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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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429
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Februar 1493,

42!)

gesetzt nach Lucern auf Donstag nach der Pfaffenfastnacht (21. Februar). Inzwischen will mau gewärtigen,was die Boten der drei Städte in Burgund ausrichten. ?». Die drei Städte Bern, Freiburg undSolothurn machen aufmerksam auf die große Ungclegcnhcit, welche für die Eidgenossen entstünde, wenndie Salzpfanne zu Satins gebrochen würde. Darüber ist von den Voten, ohne Auftrag ihrer Obern,vieles gesprochen, am Ende jedoch beschlossen worden, den Bericht der von den drei Städten nach Bur-gund gesendeten Abgeordneten zu erwarten und auf dem Tag zu Luccrn weiter darüber zu verhandeln,v. Die Boten von Zug verlangen, daß ein Knecht, der ihnen offene Feindschaft angesagt habe, wo manihn in der Eidgenossenschaft betreten möge, gefangen und zu Recht geheftet werde. «R. Auf Bitte desHerrn von Metsch werden die königlichen Boten ersucht, diesem beim römischen König gnädiges Gehöroder ziemliches Recht zu erwirken. «. Jeder Bote soll bei seinem Herrn bewirken, daß der EidgenossenKnechte abgehalten werden, dem einen oder dem andern der beiden Könige zuzulaufen.

I, und «? nach dem Zürchercxemplar, welches im Abschiedbuch irrig 1432 überschrieben ist, '

Lucern.

22. Fehrunr (Freitag vor der alten Fastnacht),

Staatsarchiv Lucer»- Lncernerabschicdesaniinliing, 0,23. Staatsarchiv Zürich- Allgemeine Abschiede, II. 8-!.

Voten: Zürich. Cuurad Schwcnd, Ritter, Bürgermeister. Bern. Vogt Schöni. Lucern. Wernervon Meggen, Schultheiß; Ludwig Seiler, Altschulthciß; Niclaus Rizzi. Uri. Ammauu Bcroldiugcr.Schwhz (niemand anwesend). Unterwald en. Marquard Zelger, Ammann. Zug. Hasler. GlaruS.Vogt Tolder. Frei bürg. Franz Arscnt, Solothurn. Ludwig Cuurad.

»»,. Die von Uri bringen an, die Straße, so über den Berg Platifcr führe, sei ein harter undböser Weg; nun werde von ihnen verlangt, daß sie einen Weg oder eine Straße untenher, dem Wassernach in der Ebene, machen sollen; die Kaufleute seien crbötig, einen merklichen Zoll zu geben, um dieallerdings bedeutenden Kosten der Erbauung und des Unterhalts zu decken. Sie wollen aber die Straßenicht machen, che sie sicher seien, daß die Eidgenossen ihren Willen zum Bezüge eines Zolles geben.Das soll jeder Bote an seine Herren bringen, damit auf nächstem Tag zu Baden eine Antwort an Urigegeben werden könne. Inzwischen soll Uri jedem Ort in Schrift geben, wie hoch sie den Zoll anschlagenwollen. I». Da der Herzog von Mailand, im Widerspruch mit den Capiteln, von Angehörigen der Eid-genossen Zölle nimmt, die sie vordem nicht gegeben, so sollen ihm deshalb brieflich freundliche Vorstel-lungen gemacht werden. «. Der Ammann von Uri bringt an, Lienhard Albrechts beklage sich, daß demUrtheil, das von des Bischofs von Basel Gericht ausgegangen, nicht nachgelebt werde. Das soll jederVote heimbringen, damit man auf dem Tag zu Baden mit voller (Gewalt zwischen den Parteien handle.

Dem Abt von St. Gallen war von Blatten wegen auf Reminisccrc ciu Tag nach Baden gesetzt. Nunlst derselbe nach Luccrn verlegt, da der Abt sowohl als die Stadt Konstanz dahin kommen müssen.Daher soll man dem Abt schreiben, daß die Sache wegen Blatten auf dcu Tag zu Lucern gewiesen sei.

Die angestellten Versuche zeigen, daß die neuen Zweischillinger und Vierschillingstücke, die von Mai-land kommen, crstcre 1lU/z Vngster, letztere 3^ Schilling V2 Haller au feinem Silber halten. AufNächstem Tag zu Lucern soll man antworten, wie man sie nehmen wolle. 4'. Bartholomäus Map begehrt,