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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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März 1499.

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und Hofmeister, erschienen sind und im Namen ihres Herrn auf eine Vereinigung mit der königlichenMajestät von Frankreich angetragen haben, nicht als ob der König derselben bedürfe; er sei mit demPapst, den Königen von Spanien, Portugal, England, Ungarn, Schottland, auch mit dem Herzog Philipp,den Vencdigcrn, Florentinern und andern seiner Feinde völlig zu Frieden gekommen, betrachte aberder Eidgenossen streitbares Wesen und die guten Dienste, welche mau gegenseitig aus den Vereinigungenzu Zeiten seiner Vorfahren, der Könige Ludwig und Carl, gezogen und anerbiete nun in unfern NöthenHülfe an Mannschaft oder Geld, 89,999 Gulden, dazu jedem Ort jährlich Franken, während wirwohl sehen, daß das Haus Oesterreich uns jederzeit feindlich gewesen, auch des Herzogs von Mailandhöfliche Worte nicht hoch anschlagen sollen. Wenn aber zwischen Frankreich und den Eidgenossen einesolche Vereinigung zu gegenseitiger Hülfe abgeschlossen sei, so werden sie die größte Macht in der Christen-heit bilden und allen ihren Feinden Schrecken einjagen. Sollten die Boten nicht Vollmacht haben, somöchten sie doch die Sache eilends an ihre Herren bringen. In Betrachtung des guten Willens desKönigs und der schweren Kricgsläufe, in welche wir verwickelt sind, haben hierauf die Boten der Eid-genossen übernommen, diesen Antrag an ihre Obern zu bringen, auch wofern die zu Hause nicht Gewalthätten, in das Feld zu berichten, damit man auf den Sonntag Mittefasten zu Lucern darüber verhan-deln könne. (Folgt der Vorschlag der Vereinigung.)

« fehlt im Lucerner- und Zürchcrexemplar.

Lucer n.

11. März (Montag nach Lätarc,.

Staatsarchiv Luccrn: Luccrneratschiedcsammlung. 0, SS.

Boten: Zürich. Heinrich Göldli, Ritter. Bern. Johann Rudolf von Scharnachthal, Ritter; Schult-heiß von Erlach; Caspar Hezel, Vcnner. Luccrn. Hans Snnncnbcrg, Schultheiß; Ludwig Seiler, Alt-schultherß; HanS Nuß, Altschulthciß; Peter Ferr, Venner. Ur i. Ammann Bcroldingcr; Ammann in derGasse. Schwhz. Ammann Reding; Vogt Flcckli. Unterwaldcn. Ammann Ambücl. Zug. WernerSteiner, Ammann; Vogt Letter. Glarus. Ammann Kuchli; Vogt Tschudi. Frei bürg. BürgermeisterTechtcrmann und der Stadtschrcibcr. Solothurn. NiclauS Cunrad, Schultheiß.

tt. Heinrich Wollcb bittet, man wolle ihm erlauben, unfern Bundesgenossen in Churwaldcn zuzu-ziehen, da wolle er sich so halten, daß es den Eidgenossen zu Gefallen dienen müsse. ES wird denenvon Uri, seinen Herren, anhcimgestcllt, ob sie ihm das erlauben oder ihn daheim behalten wollen.Immerhin soll ihm nicht erlaubt werden, mehr als zwanzig Knechte mit ihm hinweg zu führen. I». DerGefangenen wegen aus dem Vrcgcnzerwald, die für den Brandschatz Haft sind und zu RappcrSwhlliegen, ist erkennt, daß man sie in die VII Orte, in jedes Ort 19 Mann, vcrtheilcn und da behalten soll,bis der Brandschatz bezahlt ist. v. Den gefangenen Herrn Ludwig von Brandis soll man nach Luccrnbringen. Wenn diese Unruhe und auch die heilige Zeit vorüber ist, will man dann mit ihm handeln,wie es der Sache gemäß ist. «I. Dem Johann von Laudenberg, Ritter und Vogt zu Arbon, soll manschreiben, daß er den Gefangenen lcdig lasse, sofern sich seiner Worte halben nichts weiter findet, v. Aufdiesem Tag sind die aus dem Vrcgcnzerwald und von Dornbirn erschienen, und haben eröffnet, sie seienhier, wie das im Feld angesehen worden, und wollen die Hälfte des Brandschatzes sofort in Rorschach