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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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Juli 1499.

wollen. Es weiß auch jeder Bote, wie der Gesandte den Herzog verantwortet hat wegen der Sperrungder Lebensmittel gegen den grauen Bund. I. Im Weiter» hat der mailändische Bote angebracht, derKönig von Frankreich treffe wieder Anstalten zn einem Einsall in das Hcrzogthum Mailand. Sein Herrsei bereit, mit ihm über seine Ansprachen vor Recht zu treten. It.. Es wird beschlossen, der Vogt vonBaden soll mit denen ans der Grafschaft Baden sich nach Coblenz am Rhein legen; die freien Aemtcrsollen tOO Mann, Bremgartcn 20, Mellingen tt> Mann in das Schloß Küssenbcrg legen, damit einemEinfall des Feindes während der Ernte und bis die Eidgenossen aus dem Suudgau wieder heimkommen,Widerstand möge geleistet werden. I. Der von Zürich angebrachte Handel des Herrn Dietrick, Vogt,Probsts zn St. Stcffan in Constanz und Chorherrn zu Zürich wegen einiger der Probstci gehöriger Rentenund Gülten im Thurgau soll 'zu Fraueufcld auf dem Tag, der Sonntags vor Jacobi (2l. Juli) daselbstgehalten wird, zur Verhandlung kommen, in Die Domherren von Chur bitten, bei einem Friedens-schlüsse sie zu bedenken, da sie viele Gülten und Reuten in unserer Feinde Land, im Etschland, im Wall-gatt u. s. w., haben. 11. Dietrich Fröwlcr war merklich verklagt, als ob er sich in der Schlacht zn Malsnicht ehrlich gehalten hätte. Da aber die Boten aus dem grauen Bund, so auf diesem Tag gewesen,bezeugt haben, daß er sich bei ihnen ehrlich und als ein Biedermann gehalten habe, so hat man anseiner Verantwortung ein Genüge gehabt und ihn der Nachrede entschuldigt. «». Der hochwürdige Fürstund Herr, Bischof zu Scns, hat im Namen des Königs von Frankreich angebracht, was folgt: Erstenssei der König Willens, Leib und Gut zu uns Eidgenossen zn sehen, der Vereinigung nachzuleben und sichvon uns in keinem Weg zn söndern. Das sei er beauftragt, unö zu eröffnen. Ferner habe der König dieBüchsen längst nach Assona (Au,rönne) gesendet zu der Eidgenossen Händen., Drittens habe er nach Lyongeschickt, »m die 20,000 Gulden zu entlehnen; er sei beauftragt, mit uns zu verabreden, wie wir die inEmpfang nehmen wollen. Viertens des Jahrgelds der drei Orte wegen habe der König auf das ab demTag zu Zürich an ihn erlassene Schreiben erklärt, wenn er solches verheißen, so werde er seinem Versprechennachkommen, er glaube abeö nicht, daß er es verheißen habe. Fünftens begehre er, daß man der Bot-schaft von Mailand keinen Glauben schenke. Wer selbst keinen Frieden habe, könne auch keinen Friedenvermitteln. Der Herzog habe dem römischen König gegen uns Geld, Leute und Harnische geliefert, undsuche durch Missionen in einzelne Orte Zwietracht unter die Eidgenossen zu bringen. Man möchte alsoeher dem König von Frankreich als dem Herzog von Mailand die Friedcnsvcrmittlung anvertrauen; eshabe der König auch bereits deshalb an den römischen König und die Ehnrfürstcn eine Botschaft gesendet,und sei als unser Verbündeter zu Allem bereit, was unsere Interessen fördern könne. Z». Die königlich-französische Botschaft hat der zu Pfingsten uns verfallene» 20,000 Gulden wegen geantwortet, daß derKönig solche hier bezahlen wolle. Bern, Schwhz und Untcrwaldcn meinen, bemeldtcr Bischof (von Scns)habe auch ihnen, wie den Orten, so mit König Earl scl. in Vereinigung gewesen, jedem Ort 2000 Frankenzu geben verheißen, was dieser nicht cingestehen will. Doch ist er, damit unter uns keine Irrung ent-stehe, erbötig, den drei Orten die 6000 Franken auch zn geben, unter der Bedingung, daß gemeineEidgenossen dem König schreiben, sie haben sich seiner in der Sache gcmächtigt, der Bischof aber habenichts verheißen, q. Herr Hans von Laudenberg, als Bote des Bischofs von Eonstanz, begehrt, daßdie Eidgenossen ihm des Stifts Zinse, Renten, Gülten und Zehnten im Thurgan verabfolgen lassen möchten,.hierauf wird geantwortet: Man habe beschlossen, alle diese Einkünfte einstweilen zu unfern Händen z"nehmen; so bald der Krieg beendigt sei, wolle man dem Bischof um das Seinigc geziemende Antwort