Krütlischen Manuskriptes fortgesetzt iverdeil, bis sich eine Theilung in zwei Bände als nöthig ergab;nachdem diese Frage entschieden war, häufte sich mich für den ersten Band der Stoff so stark, daßeine weitere Zerlegung in Aussicht trat, und schließlich zeigte sich die offenbare Unmöglichkeit, die Flutder Acten in weniger als vier Bände einzudämmen. Dafür rückte bei diesem Gang der Arbeit derzweite Band, der die Jahre 1529 bis 1532 enthält, so weit vor, daß der Druck desselben inJahresfrist beginnen kann. Zu der Weitschichtigkeit der Aufgabe gesellten sich überdies äußere Hinder-nisse, als die Beschäftigung mit unabweislichen fremden Arbeiten, seit 1870 die Verwaltung des hie-sigen Staatsarchivs und mancherlei andere Störungen.
Als das Haupthindernis; darf immerhin die Ueberfülle der vorhandenen Acten bezeichnet werden.Es war vom Beginn der Arbeit an mein fernstes Bestreben, die Aufgabe nicht nur äußerlich undscheinbar, sondern voll und ganz zu lösen, soweit das überhaupt erhaltene amtliche Quellenmaterial esgestatten würde. Ich faßte sie nämlich etwas anders auf, als sie ursprünglich gemeint war, indem diefrüher erschienene» Bände mir hinreichend gezeigt hatten, daß die Abschiede für sich allein kein vollständigesund richtiges Bild der eidgenössischen Verhandlungen gebe», und erweiterte, mit Rücksicht ans die hoheBedeutung derselben in dem mir zugefallenen Zeitabschnitt, den gegebenen Auftrag, im Einverständnis;mit der Oberredaction, zu dem Plan, die Verhandlungen auf den eidgenössischen Tagen und die dazugehörigen Geschäfte in einem materiell und formell genügenden Zusammenhange darzustellen, womit ichdem wahreil Zwecke der Abschiede-Sammlung und den Bedürfnissen der Geschichtsforscher hoffte gerechtzu werden. Deßhalb suchte ich in allen Archiven, die mir erreichbar waren, nach Urkunden, Eorrespon-denzen, Instructionen lind anderweitigen Acten, und durchging auch die Rathsbücher von Zürich, Bern,Freiburg, theilweise die von Solothurn und Basel; die Lucernischen wurde» nicht benutzt, weil siekeine Allsbeute gewährteil; aus den Stadt St. Gallischen erhielt ich durch eine berufene Hand dieNotizeil, die dort zu schöpfen sind. Dagegen bot sich in Druckwerken wenig Ergänzendes dar, das inden festgesetzten Nahmen gezogen werden durfte. Indem ich mich bemühte, Alles zn sammeln, wasdie gemeineidgenössischen Angelegenheiten in engerm oder weiterm Umfang beschlägt, und bei den Vor-ständen der verschiedenen Archive bereitwillige, zum Theil wahrhast frenndschaftliche Förderung fand,gelangte ich nicht blos zu dem nothivendigen Material, sondern zn einem unerwartet ergiebigen Vor-rath, sodas; es möglich wurde, das Wichtigste mit einiger Sicherheit auszuwählen, und ans den jetzterledigten Jahrgängen noch wenigstens 1500 Actenstücke übrig blieben, die mit dem Ueberschus; vonden nächstfolgenden Jahren eine eigene Sammlung zu bildeil bestimmt sind.
So reichlich nun die Ernte ausgefallen ist, kann ich doch die Wahrnehmung nicht unterdrücken,daß die uns erhaltenen Schriften viele Bicken erkennen lassen, die einer Ausfüllung vergeblich harren;Hinwider sollte, wie ich hoffe, eine aufmerksame Durchsicht des hier gebotenen Stoffes die tröstlicheUeberzeugung bewirken, das; das Wesentlichste gerettet ist, was die Kenntnißnahme von den zurück-gelegte» Beiträgen bestätigen wird. Ans einige der erheblichsten Lücken ist an den betreffenden Orreil