Druckschrift 
3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
Entstehung
Seite
582
Einzelbild herunterladen
 

382

September 1498.

f. Dem Bischof von Ehur hat man geschrieben, er möchte dafür sorgen, daß die armen Leute aus demBann kommen. Schwhz hat dem Grafen Georg zugesagt, ihm mit Leib und Gut bcholfcn zu sein,daß er zu einem ziemlichen Rechte komme. Ii. Ein anderer Tag wird angesetzt nach Zürich auf Sonn-tag nach Michaelis nächstkünftig < 30. September).

<»!?>.

Bern.

17. ^eptetnher lMontag nach »ruciz viiillgti»»,»),

TtaatSarciliv Lucer» Allgemeine Abschiede, 0. ZZZ, Staatsarchiv Zürich Allgemeine Abschiede, II, liliZ,

». Der römischköniglichcn Majestät Anwälte haben ihre Crcdenz vorgelegt, und darauf angebracht,es sei ohne Zweifel den Eidgenossen wohl im Wissen, wie schon mehrmals zwischen ihrem Herrn u»ddem Könige von Frankreich Krieg gewaltet habe über einige Theilc des Hcrzogthums Burgund, welche derletztere ohne alles Recht von Oesterreich abgezogen und wie schon mehrmals darüber abgeschlossene nudauf das heilige Sacramcnt beschworne Verträge und Vergleiche von den Franzosen, die sich durch Zulaufeidgenössischer Knechte in dem widerrechtlichen Besitz erhalten, nicht beobachtet worden seien. Ja sogar, bader römische König der Eidgenossen Knechte, die mit dem König von Frankreich zu Neapel und Novarragewesen, zu ihrem verdienten Sold habe verhelfen wolleil, feien andere Knechte der Eidgenossen dawiderden Franzosen zugelaufen und bei diesem Anlaß sei dem Herrn von Vcrgier und ander» Untcrthancn desrömischen Königs übel mitgespielt worden. Das Alles sei wider die Ordnung und die Gebote Gottes?denn die Rechte geben dar, welche Pön diejenigen treffe, die dem Reiche widerwärtig seien und »»'der Papst könne sie davon ledigen. Da nun der König als ein Haupt der Christenheit und der dcutlche»Nation dem gewaltsamen Vorschrcitcn des Königs von Frankreich Widerstand thun wolle und selbst uacbBurgund gezogen sei, so fordere er die Eidgenossen als Glieder und Verwandte des Reiches auf,Knechte aus Frankreich abzufordern und ihm 4000 Mann Zuzug zu schicken: dessen wolle er ihnen stets >»Gnaden eingedenk sein. Da aber nicht von allen Orten Boten erschienen, die anwesenden meist der Mci»»"ösind, das königliche Begehren an ihre Obrigkeiten zu bringen, dabei aber doch die Ansicht waltet, »wchlichstcn Fleiß anzuwenden, damit die in beiden Heeren befindlichen eidgenössischen Knechte nicht an cinaudokommen, so wird beschlossen, auf nächsten Sonntag (23. September) sollen alle Orte ihre Boten st'Lnccrn babe», um mit Vollmacht über eine Antwort an den römischen König, über die Maßregeln griff"das Znsammentreffen der einander gegenüber stehenden Knechte und über eine allfällig zu versuche»^Vermittlung zwischen beiden Königen zu rathschlagen. I». Auf demselben Tag will man auch rathschfftff"über das von Eonstanz an Zürich ergangene Schreiben dcö gefangenen Priesters zu Schwerstatt wOff»'womit verlangt wird, daß man Ort, Tag, Monat und Jahr angebe, wo und wann derselbe die eingeklagt"Schmähwortc gegen die Eidgenossen gebraucht habe. Der Bote von Solothurn soll das Rcchtbfft»des Altschultheißen Cunrad Vogt auf alle Eidgenossen oder auf jedes Ort insbesondere an seine Heere»bringen zur Beantwortung auf den angesetzten Tag zu Lueern. «I. Ebendahin wird daö Anbringe» de'Boten von Appenzell, Ammann Schwendinerö wegen, gewiesen, v. Auf das Anbringen von Schwhz ""Glaruö, man möchte den Grafen Georg von SarganS bei dem früher abgeredeten Berichte schütze« ""sich verwenden, daß er aus der Acht komme, wird beschlossen, mit den gegenwärtig anwesenden kön'g