Druckschrift 
3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
Entstehung
Seite
664
Einzelbild herunterladen
 

li04

Oberbnrgundi gcmeinlich bckcnncnt vnd vcrichcnt offenlich mit discm brieff, als sich zwüschent wilcnt demdurchluchtigen, hochgebornen Fürsten vnd Herren, Herrn Carlen, Herzogen zu Burgnndi ze. vnscrm liebenHerrn vnd Vattcr vnd gncdigistcn Herrn löblicher gedcchtniß an einem vnd den durchluchtigen hochgebornenhochwirdigcn Fürsten vnd Herren Hcrtzog Sigmunden, Ertzhcrtzogen ze Ocstcrrich, zc Sthr, zc Kerntenvnd ze Krain, Graue ze Throl zc., Rnprcchten bischoff zc Strafiburg, pfaltzgrauen bh Ni», Herzogen inpehcrn zc., Neinhartcn Hcrtzogcn zc Lothringen vnd Margraucn, Grauen ze Widcmont vnd ze Harrecourt n-,Johanscn bischoff zc Basel, vnd Bürgermeistern, Schulthesscn, Landamannen, Llmanen, Burgern vnd Land-lütcn gemeiner Eidgnossen von Stetten vnd Lcndcrn mit Namen Zürich, Bern, Lutzern, Vre, Switz,Vndcrwalden ob vnd nid dem Kernwald, Zug, GlaruS, Frybnrg, Solotorn, och Meistern, Räten vndBürgern der Statt Strafiburg, Bürgermeistern, Räten vnd Bnrgcr» der Stetten Colmar vnd Slcttstattvnd Jr aller Zugewandten an dem andern Teile, vindschassten vnd krieg erhcht Hand vnd darumb wnbcidcrsitt dem allmcchtigen Gott zu lob vnd gemeinen landen zu gutt hetz mit ciuandtrn gericht vndbetragen sind, vnder andcrm das wir den vorgcnanten Fürsten, Herren, Stetten vnd lcndcrn geben vndvsrichtcn söllcnt vnd wellcnt Hundertthnscnt vnd fünfftzig thuscnt gutter Rinschcr Guldin. Da gelobcntvnd vcrsprcchcnt wir obgenantcn Hcrtzog vnd Hcrtzogin Maximilian vnd Maria sin Gemachel, für v»S,vnscr erben vnd nachkomcn bi vnser fürstlichen wirdcn vnd crcn, vnd wir die vfi der Graffschafft vonBnrgundi bh vnscrn chdcn vnd crcn, den obgenantcn Fürsten, Herren, Stetten vnd lcndern die egenante"hundert thuscnt vnd fünfftzig thuscnt Guldin in guttcm Rinschem Gold zu richten vnd zu bezalen an all"!Iren costcn vnd schaden in discn ncchstkomcndcn drh Jarcn, nämlich Jeglichö JarS vff Sant JohauuSt"üzu Snnnwcndcn fünfftzig thuscnd Guldin, vnd vff den ncchstkomcndcn Sant JohannStag ze Sunuwcndcumit der ersten bczalnng anzufachen vnd Inen die als denn vnd icglichcS JarS darnach bcsunder "ÜSant JohannStag gen Zürich in die Statt zu richten vnd zu wcrcn für LlllermcnglichS vcrbiettcn,hcfftcn vnd entwcrcn vnd für alles dz so sh daran snmcn oder Irren möcht. Vnd ob wir darinn kc>»üsümig wcrent, so mögcnt sh vnö, vnser land, lüt, gut, wo sh dz erlangen vnd begriffen mögcnt cdnkonncnt, darum angriffen mit hcfftcn, pfcndcn ald in ander wise, wie Inen daS füglich vnd eben ü 'das sh damit nit gefrcuelt habcil söllcnt, Sovil vnd als lang, bifi sh Jr vfistendcn Schuld vsgcricht v»bczalt sind gcntzlich an allen Iren costcn vnd schaden, vnd dauor sol vnS, vnser erben, nachkomen, l""vnd lüt nichtzit, dz hiewidcr sin, ald sh an solichcr bezalung snmcn old Irren möcht, schüzcn,noch schirmen, Es she hetz geben oder werde noch geben, von wem loch dz beschechen wcrc oder »u?bcschcche, dann wir VnS des für uns, vnscr erben, nachkomen, land vnd lüt gcntzlich cntzüchcnt vnd begebe"in krafft diß bricfs. Vnd des alles zu warcm vestcm Vrkund, So habent wir obgenantcn Hcrtzog l'"Hcrtzogin vnd wir Karows von Gottes vnd des heiligen Römischen Stuls Gnaden, Erzbischoff zu Bis""'vnd wir die Burger vnd die Gemeinden der Statt SalinS vnsre Jnstgcl für vnS vnd alle vnscr e>be>vnd nachkomen offen lassen hcnckcn vnd gchcnckt an discn brieff, der geben ist vff sant Paulus abeiit de^bckerung, do man zalt von Cristi vnseres lieben Herren gcpurt vicrtzchcnhundcrt Sibentzig vnd in de>"achtenden Jare.