisheit, daß dicselbigcn sich von stund an angendswellent ufrüsten, ze hilf zuo kommen unsrem allerheiligosten vatter, üwerm bundsgnossen, nachdem dann sy sich nachinhalt des bnnds verpflicht Hand, und ouch uf dem leisten tag, hie Zürich von gmeinen Eidgnossen gehalten, ü. e.ivisheiten zuogesagt habent. Das gleit oder durchzug durch Meilaud wird richtig uud fridlich sin; wann susi ichüch in kein weg wellte bekümbereu. Die söld, die Wrisser, das geschütz und andre ding darzuo dienende werdentbereit erfunden, ob gott will zuo erlangen wider unsere ungehorsamen, wider weliche allein wir jetzund ze kriegenhaut, wann wir frid und bündnuß mit andern fürstcn habent und von den selbigen guoten willen spürent und hilfhaben Möchtend, wo das not sin wurde; mit beger, üwer Herrlichkeit wöll in il zuo hilf kommen dem h. vatter,wann sin sonder Hoffnung zuo üwer Herrlichkeit stat." Eine durchgestrichene Schlußstelle gibt Zürich anHeim, dieentsprechenden Schritte bei den anderen Orten zu thun. S,. «.Zürich: Ane» Paxst.

2