Druckschrift 
3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
Entstehung
Seite
615
Einzelbild herunterladen
 

Juni 1498.

615

zu dürfen (denn sie hätten Gewalt, Einen zu tödten oder leben zu lassen, folglich auch ihm nach seinemVerdienen Gut abzunehmen), auf nächstem Tag Autwort versprochen. «I«I«I. Heimbringen, ob man die> Lehen, so andere Leute besitzen, welche Lehen aber zur Grafschaft dienen, leihen wolle oder nicht,«vv. Ebenso soll man sich berathcn, ob man den Nntcrvogt ändern wolle oder nicht, und inzwischensich nach einem andern umsehen, III. Man soll zu Rath werden, ob man dem Schaffner von MuriRechnung abnehmen wolle. KKK'. Die Hauptlcute zu Luccru schulden dem Vogt von Sargans für15» Maß Wein, für jede Maß 2 Kreuzer Züricher Münze. I»I»I». Der Hauptmann zu Coblenz hat vomSegesser zu Klingnau im Namen unseres Herrn von Constanz 10 Mütt Kernen empfangen auf Donstagvor dem Palmtag (23. März), III. Uli Fcrr soll von den 2» Gulden, die er schuldet, 6 Gulden demBoten, der zu Mailand gewesen, zahlen. I^klk Der Vogt im Sarganserland hat jedem Ort zu geben66 Pfnnd 1» Schilling. Daran hat er jedem 1» Gulden gegeben, den Rest soll er bis St. Jaeobstagbezahlen. III. Der Vogt von Nheincck soll nach Abrechnung jedem Ort Iii Gulden 18 Veheimsch,4» Etschkrcuzcr für 1 Gulden gerechnet. Zu Rhcincck und Umgebung liegen noch im Keller

223 Saum 2 Eimer weißer, 6 Saum 3 Eimer rothcr, 9 Saum alter rother Wein. Jedem

Boten ist geworden von des Mügcn Geld von Straßburg 1» Gulden in Gold und 7 Sonncnkroncn.«»»«. Dießenhofcn gab jedem Boten 8 Gulden in Gold und 1 Dickplappart. K»K»I» Von des SchindersHof und von des GrünenzwiS Hof erhält jeder Bote 21 Gulden 2 Pfund, 5 Schilling für 1 Pfund.Denen auf des Schinders Hof sind 12 Kronen, denen auf des GrünenzwiS Hof 1 rheinischer Gulden nach-gelassen. «I«iq. Aus den Geleitbüchscn erhält jeder Bote von Mellingen 15 Pfund, Brcmgartcn 27 Pfund5 Schilling, Baden 7 Pfnnd Haller, von den großen Bädern 1 Pfund Haller, Klingnan !U/z Pfund.Aus der Büchse zu Baden ist für Büchsen zu fassen, Blei zu kaufen u. s. w. 221 Pfund 15 Schilling bewilligt.

V ist im Zürcherexcmplar gestrichen. «« fehlt im Abschicdband, siehe dagegen Wcgelins Pfäferscrregcsten Nr. 81S.

<»S2.

Zug.

12. Juni (Mittwoch nach St. Barnabas).

Staatsarchiv Luccrn: Allgemeine Abschiede. 0.S6Z.

Auf diesen Tag haben unsere Bundesgenossen von Churwaldcn ihre Rathsboten zu unS geschicktmit Meldung, wie des römischen Königs Zug merklich auf das Engadin gehe, und wie er sie durchMandate ermahnt habe, ihm gehorsam zu sein und dem Reiche zu schwören, ansonst er sie mit Gewaltdazu zwingen werde. Hierauf haben sie uns Eidgenossen dringend gebeten und ermahnt, getreues Aus-sehen zu halten und ihnen mit Leib und Gut zu helfen. I». Auf Begehreu der Boten von Churwaldcnwird beschlossen, ihnen 400» Mann zu Hülfe zu schicken und selbe folgendermaßen auf die Orte zu ver-legen: Zürich soll 100» Mann geben, Lnecrn 60», Nri 20», Schwhz 400, Unterwaldcn 2V», GlaruS 30»,Zug 20», Sarganscrland 20» Manu, St. Gallen 5» Büchscnschützcn, Appenzell 40» Mann, Wallis40» Mann. Alle diese sollen auf künftigen Samstag (15. Juni) mit ihrenVcnlin" im Namen Gottesausziehen, v. Die vom grauen Bund zu Oberhalbstcin berichten, der Herzog von Mailand wolle sieüberfallen und habe ihnen die Straße zugeschlossen. «I. Der Herzog von Mailand begehrt Antwort aufsein Anerbieten, zwischen dem römischen König und den Eidgenossen den Frieden zu vermitteln. Das