Mai 1497,
535
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Luce r n.
"1^97, 47. (Mittwoch in den Pfingstfeicrtagcn),
TtnntSarchiv Liiccr»: Lurcrnrrabschicdcsaminlnnq, N. 77.
Voten: Zürich. Cunrad Schwend, Ritter, Bürgermeister. Bern. Vcnrich Hetzcl. Lucern. LudwigSeiler, Schultheiß; Peter von Alikon; Hans Grcppcr, des Raths. Uri. Vogt Muhcim. Schwhz.Ammann Rcding. Obwaldcn. Vogt Ambücl. Nidwaldcn. Ammann Zelgcr. Zug. Vogt Letter.Glarus. Amniaun Kuchli. Frciburg. Dietrich von Endlisperg. Solothurn (nicht angegeben).
Da der Bischof von Sitten vormals unsere Hülfe angerufen hat um Recht gegen seine Land-schaft Wallis, der dann auch geschrieben wurde, worauf aber keine Antwort erfolgte, als sie wollen dnrcheine Botschaft, die in Geschäften nach HaSle komme, weiter in der Sache reden lassen; so hat manauf diesem Tag den Zugesetzten, die nach HaSle kommen, aufgetragen, diese Antwort zu erwarten; sofernsie aber nicht kommt, so soll Luccrn eine Schrift bereit halten, um selbe au die Landschaft Wallis zusenden. I». Dem Peter Wollcb, welcher beim König von Frankreich verklagt war, er habe sich „parthischold mehlandisch machen wellen", woran ihm Unrecht geschehen, wird eine Empfehlung an den Königgegeben, er möchte seine Entschuldigung anhören, v. Ammann Zelgcr hat, wie auf dem letzten Tag zuZug, so auch heute wieder angesucht, man möchte den Kindern und Verwandten des Hans Schillinger sel.bcholfcn sein, daß der Herzog von Mailand ihnen wegen dessen Tod Abtrag thuc. Darauf ist erkennt,uian nehme sich der Sache nichts an, da Schillinger wider Willen der Eidgenossen in Krieg gelausenund da umgekommen ist. Wolle seine Verwandtschaft deshalb Unruhe anfangen, so soll man mit ihrreden. «I. Da der Bischof von Konstanz den Varnbülischcn Handel gegen St. Gallen angezogen hat,so hat man geantwortet, wie jeder Bote weiß. v. Auf diesen Tag ist Warnung gekommen, wie etlicheunruhige Knechte, deren nun allenthalben viele heimkommen, vielleicht auf den Zurzachcrmarkt einenAnschlag im Schilde führen. Hierauf wird dem Vogt von Baden aufgetragen, die Sache zu erkundigenWid nötigenfalls Maßregeln zu treffen. Auch soll jeder Bote heimbringen, daß man bis zum nächstenTag von Badcil bcrathschlagc, „wie mau die Vnscrn gcmehstcrn vnd vor solchen vffruren sin welle".
Auf Sonntag vor St. Ulrichstag (L.Juli) sollen in allen Orten der Eidgenossenschaft in hcrkömm-llcher Weise die Bünde beschworen werden. K. „Als dann vnscr lieben Eidgenossen von Fribnrg vndSoloturn anbracht habcnt, nachdem vnd dann SP in die Ewigkeit mit vns den acht Orten der Eidgno-schcsst mit pnntuiß vcrwant sint, die sh, ob Gott wil, in die ewigkcit trulichcn, als fromme Eidgnosscnhalten wcll(n, vnd dicwil nu sich die Zit, dz man die bünd swcrcn sol, ncchcrt, so haben Sh vnS Inhalt^'s bunds vß gutem herzen trülich vnd gern gesworcn, vnd aber etliche örter Inen hinwidcrumb nitÜvcrcn haben wellen, wo nu dz aber fürcr bcschcchcu vnd brucht werden söltc, mocht dz vnder Jr gemeindenduwillcn bringen vnd bcgcrcnt, damit es glich zugange, das man Inen nach Inhalt vnscr ewigen pündcn°uch swcren welle. Sol Jeder bott trcffcnlich heimbringen vnd Inen vff dem tag der Jarrcchnung zuBaden völlig Antwurt geben." I». Uebcr die vom Bischof von Konstanz nachgesuchte Vereinigung will>»au ebenfalls auf dem Tag zu Baden endliche Antwort geben, i. Die drei Orte Uri, Untcrwalden unds^ug erklären, ungeachtet die Stadt Constanz sich verändert und dem römischen König geschworen habe,werden sie ohne der andern Orte Wissen nichts gegen dieselbe vornehmen. Darauf hat man sie noch-