Februar <489.
Boten dahin begleitet werden, welche dem Bischof vollständig Bericht über den Hergang der Sacheabstatten und ihn bitten sollen, den gedachten Priester so zu versorgen, daß er weder die Eidgenossennoch ihre Angehörigen mit fremden Gerichten belästige, sondern sich mit inländischen Gerichten begnüge.Auch werden die vier Hauptfächer des Vorgangs, als Andreas Senn, Baschi Müller, HänSli von Hun-whl und Rudi Schlcweg in Eid genommen, daß sie sich nicht entfernen, noch ihr Gut verändern wollenbis zum Austrag der Sache und daß sie die ihnen allfällig aufzulegende Strafe erwarten wollen. Sicsollen ebenfalls nach Constanz gehen, nm sich absolvircn zu lassen. Und wäre cö, daß durch ihre Schulddie von Unterwalden oder Andere in Bann gekommen wären, so sollen sie selbe auf ihre Kosten darauslösen. Die Boten von Lueern und Schwhz, welche nach Constanz gehen, sollen mit dem Bischof reden,daß er jene vier und Andere billig behandle und mit möglichst geringen Kosten aus dem Banne kommenlasse. Unterwalden wird bevollmächtigt, den Priester in Kosten der vier Benannten nach Eonstanz zusenden, allwo die Boten nächsten Montag (24. Februar) eintreffen sollen, t. Das Gesuch des Abtövon Engclbcrg und der vier Obbenanntcn, man möchte ihnen gegen Götschi Whß, der sie wegen desPriesters in Kosten gebracht habe, das Recht eröffnen, wird mit dem Auftrag an Lucern, den Parteiendie Ansehung eines Tageö zu verkünden, heimgebracht. Man soll den zu Bremgarten gefangenenAufwiegler nach Zürich führen, da ihn weiter fragen und nach seinem Verdienen strafen. I». Zürich,llri, Unterwalden, Zug und GlaruS sollen auf Dienstag nach der alten Fastnacht t <0. März) ihre BotenG Schwhz haben der Antwort wegen, die Lueern den Eidgenossen in der mailändischcn Angelegenheitgegeben hat. I. Heimbringen den Gegenstand wegen Abstellung von Mieth und Gaben, Heim-dringen die Nachricht, so Hans von Mnmpf von Schaffhauscn erhalten hat, daß die Fuhrleute durchKloten zu fahren gezwungen werden, damit das Geleit zu Baden ganz abgehe. Hierüber sollen in Be-tracht des großen Schadens, der den Eidgenossen daraus erwächst, die Boten, welche Dienstags undDonnerstags nach der alten Fastnacht auf den Tag zu Schwhz kommen, rathschlagen.
S ch w y z.
I/!UU, 1 u. März sDicnstag nach d-r alten gahnach».
Die Acten fehlen. Siebe ll4I I, . It.
Bern.
I st.1?nrz «Montag nach Ocu>i>.
2»aa»»arel>iv Lucer» Allgemeine Abschiede l>. 356.
». Dem Gotteshaus Pfäfcrs wird eine Empfehlung an den Bischof von Ehur gegeben, damit dervon Mülincn, welcher lange Zeit hindurch Conventherr daselbst gewesen, in derer von Bern Landen undGebieten erzogen und eines bewährten Lebenswandels sei, zu der erledigten Abtwürde in Pfäfcrs gelange.Wie gemeine Eidgenossen so empfehlen ihn auch die von Bern als den Ihrigen. ?». Anton von Lamctchlegt seinen Credcnzbrief als Bote dcö Königs von Frankreich vor und eröffnet, sein Herr sei Willens,die mit den Eidgenossen bestehende Vereinigung zu halten. Zwar hätte er die Knechte, um deren Zurück-
40