Juni 1495.
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Herzog von Mailand zn vermitteln aufgetragen haben, sei von Mailand hcransgekommcn und melde,der Herzog wäre geneigt, sich mit ihnen nach Billigkeit zn richten, die alten Capitel zu erneuern undjedem Ort jährlich IVOll Ducatcn Pension zu geben. Er werde auch, wenn man dazu sich bereitwilligZeigte, einen Boten hcrausschicken mit Vollmacht, alle diese Sachen in Ordnung zu bringen. K. Deralte Hauptmann von Schwhz soll in Gegenwart einer Botschaft deö Abts von St. Gallen den IV OrtenRechnung ablegen. I». Auf den oben angesetzten Tag zu Luccrn soll in Betracht der Wichtigkeit derGeschäfte, die da zu verhandeln sind, jedes Ort zwei Boten senden.
I». nach dem Zürchercxcmplar.
Lu cern.
44115, 23. Zum cZinstag nach Corporis Christi).
Staatsarchiv Luccrn: Lucerncrabschiedcsammlung. 0. ->7. Staatsarchiv Zürich: Allgemeine Abschiede, ll. 170.
Boten: Zürich. Cunrad Schwcnd, Ritter, Burgermeister; Jacob Dig, deö Raths. Bern. Wil-helm von Meßbach, Ritter, Altschulthciß; Anton Schönt, deö Raths. Lnccrn. Hans Ruß, Schultheiß;Werner von Meggen, Altschulthciß; Peter von Alikon; Niclaus Rizzi, des Raths. Uri. Walter in derGasse, Ammann; Ammann Beroldinger. Schwhz. Vcnrich Wagner; Vogt Ulrich. Obwaldcn. AmmannZunhofcn. Nidwalden. Ammann Zclgcr. Z n g. Werner Steiner, Ammann; Schreiber Letter. Glarnö.Ammann Ebli. Freiburg. Der Venncr. Solothnrn. Urs Biß, Venncr.
n. Die Votschaft deö römischen Königs und gemeiner Chnrfürstcn, die ans diesem Tag erschienenbringt Folgendes an: Wie schon in vergangenen Jahren der grausame Wnthrich, der Türk, mit einemgroßen Heerzug unter vielem Blutvergießen zur Vertilgung des christlichen Glaubens in deö Königs erblicheHände „gan Grabatan" (Kroatien) eingebrochen, so wiederhole sich jetzt dieser Zug des Türken in daö Land«Grabatan" zu großem Schaden der christlichen Kirche und des römischen Reichs, wenn ihm nicht kräf-tiger Widerstand geleistet werde. Ebenso sei der König von Frankreich in vergangenen Tagen durchItalien gezogen und habe den heiligen Vater zwingen wollen, ihn als römischen Kaiser zu krönen. Diesesder Kirche und der deutschen Nation schädliche Unternehmen zu vereiteln, wolle er, der römische König,"un auf den Wunsch und Willen der zu Worms versammelten Churfürstcn, Fürsten, Grafen und andererttntcrthancn des Reichs persönlich nach Rom ziehen und die Kaiserkrone daselbst empfangen. Dazu ver-enge er von den Eidgenossen, die nicht für die „minstcn", sondern für die höchsten der Unterthancndes heiligen römischen Reichs gehalten werden, mit den Churfürstcn, Fürsten u. s. w. die Stellung vontti.Wl) Mann, mit Hauptlcutcn und allem Röthigen verschen, auch Zurückrufung der Knechte, die demHerzog von Orleans zugelaufen sind. Ferner sei der römische König unterrichtet, daß zwischen Lucerndem Hcrzogthum Mailand ein Streit obwalte. Diesen anerbietet er sich unter Mitwirkung der Chur-jurstcn, Fürsten, Grafen, Städte u. s. w. gütlich zu Ende zu führen. Endlich erklärt er, wenn die Eid-ilniossen eine Vereinigung mit ihm abzuschließen geneigt wären, sich bereit, dieselbe sofort abzuschließen oder^rr, wenn cö ihnen jetzt nicht füglich sei, später seine Botschaft zu schicken, sobald es ihm verkündet^erdc. Auf alle diese Anbringen ist der königlichen Majestät Botschaft mit freundlichen Worten abgefertigt"wrdcn: es sei den Eidgenossen die Widerwärtigkeit deö Türken leid und es werde sein Unternehmen billig