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erwiesen haben, seien in Unterhandlung mit dem König von Frankreich; sie ersuchen, man möchte siegleich einem eidgenössischen Ort in die Projectirte Vereinigung eintreten lassen. Das soll jeder Bote heim-bringen. I. Da dem Legaten und der Botschaft des römischen Königs auf die Anbringen, so sie früherauf dem Tag zu Zürich gethau, bisher noch nicht geantwortet worden ist, so wird beschlossen, es sollendie Boten Dienstags nach dem Maitag nächsthin (3. Mai) mit voller Gewalt zu Zürich sein, um aufjene Anbringen zu antworten. Zürich soll in der Eidgenossen Namen dem Legaten und der römisch-königlichen Botschaft den Tag verkünden, i»». Damit die Zwistigkeitcn zwischen Uri, Untcrwalden undZug einerseits und der Stadt Konstanz anderseits ausgeglichen und Konstanz abgehalten werde, in denschwäbischen Bund zu treten, ist, da die Sache keinen Verzug erleidet, auf diesem Tag beschlossen, diedrei Orte nochmals zu bitten, daß sie den Handel gemeinen Eidgenossen übergeben möchten. Zu diesemZwecke sollen Luccrn, Schwhz und Glarus ihre Botschaften am Maitag zu Uri und Obwaldcn, Sonntagsvor dem Maitag zu Nidwalden und Zug vor den Gemeinden haben und ihnen vorstellen, wie viel denEidgenossen an der Beilegung dieses Handels und an der Herbeiführung einer ewigen Verbindung mitKonstanz gelegen sein müsse. Zug soll seine Gewalt und Gemeinde auf den nächsten Sonntag vor demMaitag versammelt halten, um der Eidgenossen Voten anzuhören.
Schloß Wartenstein bei Pfäfers.
4490, 12. April (Zinsiag vor St. Tiburiii und Valeria»! Tag).
Wcgclin, Pfäftrscrregcstcn. Nr. 7l!Z.
Im Namen der VII regierenden Orte nehmen Boten von Zürich, Uri, Schwhz und Glarus im Bei-sein des Convents und anderer ehrbarer Leute, vom Abt Melchior von Pfäfers Rechnung ab, und gebenihm, übereinstimmend mit allen Anwesenden, das Zeugnis, daß er die Verwaltung des Klostcrvcrmögcnstvohl geführt habe.
Rheinau.
4490, 14. April (Donstag nach guasimock» ßvnili).
Staatsarchiv Zürich: Allgemeine Abschiede. II. A4.
Die VII den Thurgau beherrschenden Orte.
Der Abt von Rheinau eröffnet in Gegenwart der Boten der VII Orte und der Vicaricn dcö Bischofsvon Constanz, da er durch die Fügung Gottes blind geworden, habe er im Gefühl, daß es ihmunmöglich sei, das Regiment des Gotteshauses ferner zu führen, seine Würde niederlegen wollen, derKonvent jedoch habe darauf nicht eintreten wollen; daher sei er genöthigt, einen Pfleger zu ernennen,bor ihm verantwortlich, in geistlichen und weltlichen Sachen an seiner Statt das Regiment führe. Zueinem solchen hat der Abt ist Gegenwart der Constanzcr Vicaricn, der eidgenössischen Boten, des Abtsvon St. Gallen und des Konvents von Rheinau erwählt den Herrn Matthias Stucheler, den er demBischof und den vii Orten als Kastvögtcn empfiehlt. Die Boten der Eidgenossen sagen ihm ihren Schirm!u, und ermahnen auch den Konvent, sich darein zu schicken.