Juni 1499.
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zu lassen, e. Die gleiche Botschaft soll auch Appenzell bitten, sofort 200 oder 300 Mann ins Schwader-loch zu schicken. «R. Der neue Vogt auf Küsscubcrg hat angebracht, daß das Schloß durch die Knechtevon Allem eutblöst und baulos sei. Wenn man dasselbe behalten wolle, so müsse das Dach mit einemKostenaufwand von ungefähr 40 Gulden hergestellt, Pulver, Stein und andere Wehr hergeschafft, einBüchscnmcistcr angestellt werden, der alle Monat 4 Gulden und Verpflegung fordere. Die 20 Knechte,die da sind, fordern täglich jeder 4 Schilling und Verpflegung, und der Vogt begehrt, daß ihm seinSold bestimmt werde. Ucber alles das soll jedes Ort auf den Tag zu Baden seine Antwort geben,v. Dem Vogt zu Küssenberg wird befohlen, die Leute, die zum Schloß gehören, in Eid zu nehmen zuHänden gemeiner Eidgenossen und den Untcrvogt und Weibel in ihren Verrichtungen zu bestätigen.I In Betreff des Geschützes, das der König von Frankreich in seinen Kosten den Eidgenossen schickenwill, wird beschlossen, selbes der mindern Kosten wegen den sichern Weg durch Savohcn führen zu lassen.Jedes Ort soll seine Botschaft auf Montag nach Medard! zu Bern haben, und daselbst oder zu Frciburgsoll ihnen in gemeiner Eidgenossen Namen ein Crcdcuzbricf ausgestellt werden. Darauf sollen die Botenvorerst zum Herzog von Savohcn reiten, um von ihm sichern und freien Durchpaß des Geschützes durchSavohcn zu erlangen. Hierauf sollen sie sich nach Burgund verfügen, das Geschütz an die Hand nehmenund cS beförderlich heraus fertigen. Schwhz, Untcrwalden und Glaruö werden ersucht, in dieser Sache Wonden übrigen Eidgenossen sich nicht zu söndcrn. K. Dem König von Frankreich wird für sein Anerbietengedankt und dabei begehrt, er möchte statt der vier kleinen Büchsen vier große und dazu noch mehrPulver senden; ferner möchte er die 20,000 Gulden beförderlich und zwar auf einen bestimmten Tag zuLhon anweisen, ebenso die Pension des vergangenen Jahres an Bern, Schwhz und Untcrwalden, wie anandere Orte ausrichten. I». Den Zusatz in der Grafschaft Baden will man wie bisher beibehalten;diejenigen Orte, welche ihre Mannschaft nicht vollzählig dabei haben, sollen selbe vervollständigen, I. ImSarganserland soll der Landvogt mit andern daselbst im Zusatz befindlichen Eidgenossen bcrathen, ob mandie dortige Mannschaft noch nothwendig habe, oder ob man sie nach Hause schicken und einfach denBündncrn empfehlen könnte, auf jenen Punkt ein wachsames Auge zu halten. Ii,. Auf dem Tag zuBaden soll mau bcrathen, ob man denen von Bern den Herrn von Brandis auf Widerstcllcn lassen oderob mau ihm einen Nechttag ansetzen wolle. I. Wer unter den Gefangenen zu Baden Tröstung geben kannfür die bereits erlaufenen und noch zu erwartenden Kosten, dem soll man seine Gefangenschaft mildern,„also das er in ein Stuben vnd ein armhseu geleit vud dasclbö verhüt werden sol". >»». Auf Klage,daß zu Dicßenhofen und anderwärts die Zusätze unvollzählig seien, werden die Orte aufgefordert, selbezu vervollständigen.
Bade n.
1^199, 19. ZllttU (Montag nach M-dardi).
Staatsarchiv Lnccrn! Allgemeine Abschiede. 0. Z7i.
l». Auf Anbringen Caspar Göldlis wird denen im Wallgau geschrieben, sie sollen nach ihrer Zusageihre Bürgen des Brandschutzes wegen lösen. I». Ein Bote derer aus den Bünden in Churwaldcn, unsererFreunde und Bundesgenossen, wird mit seinem Begehren um Hülfe in ihrem schweren Krieg vor die Botengewiesen, welche auf Mittwoch nach Medardi (12. Juni) zu Zug tagen, e. Schultheiß Hüncnberger
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