Januar 1493.
427
dnser Herren Vrteil einheligklich also: nach dem die Statt Zürich In Jr graffschaft khburg einen ZolnZe Clottcn hat vnd die Vit Ort Inen sölichs Zolls dasclbs ze Klotten gestand, vnd aber meinen, dz vnserHerren von Zürich obgemelt sölichcn Zoll allein ze Clottcn vnd snß an dhcincm andcrm cnd in derselbenJr graffschaft khburg vffhebcn vnd ncmcn sollen, vnd doch wann vnser Herren von Zürich darum bricff oderander Jr gcwarsamen zöugten vnd scchcn ließen, das wölden st) cwartcn; dz dann vff sölichs die vorgcmeltendon Zürich am ersten Jr frhheittcn, bricff, kuntschaften, lüt vnd gcschrifftcn vnd ander Jr gewarsami als sydann des im rechten getruwtcn ze genießen, Jnlcgen vnd dartun mögen vnd demnach vff verrer verhörungbcdcr teilen whter geschehen soll was recht sige. Vnd vff das Anfechten von wegen dcro von SteinTschechen, antreffend die wagenlüt, Ist ouch einheligklich vnser vrtel nach dem die ichig rcchtfertigung von^egen des zollö ze Clottcn fürgcnomcn sige vnd aber sölichs die von Stein nit bcrüre, ouch sh zusölicher rcchtfertigung nit betagt noch dabh crschincn oder verhört sigcn, ouch die auwalt der Statt Zürichdon der von Stein wegen nit Antwort ze Recht geben, ouch dhcincn rechtsaz getan haben, dz dann solich^azug dero von Stein halb Jez ruwen vnd in der houptsach von des Zollö wegen beschechen sölle dz^cht sye, vnd ob dann Jemand dieselben von Stein oder die Statt Zürich von Jr wegen vordrung nit^ertragen wölltc, dz der fürer recht suchen mag gegen Inen darumb, als sich gepürt." „Ich Wilhelm vonMeßbach u. s. w., 4. 4. Bern Freitag ei-aMin» (16. Januar)." Damit nun die Sache befördert
b^rde, haben beider Parteien Zugesetzte zur Fortsetzung der Verhandlungen in Folge obigen Spruchs^3 gesetzt nach Baden auf Sonutag nach der alten Fastnacht (3. März). Inzwischen mag Zürich seinekundschaften aufnehmen. ?». Da in dem Handel um die Fälle und Gelässe von Landzüglingen undUnehelichen zu Kaiserstuhl zwei Zugesetzte, nämlich Doctor Thüring Frickcr und Ammann Fruonz von^uterwalden, die Acten noch nicht erhalten haben, so wird verfügt, selbe sollen sofort abgeschrieben undI^cni der beiden besonders zugeschickt werden, damit sie dieselben stndiren und mit den übrigen Zugc-^en auf oben angesetztem Tag urtheilcn können, e. Der Vogt im Thurgau bringt an, cö sitzen da^uige, welche, wenn die von Constanz sie strafen wollen, unfern Landvogt als einen Schirmer des^ndcs um Schutz anrufen und umgekehrt, wenn der Landvogt sie strafen wolle, Schirm bei Constanz^chcn. Ferner da die von Constanz daselbst die hohen Gerichte haben, so fallen sie bei Nacht und Nebel'Ücr die Thür und in die Landschaft, um Ncbclthäter zu fangen, was uns auch nicht füglich sein könne.
soll jeder Bote heimbringen, damit man rathschlage, wie dem vorzukommen sei. «I. St. Gallenbat auf Tage an seine Schuld an die sieben Orte 1500 Gulden bezahlt und um Nachlaß oder doch
Stündigung für den Rest gebeten. Darüber will man auf dem Tag zu Baden Antwort geben.Junker Jacob von Hertenstein, Vogt zu Rhcincck, meldet, der Abt von St. Gallen beanspruche die^ohen Gerichte zu Vlatten und Grießern, die doch nach seiner Meinung zum Nhcinthal gehören. Hierauf^üd dem Abt geschrieben, er möge davon abstehen oder aber auf Freitag nach Rcminiöccre (8. März)^ Baden erscheinen. L. Derselbe Vogt klagt, wenn er den laufenden Knechten jedem 5 Gulden ab-^bmcn müsse, so müsse er viele vom Lande treiben. Antwort: Er möge darin das Beste thnn, dochdaß keinem gänzlicher Nachlaß werde. Demselben Vogt im Nhcinthal wird aufgetragen, den Wein^ derkaufcn, doch so, daß die Bezahlung ans die Jahrrechnung erfolge; ferner soll auf dem nächsten^3 zu Baden Bedacht genommen werden, über die Behausung des Vogtö zu Rhcincck etwas zu be-Wieficn. I». Jeder Bote weiß, was man mit dem Abt von Wcttingcn und seinem Convent geredet hat.' ^ucern bringt an, der Weg über den Schollberg und diesseits und jenseits desselben sei an einigen Orten
54*