450 März t-494.
bcrathcn, wie die Widerwärtigkeit zwischen dem Herzog von Mailand einerseits und Bischof und Landschaft Wallis anderseits abgestellt werden könne. Obschon nun nicht von allen Orten Boten da sind,ist nichtödcstomindcr beschlossen worden, man wolle von diesem Tag dem Herzog von Mailand iü bcswForm schreiben, er möchte, damit der Krieg nicht zum Ausbruch komme, seine bevollmächtigte Botschalzu uns hcrauöschickcn und uns Eidgenossen in der Sache gütlich vermitteln lassen. I». Jeder Bote wc>lzu sagen, daß unsere Eidgenossen von Zürich sich mit unserer jüngst gegebenen Antwort rücksichtlich dcsZolls zu Klotcn nicht begnügen wollen, sondern begehren, daß man sie bei ihrem Brauch und Herkommtbleiben lasse. Wolle man das nicht thun, so mahnen sie uns sammt und sonders zu rechtlichem Llustrag nach Laut und Sage unserer gcschworncn Bünde nach Einsiedel» auf Montag nachtlnmini (14. April).
Brunne n.
4^94, 17. Mnrz (vff Sani Gcrirudcniag),
Staatsarchiv Luccrn: Allgemeine Abschiede. 0, NU,
». Des Korns wegen ist gerathschlagt, daß der Zöllner zu Göschcnen alle Wochen acht Lcdiu^kaufen soll, die dann über den Berg geführt und nach Nothdurft verthcilt werden mögen, doch derSatzung, die vormalcn deshalb zu Luccrn gemacht ist, unschädlich. Dienstag nach dem Palmtag (25. Lstsoll man sich zu Lucern weiter hierüber bcrathcn. ?». Auf diesen Tag soll man auch Vollmacht bring^Vorkehren gegen den Vorkauf zu treffen, der jetzt allenthalben zum Schaden des gemeinen Maiwgetrieben wird. v. Da Zürich des Zolls zu Klotcn wegen die übrigen Orte nach Einsiedel» zu ^gemahnt hat, so soll man allenthalben bcrathcn, wie man sich mit Rednern, Rathgcbcrn und Zugcstvverschen wolle. Auf dem obgenauuten Tag zu Luccrn soll man diesfalls Beschlüsse fassen. «I. Ju Lst ^des Kriegs zwischen Wallis und Mailand ist viel geredet worden, wie die Sache an die Hand zu uelstsei, damit wir nicht dadurch zu tödtlichcm Krieg kommen. Man soll darüber rathschlagcn und st'Antwort geben.
»73.
L u c e r n.
449/j, 25. März (Dienstag nach dem Palmiag),
Staatsarchiv Lucer»: L»cer»crabschiedesaniml»ng, 0. W.
Boten: Bern (niemand anwesend). Luccrn. Ludwig Seiler, Schultheiß; Hans Nuß;
Haas. Ur i. Ammann zum Brunnen. Schwhz. Vogt Fleckli. Unterwald cn. Heinrich FruouZ,ammann. Zug. Venrich Koli. Glaruö. Ammann Kochli. ^
tt. Der Vogt im Wagcnthal bringt an, Hanö Krcbstngcr von Luccrn habe auf EinenAcmtern ein Verbot gcthan, weshalb der Gegner ihm seinen Zehnten anlangen wolle. Luccrnnun, weil sein Burger den im Wagcnthal hier zn Luccrn verboten habe, so soll auch hier dasmit Recht angefochten werden, wogegen der Vogt meint, wenn solches Verfahren Regel würde, ssdas den Leuten in den Acmtern zu merklichem Schaden gereichen. Heimbringen und zu Eiusicdclu da