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Mai <496.
Z ii r i ch.
4^00, 5. Ä1?tU tMittwoch nach 0>»ci» liivvnlionis),
Staatsarchiv Lnccr»^ Allgemeine Abschiede. 0. ZI5.
tt. Einige Knechte machen Ansprachen all den Herzog von Mailand eines vermeinten BrandschajzeSwegen. Deö Herzogs Botschaft hat sich anerboten, ihnen vor den X Orten Recht zu stehen. Deshalb fitTag gesetzt nach Luccrn auf Dienstag nach Pfingsten (24. Mai). Daselbst sollen der X Orte Boten ersteine Vereinigung in Gute versuchen, und sofern selbe nicht zu Stande kommt, nach Recht entscheiden-I». Der Vogt im Rhcinthal soll die Kundschaften und den GcrichtShandcl zwischen Ammann Vogler undseinen Widersachern ans die Iahrrcchnnng nach Baden bringen. «. Auf Anbringen HanS Rudolf ScgcnserS,deö Vogtö zil Klingnatt, betreffend seine Ehefrau Johanna von Ningoltingen, die ihn ohne Ursache ver-lassen hat und nicht zil ihm zurückkehren will, wiewohl sich erfunden, dasi er mit ihr nicht anders den»ehrlich hausgehalten und wiewohl sie eheliche Kinder mit einander haben, ist erkennt, dasi er ihre Gülte»und Güter nach den Briefen, die er darüber hat, inne haben, nutzen und nicsicn soll, von nicmandc»gehindert. Und wenn sie zu ihm zurückkehren will, so soll er sie gütlich empfangen und halten »»^seinem Erbieten. Will sie aber ungeachtet dieses Spruchs auf ihre Forderung und Ansprache gegen >b»nicht verzichten, so mag sie ihn darum suchen vor geistlichem oder weltlichem Gericht, wo solches hi»-gehört. «I. In Betreff deö Mangels und der Gebrechen, die nun seit langer Zeit im GottcShauS AZUtingen gewaltet und worüber schon oft verhandelt worden ist, wird erkennt, dasi es bei dem zu Lucer»jüngst gcfasitcn Beschlusi verbleiben und der Prior ansicr dem GottcShauS sein soll, eö sei den», ^derselbe durch den Abt von Salmanöwcilcr wieder dahin verordnet werde. Auf der nächsten Jahrrcch»»uözu Baden soll dann ein Tag festgesetzt werden, wo man in Beisein deö AbtS von SalmanSwcilcr, als de?geistlichen Obern, im GottcShauS Wcttingcn Rechnung abnehmen und bcrathcn soll, wie dem GottcShauSzu helfen sei. «. Auf Anrufen deö Ulrich Zipp ist denen von Schaffhauscn geschrieben, sie möclMdaran sein, daß ihr Bürger Andreas Vogt dem Urtheil nachlebe, daö Zipp gegen ihn erlangt HabF. Auf diesem Tag sind erschienen der Päpstliche Legat, auch deö römischen und des hispanischen Kö»>ö^und der Herzoge von Venedig und Mailand Botschaften mit dem gemeinsamen Begehren, mit unSgenossen in Vereinigung zu kommen, sofern wir uns nicht bereits gegen den König von Frankreich ^pflichtet hätten. Was sich der König von Frankreich gegen uns erboten, daS wollen sie auch thn» uunoch mehr. Namentlich wollen sie jedem Ort 5<)i1 Franken mehr geben als der König von Frankrcuh'Wollten wir aber darauf nicht eintreten, so möchten wir nnö doch keines ThcilS annehmen, auch dau»usoll nnö etwas licbcö geschehen. Sie wollen in diesem Fall, wenn wir nnscrc Knechte dem Könige »a»Frankreich nicht zulaufen lassen, die nächsten vier oder fünf Jahre jedem Ort 590 Gulden gebe».soll jeder Bote an seine Herren und Obern bringen und darüber antworten auf einem Tag, der »^'Zürich gesetzt wird auf den Sonntag nach der Pfingstwoche (29. Mai). Mit des römischen Kb»'issNäthcn ist auf diesem Tag insbesondere geredet über folgende Punkte: i) Der Anfechtung wcge», ^St. Gallen und Appenzell zu erdulden haben von des Varnbülcrö Sohn und Ammann Schwendiu"''welche Sache die Eidgenossen berühre, da sie St. Gallen und Appenzell zu vertreten haben. Möcht"'die Näthe bewirken, dasi Graf Georg von SarganS von der Acht absolvirt werde, wie solches im