Juni 1494.
461
482.
Luc er«.
27. Juni (Freitag nach Johann Baptist).
Staatsarchiv Lucern: Luccrnerabschicdcsammlung. 0. ZZ.
Boten: Zürich. Felix Keller. Bern. Bartholomäus May. Lucern. Ludwig Seiler, Schultheiß;HauS Nuß; NiclauS Rizzi. Uri. Walter in der Gasse, Ammann. Schwyz. Ulrich Ausdcrmaur, Alt-ammann. Unterwaldcn. Fuchs. Zug. HanS Meyenbcrg. Glaruö. Bogt Toldcr.
»». Da die Knechte in der Eidgenossenschaft sich erheben und gegen den König von Neapel ziehen,so hat man auf diesem Tag ernstlich bcrathen, wie man dieses Gcläuf abstellen möchte, und beschlossen,daß sofort an die Knechte, die sich in Varscll (Bcrcclli) sammeln, eine Botschaft abgeschickt werde, um sie zuermahnen, von ihrem Vorhaben abzustehen; den gehorsamen wolle man verzeihen, ungehorsame dagegensollen „zu ewigen Ziten nicman weder gut noch schaden sin". Gleichzeitig wird dem König von Frank-reich geschrieben, daß er nach Inhalt der Vereinigung keilten der Unsrigcn mehr in Sold nehme, dieHauptleute, die bei ihm sind, verabschiede, oder den Eidgenossen die Vereinigung wieder herausgebe.?». Auf das Anbringen von Schwyz, daß neue Blanken, savoyische.und andere schlechte Carlin und neuesMailändergeld ins Land kommen, ist Zürich und Lucern befohlen, solche Münzen aufzusetzen und denBefund wieder an die Eidgenossen zu bringen.
483.
Ein siedeln.
449H, 15. Juli (Dienstag vor Alexis).
Staatsarchiv Lnccru: Missive.
Der Eidgenossen Boten von Uri, Schwyz, Unterwaldcn, Zug und GlarnS, des Zolls zu Klotenwegen, auf dem Tag zu Einsiedel,! versammelt (wie auch die von Zürich), bitten den Nath zu Luccrn,er möchte nebst dem Schultheiß Seiler auch den Hans Nuß, welcher in diesem Handel von Anfang angearbeitet und dessen vor Allen kundig sei, auf diesen Tag sofort abordnen; die Kosten dafür werdenvorab aus der Büchse zu Baden bestritten werden; man wünsche, daß er schon am folgenden Abendeintreffe.
484.
Ein siedeln.
449H, 16. Juli (Mittwoch nach Margarethe).
Staatsarchiv Zürich: Allgemeine Abschiede. II. li«>.
Der Landvogt im Thurgau meldet, Sara, die Jüdin, welche sich jenseits des Rheines aufhält,habe nach dem Tode eines armen Mannes zu Ermatingcn dessen Erben um 18 Gulden angesprochen und"w eine ziemliche Summe Gut vergantet, um sich bezahlt zu machen. Am Gericht habe sich dann aberPfunden, daß der Verstorbene ihr nur 9 Gulden schuldig gewesen. Deshalb habe er alle Forderungenher Jüdin im Thurgau mit Beschlag belegt. Auf dem Tag zu Luccrn auf Jacobi soll man antworten,