März 1495.
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ZOO.
Zürich.
4-495, 13. Mstvj (Freitag nach Gregoriii.
Staatsarchiv Luccrn- Allgemeine Abschiede, 0. lS7.
Die fünf Orte „mit sampt" Frciburg und Solothurn.
». In dem Handel, den etliche Knechte der drei Orte Nri, Unterwalden und Zug wider die StadtKonstanz vorgenommen, wird aus verschiedenen Ursachen beschlossen, daß die fünf Orte nochmals ihreBotschaft zu den drei Orten schicken sollen, vorerst mit ernstlicher Bitte, den Handel abzustellen, die>»i Feld gemachten Anlaßbricfe herauszugeben und davon keinen Gebrauch zu machen. Wenn die Bitteerfolglos bleiben sollte, so sollen die Boten bereits die versiegelten Mahnungen, wie die zu Lneerngestellt sind, bei sich haben und mit einander übergeben. Man soll sich diesfalls zuerst an Unterwaldenwenden. Und damit die fünf Orte gemeinsam handeln und sich nicht von einander trennen, so sollendie vier Orte Zürich, Bern, Lneern und Glaruö nächsten Mittwoch Abends ihre Boten zu Schwhz haben,Tags darauf vor den Rath daselbst treten und bitten, daß Schwhz seine Boten mit gleicher VollmachtZu ihnen ordne. Von da sollen dann die Boten gleich nach Unterwalden hinüber fahreil, um diesenAbschied zu vollstrecken. Nach Obwalden ist geschrieben, daß sie ans Samstag vor dem Sonntag Oeuli(21. März), nach Nidwaldcn, daß sie Tagö darauf, am Sonntag (22. März), ihre Gemeindendeshalb beisammen habeil. Muß man die Mahnbriefe übergeben, so sollen die Boten Gewalt haben,selbe durch einen laufendeil Boten nach Uri und Zug zu schicken, damit sie nicht selbst dahin gehenwüsten. I». Den Appcnzellern wird ans ihr Verlangen Hülfe und Rath in ihrer Widerwärtigkeit gegenAminann Schwendiner versprochen, auch dem Vogt im Nheinthal aufgetragen, über seine Irrungen mitihnen Bericht zu erstatten, v. Der neu erwählte Herzog von Mailand läßt durch eine Botschaft dieEidgenossen seiner freundschaftlichen Gesinnungen versichern und anerbietet ihnen unveränderte Erneuerungund Bestätigung der bestehenden Capitel. Die eidgenössischen Boten aber vermeinen, die alten Capitclüien ihnen in Betreff der Zollfreihcit günstiger gewesen als die letzten, und sie wollen lieber bei derulten Freiheit bleiben. Ebenso verlangen Freiburg und Solothurn, auch in die Capitel aufgenommenZu werden. Lucern hat sich von der Sache gänzlich fern gehalten, auch der Abt' von St. Gallen undwuige besondere Personen haben Klagen und Ansprachen an den Herzog von Mailand und die Seinendargebracht. Da die mailändischen Boten über all das keine Vollmachten hatten, so hat man nicht weiterdüt ihnen unterhandelt, sondern ausgemacht, daß beide Theile die Sache an ihre Herreil bringen mögen.
Auf nächstem Tag soll man über die Mittel bcrathcn, das Gotteshaus Wettingcn vor gänzlichemverfall zu schützen, v. Hansen von Mumps ist Gewalt gegeben, mit der Käserin zu Baden zu verkommenu»i die Gült, so nach Abgang der Frau Escher von Zürich an sie fallen soll und ihr ein Leibding dafüriu geben.
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