September 1493.
von beiden Seiten zu Recht gesetzt ist, Bedenkzeit genommen bis zu dem obgcnannten Mittwoch nachMartini (14. November). I». Zürich soll dem Grafen Allwig von Sulz schreiben, damit er sich gütlichdazu verstehe, seinen Zwist mit dem Stift Zurzach dem Vogt von Baden zu einem Verglcichöversuch zuübergeben. K. Auf die Schreiben, welche gemeine Eidgenossen von dem Tag zu Constanz und seither wiederdie beiden Städte Bern und Frciburg an den König von Frankreich gcthan, um ihn zu gütlicher Aus-gleichung mit dem römischen König zu veranlassen, antwortet nun dieser aus Paris unterm 34. Augustlaufendeu JahrS, er sei zu Verminderung dcö Blutvergießens und den Eidgenossen zu Ehren geneigt,einen Tag zu beschicken, wenn solches ihm verkündet werde. Den Brief will man heimbringen und beför-derlich wieder in der Sache arbeiten. It.. Da auf diesem Tag angebracht worden, die Vereinigung mitdein römischen König wolle keinen Fortgang nehmen und der König verlange nun, als Erbe ErzherzogSigmunds und kraft der Uebergabe seiner Lande, dem ewigen Bericht genug zu thun und erwarte das-selbe von uns, so soll jeder Bote diese Sache zu weiterer Berathschlagnng au seine Obern bringen.I- Vom Hauptmann zu St. Gallen soll Rechnung gefordert werden.
Ii. i. Ii. I. fehlen im Luccrnerexemplar. Zu Die Rechtsschriften finden sich im Bernerabschied. r. lgZ ff.
Zürich.
4^92, 8. Ortober (Montag vor Dionys»).
Staatsarchiv Zürich: Allgcmcinc Abschiede. Ii. SS.
Boten: Zürich. Cnnrad Schwcnd; Bürgermeister Röist; Hartmann Nordorfer, Ritter; Gerold Mehcrvon Knonau. Bern. Doctor Thüring Fricker. Lucern. Heinrich Fcrr. Schwhz. Jos Berncr. Unter-Calden. Andreas Zunhofen, Altammann. Zug. Ammann Spiller. Glarus. Rndolf Stucki, Venner.
t». Da Breitcnmoscr, der Wirth zur Rose in Baden, durch die von Badeil ins Gefängnis; gelegtvwrden ist, weil er, vom Chorherrn Hauö Ledcrschneidcr zu Rheinfeldcn gereizt, einige ehrvcrletzcndeÄußerungen gcthan, so wird beschlossen, Doctor Thüring Fricker, der Bote von Bern, welcher zu Badeubadet, soll mit dem Vogt zu Badeu den Handel untersuchen und daran sein, daß Brcitenmoser frei werde,boch in Zukunft sich solcher Worte müßige. ?». Dieser Tag ist auf Begehren der Stadt Basel angesetzt,welche, wie auch der Bischof vou Basel, ihre Boten geschickt hat, um der Eidgenossen Rath zu haltenüber ein neuerliches Ansinnen des Kaisers an Bischof und Stadt, unter Androhung schwerer Strafenschwäbischen Bund innert Monatsfrist beizutreten, weshalb sie sich um eine Vereinigung mit denEidgenossen bewerben, in Gemeinschaft mit andern Städten, wie selbe gegen Carl von Burgund statt-gabt. Da die Boten dieses Tags keine Vollmacht haben, so nehmen sie die Sache zu bedenken bis auf^ncn andern Tag, welcher auf Simon- und Judastag (38. September) nach Zürich gesetzt wird. v. DerÄunann von Wcggis ist mit einer Frau, welche über ein zu Schliengcn, wo sie ihre Wohnung gehabt,gen sie ergangenes Urthcil sich beschwert, vor die Boten gekommen. Anderseits behauptet der Hofmeisterg Bischofs von Basel, Herr Friedrich ze Rinc, es sei alles in Form Rechtens vor sich gegangen. Davun der Ammann von Weggis Drohworte gebraucht hat, so werden die Boten von Lucern und Uriglcht, mit dem Ammann und den unter ihnen sitzenden Freunden der Frau zu reden, daß sie sich aller^ewaltthat enthalten.