596 März 1499.
Thurgau und gegen Konstanz soll jedes der neun Orte 199 Mann schicken, wozu dann aus dem Thurgauso viele Mannschaft zugesetzt werden soll, als nothwcndig ist. «I. Der Zusatz im Rhcinthal soll bleiben,wie er angeordnet ist, nämlich ans jedem der Vit Orte 29 Mann, 59 von St. Gallen der Stadt, 59 vonAppenzell. Dazu soll ihnen St. Gallen das Büchsenpulvcr geben, das ihm von unscrn Feinden gewordenist, und für Bnchsensteinc und Anderes in gemeiner Eidgenossen Kosten sorgen, v. In die GrasschaftSarganö soll jedcö der Vit Orte, denen sie gehört, 19 Mann schicken, Glarns soll die >59 Mann, dieeö nach Baden geben sollte, der bessern Gelegenheit wegen dorthin senden, wogegen Brcmgartcn,lingcn und die Aemter wie obstcht 59 Mann nach Baden geben, Ifl. Glaruö soll in gemeiner EidgenossenNamen sammt dem Vogt zu Sargans Mahcnfeld und was dem Herrn von Brandis gewesen und ftsftan sie gekommen ist, bewahren, zx. Die IV Schirmortc des Gotteshauses St. Gallen sollen jedes d>c>geschickte vernünftige Männer nach Rorschach senden, um daselbst mit den Gottcshansleuten Wache zuhalten. Ii. Jedes Ort soll die Zusätze, die ihm durch obige Verfügungen auferlegt sind, sofort am'ziehen und ohne Verzug an den Ort ihrer Bestimmung senden. I. Dem Landvogt im Thurgau undAndern, wo cö Noth thut, soll geschrieben werden, daß man den Bischof von Constanz mit seinen Gntc>uund Schlössern unangefochten und unparteiisch lasse, doch unter der Bedingung, daß er die Vereinigungan den Eidgenossen halte. It.. Auf nächstem Tag soll man Antwort geben, wie man sich der Sache deoHerrn von Brandis wegen, der zu NappcrSwhl liegt, verhalten wolle. I. Da der Vogt von Badenkrank gefallen ist, so soll Ammann Zclger sofort seine Herren auffordern,' einen Statthalter der Vogte'nach Baden zu schicken. Dazu ist beschlossen, Untcrwaldcn und Zug sollen unverzüglich ihre Büchsen berausschicken, damit sie an den Enden, wo eö nothwcndig wird, gebraucht werden mögen, i». Der Bisch"und das Capitcl von Eonstanz bitten um Freilassung des auf dem Zug ins Hegau gefangenen Dompr"^zu Constanz, als einer geistlichen Person, welche der Krieg nicht berühre. Auf nächstem Tag will '»audarüber antworten, i». Die Botschaften von Bischöfen und Städten der Niedern Vereinigung begebt'man möchte ihnen erlauben, friedliche Mittel zur Beilegung des waltenden Krieges zu suchen und all<mvordcrst einen Wassenstillstand in Vorschlag zu bringen. Und als man nach allerlei Rede ihnen erklärhat, wenn sie von der Gegenpartei etwas erlangen könnten, so möchten sie cö uns mitthcilcn zum Bn> 'an die Obrigkeiten, so haben sie sich erboten, selbst nach Constanz zu reiten, in der Sache ihr Möglich! ^zu thnn und von dem Ergebnis; uns wieder in Kenntnis! zu setzen. «». Jeder Bote soll heimbringt» d>"Bitte derer von Schaffhauscn, man möchte den Grafen Erhard von Thcngcn, der sich mit seiner Herrsch"mit ihnen zu ewigem Bnrgrccht verbunden habe, nicht ferner beschädigen lassen, zumal seine M»^'die alte Frau von Thcngcn, die viele Jahre lang eingesessene Bürgerin zu Zürich gewesen, für dasauf die Herrschaft Thcngcn angewiesen sei. y». Da aus dem Hegau und der Umgegend viel Kornanderes nach Schaffhauscn und Dießenhofen geflüchtet ist, so wird beschlossen, es soll nach altemkommen solches geflüchtetes Gut, es gehöre Freund oder Feind, geschirmt, und nur im Fall ma» ftSpeise und Nahrung dessen bedürfte, um einen bescheidenen Pfenning davon gebrauchtq. Heimbringen das Begehren der zwei Bunde in Chnrwalden, man möchte ihnen einen Zusatz '» ^Walgan und die eroberte Landschaft schicken, auch ihnen einige geschickte Knechte wider das Ctsclss"'"zuziehen lassen, r. Der Abschied dieses Tagcö soll den Vögten von Sargans und Nheincck, ^als Antwort auf ihre Schreiben nöthig ist, mitgcthcilt werden. «. Jeder Bote weiß auch zu erzähl'wie die Botschaft des Königs von Frankreich, der Bischof von SenS und Herr Nigot D 'Oriclli,