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Mai 1491.
41».
Lucer n.
1^64, 36. !M (N <Montag vor Corporis Christi).
Staatsarchiv Jürici, I Allgemeine Abschiede. II, IZ.
Es sind einige Bettler zu Lnccrn nnd anderswo gefangen, die bekennt haben, man habe ihnenGeld gegeben und verheißen, wenn sie in der Eidgenossenschaft Feuer einlegen; einige derselben deuten an,es möchte dieses vom römischen König herrühren, andere von dem von Württemberg, andere von demvon Blumencgg, andere von dem von Geroldscck. Allen diesen soll man hiervon Mitthcilnng mache»und ihre Verantwortung gewärtigen. Inzwischen sollen die Bettler im Gefängnis; bleiben. I». In allenOrten nnd allenthalben soll mau die fremden Bettler wegschicken nnd aufpassen, daß keine ins Landkommen. Jedes Ort soll auch seine armen Leute selbst versorgen, und verhindern, daß sie in andere Ortegehen. Die armen Leute und Bettler, die gemeinen Eidgenossen angehören, sollen auch daheim bleibenund nicht von Ort zu Ort wandern. Ucbcrall soll man für Beobachtung dieser Vorschriften sorgen-«. Zug verlangt, daß man ihm den Haas zu Recht verhafte, wo man selben betreten möchte. Ans demTag zu Baden will man hierüber Antwort geben. «I. Doctor Hux ist im Namen der Herzoge vonBayern von Ort zu Ort geritten und auch auf diesem Tag vor der Eidgenossen Boten erschienen, mitBegehren, man möchte den Entwurf der Vereinigung und Freundschaft mit seinen Herren, welchen ma»nun schon zum zweiten Male zu bedenken genommen, endlich annehmen und einen Tag zu dessen Volbstrcckung setzen. Erkennt: Den Entwurf nochmals heimzubringen und zwischen jetzt und St. Johanncstagnach Lncern zu berichten. Ist man dann einhellig, so soll ein weiterer Tag gesetzt nnd selber den Herrenvon Bayern verkündet werden, v. „Item heimbringen von den Salzfürkäufcrn wegen, da etlich bis cMden Arlbcrg dem salz entgegen louffcn, das koufen old bestellen oder das sy gelt darvf geben old liehe»,damit das salz tür Wirt, das dem gemeinen Mönschcn schwer vnd schcdlich ist. Das zu verkennen,heind der Eidgenossen bottcn vf discm tag vff ein hindcr sich Prinzen angcscchcn vnd geordnet, das hinstüniemand kein salz koufen sol, denn ze Zürich, ze schmeriken vnd ze Wesen, ouch kein salz bestellen, nochdaruf zc geben, ein ze bringen; vnd wer old welche das vbcrsechcnd, die sollen sovil ze büß geben, ab'vil der kouf ist, ouch sovil als einer daruf gelt geben oder einer bcstclt hat; vnd welches Ort in dibVcrkomniß nit gau wil, das sol daö gan Schwyz in acht Tagen abkündcn; welche aber darin gan vistdaby belibcn wellen, die bedörffen das nit gan Schwyz verkünden."
414.
B ern.
1^34, stillt (vff den crstcn Tag Juny).
Staatsarchiv Lucrrn, Allgemeine Abschi-dc. n. tu.
». Auf Fürbitte von Uri wird dem Sohn des Amman» Wollcb und andern seiner VerwandtenEmpfehlung gegeben an die Frau von Savoyen und den Grafen von der Cammer (Chambery), daßerlaubt werde, die Florentiner niederzulegen, die ihnen in gegebenem Geleit Schaden an Leib undzugefügt haben. Jeder Bote weiß seinen Herren zu berichten, was dem Herzog von Lothringen