September 1499.
wieder zurückgestellt werde, v. Es ist den Boten dieses Tageö berichtet worden, daß der Hauptmanndes ?lbtS von St. Gallen einige Knechte bestelle und annehme, in der Absicht, selbe dem Herzog vonMailand zuzuführen. Das hat unS befremdet, weshalb auch dem Hauptmann und dem Abt geschriebenist, solches abzustellen. «I. Auf die Anfrage des Vogts von Baden, was er mit den Knechten, die Bernihm wegen unerlaubten Kricgölaufcnö ins Ausland ins Gcfängniß gestellt habe, anfangen soll, will manauf nächstem Tag antworten. « . Den Boten der Eidgenossen, die jetzt nach Basel verordnet sind, wirdgeschrieben, sie sollen ohne Bcrzug sich unterreden in Betreff cincö Zugö mit den französischen Büchsen,t'. Jedes Ort soll dafür sorgen, daß ans den Zusätzen, namentlich im Nhcinthal, niemand abgehe,bevor die Ersatzmannschaft oder Ablösung an Ort und Stelle eingetroffen sei. zx. Da die Zusätzcr imNhcinthal sich nicht trennen, noch auf die verschiedenen Wachtposten verthcilcn lassen wollen, sondern demHauptmann ungehorsam sind, so soll GlaruS eine Botschaft hinsenden, die mit dem Bogt dieses undanderes, so derselbe angebracht hat, in Ordnung bringe. I». Ermahnung an alle Orte, ihre Zusätzeallenthalben ohne Verzug vollzählig zu machen.
<»«2.
Basel.
4^99, ff. September Mruag vor >s,ivi,su, «-,ri<>,.
Staatsarchiv Lneern: Allgemeine Abschiede. (^.49?.
». Basel verantwortet seinen Bürger, den Roscnplatt, etlicher Worte wegen, dercnthalb man ihnnach ihrem Dafürhalten mit Unrecht im Verdacht hat, und bittet, man möchte ihm in der Eidgenossen-schaft Sicherheit geben. Daö wird zugesagt. I». Heimbringen, daß der Landvogt im Thurgan und dieHauptlcute im Schwadcrloch Zehnten und Güter, so Gotteshäusern und andern unter nnscrn Feindenzugchörcn, verkaufen und verändern. «. Die von Rothwcil bitten abermals durch ihre Botschaft, dieEidgenossen möchten ihretwegen getreues Aufsehen walten lassen und die Sache wegen Rottcnmünstcr z»ihren Händen nehmen. Antwort: WaS man ihnen auf frühem Tagen versprochen, das werde man halten.«I. Der Hauptmann des AbtS von St. Gallen klagt über daö Verfahren dcö VogtS im Thurgan undder Hauptlcute im Schwadcrloch, die etliche GottcShauölcutc von St. Gallen um eine merkliche Sun»»ebeschätzt hätten, v. Die französische Botschaft eröffnet auftragsgemäß, da der König von Frankreichdaö Herzogthum Mailand erobert habe, so sei er Willens, den Eidgenossen, als nunmehriger Herr vonMailand, nicht minder Gnaden und Gutes zu erweisen, denn vorher als König; die Eidgenossen möchte»daher ihre dicöfälligen Anliegen und Wünsche ihm oder seiner Botschaft kundgeben, f. Ferner verlangtder König von Frankreich durch ein eigenes Schreiben, die Eidgenossen möchten, wozu sie laut dercinigung schuldig seien, daö Verbot erneuern, daß Niemand Herrn Ludwig Sforza, der bisher daö Herzogthum widerrechtlich inne gehabt, wider ihn, den König, Hülfe leiste, Eö wird beschlossen, die Knechte,welche zu Bern gefangen und nach Baden geführt worden sind, gegen Ersatz der Kosten loszulasseneine Urfehde, worin sie schwören, heimzukehren und ihrer Herren Strafe zu erwarten. I». Jeder Botekennt die Verantwortung dcö Bischofs von Konstanz, auch den Fleiß und Eifer desselben zur Vermitt-lung des Friedens. Man soll heimbringen, daß man dessen eingedenk sei gegen seine Gnaden. Ebensohat sein Diener Albrecht von Laudenberg sich verantwortet und zu Recht erboten einiger Reden wegen,