Druckschrift 
3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
Entstehung
Seite
460
Einzelbild herunterladen
 

460

Ende Mai oder Anfang Juni 1494.

und überhaupt keine Pfründen in der Eidgenossenschaft anzufallen. «Zq. Zürich soll seinem Nachrichtcrsagen, der überflüssige Aufwand, den er mache, wenn er vom Vogt nach Baden berufen werde, mißfalle denEidgenossen; man habe den Vogt angewiesen, fürdcrhin ihm nicht mehr zu geben als 5 Schilling für Rcit-und Noßlohn, 5 Schillingfür die hcntschu" und 14 Schilling für seine tägliche Zchrung. >» ^dem Tag zu Luccrn soll man das Schreiben Herrn Sigmunds von Frcibcrg, derer von Altstetten wegen,anbringen. Peter Wüst ist einiger Reden wegen, die er auf Markus Giger von Straubcnzcll gethan,ins Gefängnis gekommen und mit Urthcil zum Feuertod vcrurthcilt worden, welches Urthcil ihm von unsdahin gemildert worden ist, daß ihm das Haupt soll abgeschlagen werden. Nun hat sich aber unter demgemeinen Mann eine Rede erhoben, als ob dem Wüst Unrecht geschehe, indem er sich in daö Urthcilnicht ergeben, sondern den Beweis der Wahrheit anerboten habe. Daher wird dem Vogt befohlen, dieRichter nochmals zusammen zu berufen und zu Straubcnzcll Erkundigung über des Gigcrö Leumundeinzuziehen. Je nach Ergebnis soll es dann beim frühcrn Urthcil bleiben oder nicht, tt. Zwischen demPrior von Sion und der Christina Vischlin ist entschieden, daß der Prior den Eidgenossen 56 Guldenzu Buße und der Tochter zu den schon gegebenen 12 Gulden noch 13 Gulden an ihre Schmach gcbcusoll. Dem Bischof von Konstanz soll dieses an seiner Buße unschädlich sein. im. Untcrwaldcn solldem Vogt Kretz bedeuten, daß er über die Verwaltung der Vogtei in den Aemtcrn specisicirte schriftlicheRechnung zu geben habe, anders könnte man daran nicht Gefallen haben, cS auch anderer Vögte wegennicht zulassen, w. Zwischen der Kirche zu Eggenweil und Nndi Schund im Winkel, Heini Tegwilcrund andern wird nach Laut des JahrzcitbuchS entschieden. Zürich soll mit Herrn Heinrich Schwarz-

murcr reden, daß er seine vermeintliche Appellation gegen die von Zurzach wegen des Dccans hinter-lassencm Gut abstelle und es bei dem ergangenen Urthcil bleiben lasse, indem man solche Appellationen inder Eidgenossenschaft nicht zugeben könne, Rechnung: Peter Ferr von Lucern gibt von der Vogte>

im Oberland jedem Ort 92 Gulden 3 Ort; Peter Nuß von Luceru von der Landvogtci Thurgau jedemOrt 26 Gulden 16 Schilling; Jacob von Hertcnstcin von Luccrn von der Vogtei im Nhcinthal jede'"Ort 36 Gulden 2 Ort, 1 Goldguldcn für 41 Schilling. Derselbe hat dem neuen Vogt an alter undneuer Schuld auf den Bauleuten überantwortet 81 Pfund 3 Schilling, auf denen von Nhcincck am2 Pfund 8 Schilling 8 Denier Nheinthalcr Währung, 8 Gulden, so Vogt Trogcr schuldig ist für 4 Saum,die er von unscrm Weine gekauft hat. Walter Kretz von Uuterwalden gibt von der Vogtei in den Aem-tcrn jedem Ort 52 Pfund; Jost Püntincr von Uri, Vogt zu Baden, jedem Ort 23 Gulden an Gold14 Schilling. Von Dicßenhofen erhält jedes Ort 9 Gulden 15 Schilling, aus den Büchsen von Zurzach8 Schilling, zu den Bädern 37 Schilling, zu Mellingen 4 Pfund 16 Schilling, Klingnau 6 Pfu'^16 Schilling, Bremgartcn 4 Pfund 18 Schilling, Birmenstorf für zwei Jahre 1 Pfund 4 Schills-Aus der Gcleitbüchse zu Baden erhält jedes Ort 2 Sonncnschilt, 7 alte Kronen, 3 rheinische GuldcM7 utrische Gulden, 6 Gulden an Dickplapparten (je 3 für 1 Gulden) und 21 Pfund an Münze-

Zu Der Schreib» bemerkt hiezu-Jr. Her burgermeister. wissen, wie üch vf disem tag begegnet ist, dz vs der Eid-

gnoschaft e.n bot zu Bern gewesen sin vnd sy vil der siben Ort glimpfs bericht haben sei, des Zels Kloten halb vnd der s° "-Vdz sagt, vermemt, die notdurft erfordere, dz min Herren sy dawider ouch berichtend.« (Zürcherabschied.)