Mai l497.
537
Flüe erbietet sich, dem Jost von Silincn um alle Stücke Recht zu stehen, doch nur vor seinem ordentlichenRichter. «I. „Jcklicher Bot, so in discm Rechten sizet, sol vf den xj tag brachmanotö widcrumb zuhaßte sin vnd die vrteilen vnd proccsicn siglcn." v. Jeder Bote weiß, was man unscrn Bnndgcnossenvon Wallis geschrieben und was man dem Vogt Letter aufgetragen hat, mit unscrn Eidgenossen vonLucern zu reden.
»7R.
Zürich.
29. Mai (Montag nach Corporis Christi?.
TtaatSarckiv Zürich - Allgemeine Abschiede. II. 266.
Boten: Zürich. Heinrich Röist, Cunrad Schwcnd, Neu- und Altburgermeister; Heinrich Göldli,Ritter; Felix Brcnnwald. Bern. Caspar Hezcl von Lindnach. Lucern. Hans Snnncnberg. Ilri. Jacobze Ebnit. Schwhz. Dietrich in der Halten, Altammann. Untcrwaldcn. Vogt Ambül. Zug. HansMchcnbcrg. Glaruö. Rudolf Stucki, Venncr. Freibürg. Benedict von Arrchs (sie). Solothnrn.Niclaus Cunrat, Schultheiß.
Die Fürsten und Städte der Niedern Vereinigung sind bcschieden auf den Tag der Jahrrcchnungzn Baden, Ilm auf das durch unsere Botschaft an sie gestellte Ansinnen Antwort zu geben. I». HeinrichGöldli, Ritter, und Venner Stucki berichten über die Antwort, die sie als gemeiner Eidgenossen Send-boten bei Herzog Albrccht von Bayern, Herzog Eberhard zu Württemberg, den Städten Nürnberg,Augsburg, Ulm und Constanz erhalten haben und rühmen die freundliche Aufnahme, die sie gefunden,e. Jedem Boten ist das Anbringen der Stadt St. Gallen bekannt in Betreff des Angriffs, welchen derSpengler und seine Mithaftcn auf ein Kornschiff des Abts von St. Gallen auf dem Bodcnsee gemachthaben und wie die Sache durch den Comthur in der Mainau unter freundlicher Mitwirkung der StadtConstanz vermittelt worden ist. «I. Bern bringt an, cö halte dafür, daß in diesen unruhigen Zeitenes gerathcn wäre, eine Botschaft auf den Reichstag nach Worms zu senden. Wenn die Eidgenossen dieKosten scheuen und ihnen damit ein Gefallen geschehe, so wolle cö eine Votschaft auf seine Kosten dahinschicken. Es wird aber erkennt, bevor man Antwort auf den zn Lucern erlassenen Brief erhalten habe,sei es nicht füglich, eine solche Bötschaft zu senden; daher wolle man die Sache ruhen lassen bis zumTag zu Baden und dann je nach Gestalt der inzwischen eingetroffenen Antwort sich entschließen, v. DerSpäne und Irrungen wegen zwischen dem Pfalzgrafcn und der Stadt Straßburg wird, da die Parteienihren Streit auf gemeine Eidgenossen zu gütlicher Unterhandlung gesetzt haben, ihnen Tag verkündet nachBasel auf Sonntag nach Maria Magdalena (23. Juli). L. Der Abt von St. Gallen beschwert sichüber die Uebclständc, welche mit der Acht gegen die Stadt St. Gallen auch für ihn vorhanden seien,so sei ihm ein Kornschiff weggenommen, jedoch wieder zurückgegeben worden u. s. w. Wenn er etwaszu Abtrag der Sache mitwirken könnte, so würden ihn Mühe und Kosten nicht reuen. K. Es soll jederBote zur Beantwortung auf den Tag zu Baden heimbringen, ob man an den König von Frankreichschreiben oder eine Botschaft schicken wolle, „ es she dcS Bans halb, so der Legat zn Lindow vffgcschlagcndnd der küng zugesagt hat, vns des in sinen kosten zu erledigen, dcßglich ob wir iczt zu krieg kommenwürden, weö wir vns zu sinen königlichen Gnaden verstehen, ouch was hilf vnd trost wir an Im habensöllen". I». Denen von Rothwcil ist geschrieben, wenn auch ihre Sache noch nicht beseitigt sei, so sollen
68