028
August 1499,
zu Feldbach unbekümmert gelassen werden, ungeachtet er selbes seinem Bruder übergeben hat. i»». JederBote weiß, wie einige Vcrmittlungövorschläge des mailändischcn Boten unannehmbar erfunden, dagegenans den Tag zu Basel der königlichen Majestät Geleit gegeben ist. Dem Martin von Starkenbcrgsollen von den 1999 Gulden, die Hanö von Baldcgg zu Schatzgeld geben soll, 299 an den Schadengegeben werden, der ihm gegen unsere Zusage zu Stühlingcn gethan worden ist.
Im Zürchcrabschicdband folgen nunmchr auf einem Blatte mit fortlaufender Nummcrirung noch Verhandlungen, welche aberoffenbar zum Abschied von Zürich vom 7. October dieses Jahres (siehe Nr. titik) gehören. Das Resultat des Zages vom S* Augustzu Schaffhauscn ergibt sich aus der im Staatsarchiv Lucern bei den Acten des SchwabcnkriegS befindlichen Relation der luccrneri-schen Boten, die auszüglich hier nachfolgt! „44g!>, Mittwoch vor Lorenz (7. August). Schaffhauscn. Hans Sunnenbcrg, Schultheiß, und Hans Schürpf, „jetz vss dem tag zu Schaffhusen", berichten über die Verhandlungen dieses Tages, dessen Anfang amvergangenen Sonntag (4. August) stattgefunden. Anwesend waren: die Botschaft des Königs von Frankreich, zwei Bischöfe, ei»Gras und Andere, ebenso die Botschaft des Herzogs von Mailand; dann von Zürich: Rudolf Escher, Bürgermeister; Göldli,Bürgermeister; Bicgger und der Stadtschreibcr. Bern. Wilhelm von Dicßbach, Hans Rudolf von Scharnachthal, beide Ritter,und Doctor Thüring Frickcr. Uri. Amman» Beroldinger; Ammann in der Gasse. Schwyz. Ammann Kochli; Vcnrich Wagner;Vogt Berner. Untcrwaldcn. Amman» Zunhöscn; Vogt Arnstein. Zug. Ammann Steiner; Vogt Letter. Glarus. Ammann ÄuchliZVenrich Stucki. Frciburg. Burgermeister Tcchtcrman» und der Stadtschreibcr. Solothurn. Daniel Babenberg, Scckelmcister. AuchBote» von den Bünden, von St. Gallen und Appenzell. ->. Die Voten von Luccrn habe» nach ihrer Herren Befehl am Montag(5. August) früh dringend verlangt, dasi man das französische Geschütz nicht so liegen lasse, sondern es ins Feld brauche; dochist hierüber noch nichts beschlossen worden, i,. Man hat die französischen und mailändischcn Boten angehört und die Friedens-bedingungen aufgesetzt, unter welchen man vom römischen König und vom Reich Frieden zu erhalten hofft, selbe (wie sie bei-geschlossen werden) dem mailändischcn Bote» eingehändigt, der damit zum König geritten ist. Man hat beschlossen, sechs Zagelang auf ihn zu warten; erlangt er auch in dieser Zeit nichts, so will er doch berichten und einen andern Tag setze», e. Diefranzösische Botschaft hat gemeldet, der König habe aus Freundschaft, und um den Eidgenossen die Führung dieses Krieges z»erleichtern, die LO.OOl) Gulden und auch die KWl) Franken für die drei Orte bereits nach Genf geschickt > wo das Geld enthobenwerden könne. Weiter habe sie sich erboten, alles zu thun, was zur Beilegung dieses Krieges gereichen könne; der König habe zudiesem Zweck ihr einen Herold nach Schasshausen geschickt und ihr bewilligt, in die Sache zu reden. >i. Ferner begehrte derKönig von Frankreich, dasi man ihm gegen seinen Feind, den Herzog von Mailand, der auch für unser» Feind geachtet werde,eine Anzahl Knechte zulaufen lasse. Das hat man geradezu abgeschlagen und auch mit de» mailändischcn Boten geredet, daßsie unsere Leute nicht aufwiegeln noch anwerben. Dabei habe man abermals beschlossen, daß Solche, welche während des gegen-wärtigen Krieges in fremde Kriege laufen, an Leib und Gut gestrast werden sollen.
Die unter l> angezogenen Friedcnsartikel, welche von den Eidgenossen dem Vermittler aus diesem Tage übergeben wurden, sind,wie oben bemerkt wurde, abgedruckt in Zellwcgcrs Urkunden zur Geschichte des appcnzcllischcn Volks. Siehe auch iiü!) «l.
«5«>.
Basel.
18. stiö 25, Ällsstlst (Sonntag vor Bartholoms»).
Bern Allgemeine eidgenössische Abschiede, k. 417.
tt. Jeder Bote weiß zu sagen, wie des römischen Königs Räthc den Tag zu Schaffhansen zu leistenzugesagt haben, doch so, daß wenn cö dem König nicht füglich wäre, dorthin zu schicken und er den Taglieber wieder in Basel halten wollte, so soll cS beförderlich nach Zürich berichtet werden. I». Die Bot-schaft von Mailand, welche zu Beförderung der FricdenSuntcrhandlung ernstlich gearbeitet hat, anerbietetfür daö Landgericht zu Constanz und anderes, das in diesem Frieden in Frage gestanden, einen Abtrag