Juli 1499.
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er das schon auf dem Tag zu Lucern gcthau, der Botschaft des Herzogs von Mailand, die einen solchenFrieden unterhandeln wolle, keinen Glauben zu schenken, da der Herzog dem römischen König mit Geld,Speise und Andcrm helfe, auch mit Sippe und Pflicht ihm dermaßen verbunden sei, daß man keinefruchtbare Unterhandlung von ihm erwarten könne. Vielmehr müsse man ihn für einen Anstifter desKrieges halten. Der französische Sendbote begehrt daher, daß man die mailändischen Boten als derEidgenossen und des Königs von Frankreich Feinde aus der Eidgenossenschaft vertreibe, mit Anzeigeetlicher Ursachen, welche das ihnen gegebene Geleit aufheben sollten. Dem Erzbischof ist hierauf nachgehaltener Unterredung schriftlich geantwortet worden, die Eidgenossen seien dem König für seine geneigteGesinnung sehr verbunden, sie seien auch stets geneigt, seinen Rathen zu folgen; da aber die mailändischeBotschaft mit unscrm Willen von dem Tag zu Luccrn zum römischen König geritten sei, auch da, wie sie sichberühme, mit ihren Vermittlnngöanträgcn gute Aufnahme gefunden habe, so können wir derselben nichtabschlagen, in der Sache weiter zu handeln, zumal es von jeher unsere Gesinnung gewesen, Niemandenzu verachten, der uns Frieden schaffen wollte. Deswegen wolle man aber des französischen Königs Antragnicht ablehnen, sondern wenn seine Botschaft etwas Füglicheres erreiche, selbes nur um so lieber annehmen.Auch wolle man sich freuen, wenn der Erzbischof nach seinem Anerbieten bei uns bleiben und in diesenkriegerischen und schwierigen Zeiten uns mit seinem Rathe beistehen wolle. I. Der mailändischen Botschaftwird Dank gesagt auf ihren Bericht, daß der römische König sich dazu verstanden habe, zu Befriedigungdes Krieges unsere Klagen und Beschwerden anzuhören. Da derselbe auf diese Weise uns die vorthcil-haftc Stellung des Klägers einräumt, so ist von den Eidgenossen und ihren Bundesgenossen von Chur-walden einhellig zugesagt, die herzogliche Botschaft in der Sache handeln zu lassen, den nach Schaff-Hausen auf Sonntag vor St. Oswaldötag (4. August) angesetzten Tag sammt Abt und Stadt St. Gallenund Appenzell zu besuchen, und in Gottes Namen zu trachten, daß man diesen harten Krieg zu Friedenbringe. >»». Auf Bitte der mailändischen Botschaft wird beschlossen, den Wallisern zu schreiben, daß sieihre Knechte in den Krieg, der sich jetzt in der Lombardei erhoben hat, nicht laufen lassen. Ebenso,daß man den Posten, die von derselben Botschaft über den Gotthard oder den Möllensee durch Chur-waldcn abgefertigt werden, freien Wandel und Paß gebe. i». Appenzell bittet, wenn es zu einemFrieden komme, ihrer Sache des Ammann Schwcndiners wegen eingedenk zu sein, damit sie der mindernKosten wegen keine Botschaft auf den Tag zu Schaffhauscu schicken müßten. «. Auf Samstag nachJacobi (27. Juli) ist die französische Botschaft, welche der Fricdcnsuntcrhandlung wegen beim römischenKönig gewesen, auf den Tag gekommen, und hat berichtet, sie habe im Anfang den römischen Königganz gütig und nicht ungeneigt gefunden, bis Herr Ludwig von Mailand seine Botschaft dahin gefertigthabe. Diese habe den guten Fortgang der Sache verhindert, und die französischen Boten haben nichtsweiter erlangt, als die Versicherung des Königs, er sei geneigt zum Frieden, doch mit Ehren der Majestätwie des heiligen Reichs, sofern anch die Eidgenossen das begehren. Dabei habe der Bischof von Wormsgesagt, wenn die Eidgenossen die Waffen niederlegen und Gnade oder Verzeihung verlangen, so wolleman mit ihnen Frieden machen, sonst nicht. Daselbst werden überhaupt allerlei schmähliche und verächt-liche Worte gegen die Eidgenossen gebraucht. Darauf ist den französischen Boten mit vielen Wortengedankt und geantwortet worden, wie schon dem Bischof von Senö geantwortet wurde. Dabei hat man esaber bewenden lassen. Z». Vogt Dolder von Glarus soll von der Vogtei im Wagcnthal Rechnung gebenund die Ausstände einziehen lassen bis St. Gallcntag; doch was er baar eingenommen, soll er an die Orte
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