382 April 1491.
Bote bringt eine Abschrift des Entwurfs der Verständnis! mit dem Pfalzgrafcn mit sich. In jedem Ortsoll darüber gerathschlagt werden. Welches Ort denselben annehmen wird, das soll auf Psingstw »a^)Luccrn berichten; auch wer nicht darein treten will, soll cö auf jenen Tag melden, damit man dem Stcutschreiber von Nothwcil endlich Antwort geben könne, -»v. Ebenso soll jeder Bote heimbringen,Diamant wolle 5VW Gulden gelten; auf Pfingsten soll jedes Ort mit Ja oder Nein nach Luccrn melde»,ob man ihn darum geben wolle. Und da der Bürgermeister von Zürich meint, sie hätten auch ciiwuBürger, der den Diamant kaufen wolle, so erhält er den Auftrag, selbem zu verkünden, das! erPfingsten ebenfalls sein Angebot nach Luccrn thnc; derjenige, der dann mehr bietet, soll den Dianw»erhalten, ^ Den welschen Kaufleutcu, die am Rhein gefangen waren und auf Fürbitte der EidgcnoPulosgelassen sind, soll man schreiben, das; sie den Stadtschrcibcr von Rothweil, welcher in der Eidgenosss"Namen für sie zum Pfalzgrafcu geritten ist, gehörig entschädigen. Auf dem nächsten Tag sollauch antworten auf das Begehren des Herzogs von Lothringen, mit den Eidgenossen in Enning >Verständnis; zu kommen, i«. Bern begehrt, man möchte den Erben des Läubli sei., ihren Angchouö^gegen die von Ulm behülflich sein, das; sie bezahlt werden. ES wird beschlossen, mit den BotenBibcrach, welche gerade hier sind, zu reden, damit sie ihre Vermittlung bei denen von Ulmeintreten lassen. «,». Dem Vogt im Oberland wird geschrieben, er soll die Keßler und den Grafenin ihrem Streit zu vergleichen trachten; falls cö nicht möglich wäre, so sollen die Parteien vor dergenossen Boten kommen. ?»I» Jcdeö Ort soll die Seinen, Klöster und Andere anhalten, allfälligcund Kerncnvorräthe auf den Markt zu bringen, damit Speise vorhanden sei. vv. Der LaudvogtThnrgau bringt an, der Hartzcr, welcher im Thnrgau sitzt, weigere sich, die ihm aufgelegten Reisig ,zu gcbeu, weil er Bürger von Zürich sei; auch bäten die von Zürich für ihn. Eö wird beschlossen - ^
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er im Thnrgau sitze, soll er diesfalls gehalten werden wie andere; doch wird der Vogt bevollmächtiggegen ihn billig zu verfahren, «tit. Der Spital hat die Frucht für Uli) Gulden gekauft, die erdem Abt von St. Gallen schuldet, er meint aber, selber solle ihm das Geld schenken, weil der ^eingeschlagen hat. Diese Sache soll man heimbringen, «v. Auf dem nächsten Tag soll man auch ^Worten, ob und wie man die „Lüslcr" strafen wolle, welche die vou Eonstanz unter denleutcn halten, um zu „losen" und bußwürdigc Sachen zu vcrzcigcn. ZI. Der Hauptmann von St- 'meldet, da die von Coustauz auf des Gotteshauses Land und Leute allerlei Beschwerden wider daS ^Herkommen gelegt haben, so habe man eine Botschaft dahin geschickt und bewirkt, daß die Sache bio ^Abts Heimkehr angestellt bleiben soll. Der Hauptmann von St. Gallen meldet ferner, der
von Rorschach, welcher der ungehorsamen GottcShauSlcute einer gewesen, und sich noch nie an ^genossen ergeben habe, behaupte, die Hofstatt seines nicdcrgebrochcucn Hauses gehöre ihm, denn cr ^den halben Gulden bezahlt, wie die andern. Er, der Hauptmann, aber habe, zumal der Kemblh ^ ^eine Badstubc mitten inö Dorf Rorschach bauen wolle, die Hofstatt zu Händen der IV OrteErst wenn der Kemblh den Hauptmann verklagt, will man ihn verantworten; gleichzeitig aber g'^ 'ihm Gewalt, dem Kemblh, wenn dieser Gnade begehrt, das Land zu erlauben und mit ihm z» tädi"öI»Ii. Der Hauptmann von St. Gallen bringt an, die Leute seien arm und jetzt in Gcldnoth, sogegenwärtig nicht Rechnung ablegen könnte, und wünscht, daß mau Aufschub gebe bis St. Vcrcncutag'will man heimbringen. N. Uri und Schwhz haben Luccrn gemahnt, „ von der römischen Einig zo !Luccrn will eher mit diesen Orten rechten, als davon abstehen. Eö wird beschlossen, Zürich