September 1489.
von Oesterreich wird daö begehrte Geleit auf den Tag nach Lueern und wieder zurück erthcilt. <». Aufdem Tag zu Lueern, der den französischen Boten angesetzt ist, soll man auch daö Anbringen Licn-hard RedingS und Hansen von Stuben von Lueern im Namen aller Knechte verhandeln, denen es inFrankreich übel ergangen ist, die da um Leib und Gut gekommen sind und nnscrc Hülfe verlangenbei dein König von Frankreich und den Seinen, damit sie entschädigt werden. «I. Anch soll man heim-bringen, was man mit den Franzosen reden wolle in Betreff der Knechte, die von ihnen und den Ihrigenumgebracht worden sind. «5. Auf eben dem Tag sott man rathschlagen und beschließen ans daö AnbringenHansen Mehenbergs und Hansen Ungelterö von Zug, wie sie und ihre Gesellen Söldner der Vencdigcrgewesen und, nachdem sie ihre Dienstzeit vollendet, von diesen nm den Sold betrogen worden seien,weswegen sie bitten, die Vencdiger, die noch immer in der Eidgenossenschaft wandeln, wahrend keine Eidgenossen nach Venedig gehen dürfen, darum angreifen zu dürfe», t. Da Schwhz und Glaruö auf ihrerWeigerung, den Zoll im Oberland zu geben, beharren, und mit den fünf Orten deshalb zu Rechtkommen sollen nach Einsiedel», so soll man auf nächstem Tag zu Lueern die Einleitungen dazu treffen,Zugesetzte, Redner n. s. w. bestellen. K. Der Ammann von Appenzell hat unter Auderm „ frevenlich "geredet- „Lieben Eidtgnon, der Apt von Sant Gallen gatt daruff vnd vcrtreit vnö, damit wir eitgnonkn ein andren oder zu krieg vnd in gros; not vnd arbeit kcmcnt, darvor sind lieben Eitgnon!". I». JederBote weiß daö Anbringen des Mötteliö und anderer Burger im Thurgau wegen. Heimbringen von desZolls wegen zu Mellingen und Bremgartcn. k. Man hat auf alle Weise, aber vergeblich, gesucht, de»Abt von St. Gallen einer- und die Stadt St. Gallen und Appenzell anderseits gütlich zu vereinen odertu einem Recht zu veranlassen; daher diese Sache ans nächstem Tag zu Lueern abermals vorgenommenwerden soll, wohin auch Bern beschicden wird.
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!). September (Mittwoch nach u Tag ,-Hcrbs»,
2taa««arcl>iv Liiccr» Luccrnerabschicrlsammlung. II Zill.
Boten: Zürich. Heinrich Göldli, Fclir Schwarzmurcr, beide Ritter. Bern. Vcnucr Zurkinden.biicern. Werner von Meggen; Heinrich Fcrr; Hans Schürpff, des Raths. Uri. Vogt Berner. Schwhz.^cckclmeistcr Kochlh; Vogt Ulrich. Untcrwalden. Veuncr Dicggcschwand. Zug. HanS Mehcuberg.^laruo. Der Landschreibcr. Freibürg. Der von Praromau. Solothurn. Hans Ochscnbein.
»». In dem Span zwischen den fünf Orten, Zürich, Lueern, Uri, Untcrwalden und Zug auf der"ucn, Schwhz und Glaruö auf der andern Seite, betreffend den Zoll im Oberland, soll man aus
Michaelstag t 29. September) zu Einsicdclu sein. Zürich soll den Redner und dazu einen Nathgcbcr,ucern einen Zugesetzten und auch einen Rathgcbcr, Uri, Untcrwalden und Zug ihre Rathgcbcr stellen,schwhz und Glaruö werden auf der andern Seite dasselbe thun. Sie begehren, daß gleichzeitig auchbcr die Dörfer am Wallcnstadtcrsee, Mcls, Terzen und einige andere, die von beiden Seiten ange-rochen werden, verhandelt werden soll. I». Die von Stein, Dicßcnhofcn, Stammhcim und Eschenzrldcn, sie seien wegen eines zu Oehningcn vorgefallenen TodtschlagS vor das Landgericht zu Stockach"laden, waö ihnen, da alle, welche über vierzehn Jahre alt sind, geladen seien, große Kosten vcr-^oche. Dieses soll man an die Räthc des Herzogs von Oesterreich bringen, sowie auch die Klage des
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