August lT98.
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Inen sürgehalten vnd anbcgert ist, das sy die stowen des gotzhus Rottcnmünster des burkrechtcn erlasse», ouch die Iren der Eiden,darin sy Sy gedrungen haben, ledig zellcn sollen, des sich die selben von Notwyl hoch besweren, vermeinende solicher Anzugbnschuldig zu sin, dann sich solle nit erfinden, das sie weder die stowen zu dem Burkrccht, noch die Iren z» einichen Gclüptcnaber Pflichten gctrengt, sunder haben sy das gutwillig angenommen, wie dann dasselb gotzhus Rottenmünster ycweltcn by der StattAotwyl gewesen sye. Darumb Inen sollicher Abschied oder bericht in dem Artikel anzuncme» keineswegs füge, denn dadurchbekannten sy sich merklichs vnsugs zu Verletzung Zres glimpfs vnd grossen nachtheil der Rcchtvertiguug zwischen Inen Hangende,auch zu abbruch Ir Rcchtunge, So sy vnvordenklich in sölichem Gotzhus gehabt vnd vom heiligen Rieh loblich erlangt vnd har-bracht haben. Daruff gemeiner Eidgnossc» Sandtbotcn by disenr tag Zürich versammelt, vndertenig bitt ist, die künigliche MajestätWelle mit Gnaden darin seche», solich bcswärung hin tun vnd miltern, also das eS der Stat Rotwyl zu erliden sye vnd nitdestermindcr die gütlich Handlung In obgemeltem Abscheid beredt, geschechen lassen, guter Hoffnung, das die Parthye» aller Irrungvereint vnd betragen werden. Zum andern, als Hermann Swendincr wider Ammann vnd Landlüt zu Appenzell einen Proceß amllänimergericht erlangt vnd exequieren lassen hat, Inhaltendc das die von Appenzell vff etlich beswcrung Im zuerteilt, demselbenswendincr zweitusent drühundert drißig vnd anderhalben Gulden zu geben schuldig sin solle», zusampt etliche» schulden vnd Brief-kostcn, die Im vorbehalten sind. Des sich gemeiner Eidgenossen Sandtbotcn hoch bcftvmde», angcsechen den Abscheid Vergangensaars darumb by der künigliche» Majestät zu Wbrugg abgeredt, den gemeine Eidgenossen demnach Zr künigliche Majestät zugevallen vnd »ach Zr bcger angenomen, ouch Zr den zugcschriben haben, Inhaltend, das sy den gemcldten Swcndiner alls sind^uteö Insetzen, ouch das band Appenzell vnd gemeine Eidgnossschaft darin sicher zu wonen vnd zu wandeln eroffnen vnd er daruffWyler liebung am Kammergericht »it gebruchen noch vcrrer proccdiren solle, wie dann obberürter Adscheid das cigenlich meldet,sölich Zuschriben die künigliche Majestät damals zu Dank angenommen vnd gemeinen Eidgenossen wider schriftlich geantwortet hat,Wlichs mit gnaden zu erkennen, in Meinung, den genanten Swendincr sines fürnemens damit abzustellen, zu dem, das die vonAppenzell Zr erber Botschaft deßhalb zu dem selben Swcndiner geschickt vnd sich vor Im gegenwürtenklich ouch erboten haben,Glichen Adscheid zu erstatten, das alles vcracht vnd sölich beswärung darüber vsgangen. Daruff gemeiner Eidgenossen Bitt ist, dasbw künigliche Majestät den gemelten Swendincr wisc» welle, dem abgedachten Abscheid zu leben vnd sin vnbillich fürnemen abzustellen,iudein das sin sollich behalten mit Eiden geschehen, bi denen so sincr gut wüssen haben, seltzcm zu hören ist, dann sich wird nicmereffmden, das er all sin tag ye vbcr den Vierden teil des guts, so er behalten, gehcbt habe. Dan» sin gut weder durch gemeine^ldgciwssen noch die von Appenzell keineswegs angerürt, sunder sincm Eelichen Bruder, iin Land Appenzell wohnhaft, gelassen ist,^r darumb Rechnung geben wird, deßhalb gemeine Eidgenossen sich des angenomcnen vnd zugeschribncn Adscheids halten vnd sich inwttcr Handlung nit füre» lassen wellen, nachdem sy die von Appenzell hari» vertrete» söllen. Zum dritten der Acht halb, dar Inverr Gras Jörg von Sargano denuncirt vnd aber vergangner tagen abgeredt vnd zugesagt ist, Inn deren zu absoluiren, ist abermalsgemeiner Eidgenossen demütig bitt, die künigliche Majestät wolle solichs noch gncdenklich erstatten, wie dann vff dem tag zu Friburgsechst abgeredt was, das die künigliche Majestät durch Zr Rätt ycz darumb völlig Antwurt geben loltc."
iill.
F r e i b u r g.
17. Auguff <Frcitag nach Karin,.
Staatsarchiv Frciburg: Abschicdband Nr. t.
Die Boten von Bern und Solothnrn erscheinen vor dem Rath zu Frcibnrg, NM in Gemäßhcit dcöEbschieds der acht Orte zn Zosingcn (siehe über ihre Streitigkeiten in Betreff des Zolls zn Aar-
u. s. w. ferner zu verhandeln. Solothnrn eröffnet seine Antwort; Bern hat keinen Befehl weiter, als^zuhören. Es wird ein anderer Tag gesetzt wiederum vor den Rath zn Frciburg ,, von hnt vber riiijzu rechter ratzit".