Dcecmbcr 1488.
waldcn sollen ans der heiligen drei Könige Tag (ti. Januar 1489) ihre Botschaft in gemeiner EidgenossenNamen zu pnecrn haben, nm dessen Antwort ans „vnscre dordrig Werbung" bezüglich der Anstände mitdem Herzogthum Mailand zu verlangen. Nach Einvernahme einer Botschaft des AbtS von St. Blasien,sowie seines Gegners, des Schulmeisters Ulmer zu Diesienhofcn, wird dem lehtern freigestellt, ob er dieSache dem Burgermeister von Schaffhausen anvertrauen wolle oder nicht. In letzter»! Fall soll es bei derNechtfcrtignng beider Gegner gegeneinander sein Bewenden haben. <» Da Eonstanz vom Kaiser ernstlich undbei Strafe ermahnt ist, dem schwäbischen Bunde beizutreten, so wird, da die Sache den Eidgenossen wichtigscheint, Zürich beauftragt, in gemeiner Eidgenossen Rainen eine Botschaft nach Constanz zu schicken, umhegen dessen Beitritt zu wirken. Zugleich soll man heimbringen, dasi die Eidgenossen, falls Eonstanz zu>b»en treten wollte, es nicht verlassen sollten. 11. Zürich soll dem König von Frankreich ernstlich schreiben,dasi er die eidgenössischen Knechte verabschiede, v. Heimbringen die Anzeige derer von Zürich, dasi GrasAllwig von Sulz mit der Grafschaft im Klcttgan für sich und alle seine Nachkommen und die nachfolgendenZensier dieser Grafschaft ihr ewiger Erbbnrgcr geworden sei.
Z ii r i ch.
1^00, 30. HtllllltN (Zinftag St. Stbaftianstag).
StaatAarctnv Vilccrn Allqeincinc Abschiede. lt .M. Staatöareiiiv Zuriet, Allgemeine Abschiede. I '^i5,
Boten: Zürich. HanS Waldmann, Ritter; Heinrich Röist, Reu und Altbnrgcrmcister; EnnradSchwend, Ritter; Meister Widmer. Bern. Doetor Thüring Fricker. linecrn. budwig Seiler, Sckniltbeisi."l i- Jaeob im Oberdorf. Schwvz (nicht angegeben). Iln terwalden. Marguard Zclger. Zug. Amman»^tciiicr. Glarns. Bogt Rietler. Frcibnrg. RiclanS Perrotet. Solothnrn. S ecket in elfter Stölli.
« Baden, Bremgarten und Mellingen berichten, es seien wenige ihrer Angehörigen in KriegehAaufen, n»d sie haben selbe, sofern sie ihrer habhaft werde» konnten, jcweilcn nach der EidgenossenVerordnungen gestraft. Zugleich bitten sie, dasi man sie bei ihrem Rechte und Herkommen belasse.^ Auf das Ansuchen derer von Baden nm Verwendung der Boten, damit das Kloster Wettingenseinem Bnrgrecht mit der Stadt Baden wie von Alters her bleiben möchte, ansonst sie von ihmvon Andern Zölle und Abzug nehmen müsiten, wird erkennt, dieser Gegenstand soll bis zur Jahr>ech,iung anstehen. «. Die Knechte aus dem Oberland, welche wegen des Angriffes auf den östcr-"'chischtn Boten, Doetor Stürzet, zur Rede gestellt wurden, entschuldigen sich damit, es sei ihnen gesagt>vo»den, es sei der Wille des pandvogtS, dasi solches geschehe, weshalb sie sich zum Gehorsam ver-nichtet geglaubt haben. Wäre ihnen bekannt gewesen, dasi ihr Unterfangen misibeliebig sei, so hätten sieunterlassen. Diese Entschuldigung wird genehm gehalten. «I. Da nicht alle Boten Vollmacht hatten,^'uftanz bjx Hulfo der Eidgenossen zuzusagen, wenn es dem schwäbischen Bund nicht beitrete, so erklärtNftich, welches bereits denen von Eonstanz dieses vcrhcisien hat, cS könne Ehren halber von dem gegebenen"-'Ue nicht zurücktreten, und sei entschlossen, das Versprechen zu halten mit denjenigen Orten, die esücmchiingtm, oder allein, und cS hoffe, dasi die Eidgenossen im Fall der Roth es nicht Hülflos lassenNeiden. A,,f die Einladung des schwäbischen Bundes zum Beitritt wird crwiedert, da nicht alleKen gleich instruirt, auch nicht alle Orte auf diesem Tag vertreten seien, so werde diese Angelegenheit