August 1496.
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wolle aber mit Nächstem eiue Antwort geben, welche die Eidgenossen befriedigen werde. I». Auf diesenTag hat der Herzog von Orleans den Eidgenossen geschrieben, es sei ein Bote, den der König vonFrankreich zu ihnen geschickt, unterwegs krank geworden, nun schicke er einen andern aus dem großenRath von Frankreich, mit Bitte, selben zn Lucern zu erwarten. Nun ist derselbe ans Dienstag vor Verena(R). Auglsst) wirklich erschienen und hat mit vielen Worten eröffnet, wie der König höre, daß von Mai-land und andern seiner Feinde die Eidgenossen von der Vereinigung mit ihm abgehalten werden wollen;er bitte aber bei dem, was man schriftlich versprochen, zu beharren, auch er wolle seine Versprechungtreulich halten, und wenn noch nicht alle Orte der Vereinigung beigetreten wären, so möchten sie esthun, er selbst wolle zum Beweis seines guten Willens ans Mitte August die Pension und daö Quartierbezahlen. Darüber zu antworten, soll man ans Mittwoch nach Verena (7. September) wieder zu Luccrn sein.
Zu ». Der Brief Meinrad Stadlers, des Vogts von Sargans, an Schwyz ist dem Abschied nachgeschrieben. Derselbe enthältBericht, wie er vernommen, daß zu Mals und Glurns im Etschland eine Taglcistung zwischen dem römischen König, dem Papst,Spanien, Neapel, Mailand und Venedig gehalten worden sei, einzig zu dem Zweck, die Eidgenossenschaft zu erdrücken. Auch derKönig von Frankreich sei heimlich einverstanden, selbst in der Eidgenossenschaft gebe es Orte, die mithalten, so Bern, Schwyz undObwaldcn. Auch habe der Pabst versprochen, den römischen König zu Mailand zum Kaiser krönen zu lassen, mit gleicher Wirkung,als ob es zu Rom geschähe u. s. w. Er habe daher in seiner Vogtei alle Kriegsläuse verboten, begehre weitere Instruction u. s. w.
S/t».
Lucern.
1^36, 8. Sepleinhei' (vnscr fron»» tag zu Hcrpst).
StaatSarciliv Lucern Luccrncrabschicdcsanimlung. o. KZ. Dtaatöarchi» Areiburg: Abschiede von Luccrn. Band Nr. 83.
Boten: Zürich. Felix Keller. Bern. Wilhelm von Dießbach, Ritter, Altschultheiß. Lucern. HansVuß, Ludwig Seiler, beide Altschulthciße. Uri. Walter in der Gasse, Altammann. Schwyz. VogtFlekli. Obwaldcn. Ammann Frnonz. Nidwaldcn. Ammann Zclger. Zug. Ammann Steiner.Glaruö. Ammann Kuchli. Frcibnrg. Franz Arscnt. Solothurn. Küffcr.
». Auf daö auf letztem Tag geschehene Anbringen der französischen Botschaft haben heute die Botenderjenigen Orte, welche mit dem König in Einigung sind (d. h. alle außer Bern, Schwyz und Obwaldcn)steantwortet, daß ihre Herren und Obern daö, was sie dem König verschrieben und besiegelt haben,halten wollen, wie sie erwarten, daß auch der König seinerseits seine Versprechungen Halten werde. Danun die französischen Boten ferner begehren, man möchte ihnen helfen, diejenigen Orte, welche bisher derVereinigung nicht beigetreten, auch noch zum Beitritt zu bewegen, so wird beschlossen, die Orte, welchein der Vereinigung sind, sollen Samstag nach des heiligen Kreuzes Tag (17. September) ihre Bot-schaften zu Lucern haben und von da den folgenden Tag nach Schwyz und Nntcrwalden ob dem Wald^stehen, um sie freundlich zu bitten, daß sie auch der Vereinigung mit Frankreich noch beitreten.
Schwyz bringt an, Obwaldcn habe vom Herzog von Mailand, Nidwaldcn vom König von Frank-reich Gefd erhalten; man besorge, daß da etwas Unfreundliches daraus erwachsen möchte. Beschluß: DieVoten, so dahin kommen, sollen auch hierin daö Beste thun. v. Der Bote von Mailand erklärt, derHerzog habe, etlicher Geschäfte wegen, ihm noch immer keine endliche Antwort zugeschickt. Er hoffe aber,dieselbe werde bald anlangen und befriedigend lauten. «I. Zu Schwyz soll man sich erklären über das
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