Oktober 1488.
nehme», der dann i» gemeiner Eidgenossen Namen mitwirken soll, daß sein Span mit denen von Schaffhanseil gütlich beigelegt werde. I». Bezüglich des Frischauf und des Rudi Riman von Dietikon wirddem Bogt von Badeil geschrieben, er soll den Frischauf ergreife»; über die Buße, in die Niman gefallen,werde mau auf dem Tag zu Pfingsten entscheiden, r. Der Bote von Zürich soll heiinbringcn „ von derkeßler wegen, dz sy den tag vnd das knngrich der keslcr abstellen, wie ander eidguosscn im Willen sind,dnd icdcrmau laassen konfen vnd verkoufeu fry, nachdem vnd ein gemeiud mit somlichcm wcscu vast be-schwert wirt. Die von Zürich haut geantwnrt, sh haben den fester» brieff vnd sigel geben, daby laassensh dz bliben. Die vbrigcn ort alle, wie obstat, wellen den fester» vnder der von purer» sigel ein vrkuudgeben". «I. „Bon des appcnlircns wegen haut der Eidgenossen Boten angcscchen, wann cim old einerein vrttel gat in dcil gcrichten vnd gebieten der cidgnossen, die da meinten mit der vrttel beschwert sin,dz die für Ir Herren, dz sint cidgnossen, appoliren mögen vnd nit mc gan Rom oder an andre end, cöwercn old sigcn geistlich fachen, so dem geistlichen gericht zugehört, do laaßt man dz appoliren bliben wievor." « . paiiz hatte mit Einem im Thurgau Streit um einen Zehnten; dieser Streit kam auf dem Weg^cö Compromisscö vor das geistliche Gericht zu Consta»; mit beidseitigem Ucbcreinkommcn, daß keinefernere Appellation stattfinden sollte. Nichtsdestoweniger appcllirtcn die Widersacher des panz nach Rom.Dieser legte die Sache den Eidgenossen vor. Ihm wurde geantwortet: Wenn sich die Sache so verhalte,fo wolle man ihn bei seinem llrthcil schützen, I. Die von Eonstanz werden neuerdings gebeten, in der'^ciche Blnmcncgg ohne längere Zögerung Recht zu sprechen. Der Pfalzgraf bittet schriftlich
um Antwort auf das Begehren, welches die Boten der Herzoge von Bayern von Ort zu Ort angebrachthaben. Fünf Orte finden, daß in Betracht des Guten, das die Eidgenossen und ihre Vorfahren vonBayern erfahren, der Antrag der Herzoge nicht zu verachten sei. Man soll daher diesen und dem Pfalzgrasen schreiben, man sei geneigt, ihnen zn entsprechen. Zürich, Bern, Nidwaldcn und Zug, die zurincm solchen Schreiben keine Bollmacht hatten, wurden eingeladen, solche einzuholen. Ii. Heimbringen,^aß man dem Herzog von Oesterreich schreiben soll, er möchte diejenigen strafen, welche Spottliedcr und^chniachworte gegen die Eidgenossen brauchen; ebenso soll man ihm schreiben „von der wercnen wegen".
S ch w y z.
2t). October <M°niag n°chK«m).
Staat»«»'»«» Bern: Allgemeine cidacnessischc Abschiede. N. tu?
Auf den Bericht der Boten, welche nach Mailand geschickt worden waren in Betreff der Klagen undAnsprachen puecrns gegen den Herzog von Mailand, wird beschlossen, das Erbieten des Herzogs heimEbringen und einen weiter» Tag in der Sache zu setzen, auf. St. Simon - und Jndastag zu Nacht zuBleern zu „iid die Klage pneerns und das Erbieten des Herzogs, wovon jeder Bote eine Eopie mitl'ch nimmt, zu verhören. Jedes Ort soll zwei Boten auf diesen Tag schicken.
: Die Klage von vucer» enthalt fünf Punkte sebend. tlZZ ff.): t) In dem Rechtsstreit zwischen Mailand und Wallis habeAnwalt des Herzogs in einem Stadium, wo keine Nova mehr vorgebracht werden dürfe», de» Wallisern, mit denen auch dieuc»rncr gezogen waren, vorgeworfen, sie habe» im Thal Dafeder Kirchcnraub und Hciligthumsschändung verübt. S) Seien trotz^Uniltcn Geleits Vucerner in Mailand gctödtct worden. 3) Habe man in Mailand das stell derselben aus offenem Marktej 4) Seien Vucerncr Kauflcute in der Vorstadt zu Mailand feindlich angefallen worden. 5) Habe man daselbst einen