Aj-1 April
willen zwischcil heut und St. Maria Magdalena (2?. Juli) herausbringen und „die selben KriessSvblMgt'ouch vff beid sittcu vffgchaltcn sin". Und wenn dieser Bericht von dem Herzog von Lothringen angcnommcn und zugesagt, und die königliche Bestätigung desselben erhalten wird, so sollen die HerrenBalendiS dem Herzog alle ihre Gcwahrsame um Bcauffrcmont herausgeben. Und weil der Kviugseinem ganzen Königreich geboten hat, daß man die Leute der Grafen von Balendis hängen soll, ^man sie betrete, dcö Schadens wegen, so sie dem Königreich zugefügt, so sollen die Boten anbringt,daß dieses Gebot in den nächsten drei Wochen aufgehoben werde, und man bei dem Bericht blcisoll, sofern der von den Parteien angenommen wird. Dem Herzog von Lothringen wird auf seine MNliche Verantwortung dieser Dinge halben auch schriftlich geantwortet, daß man ihm glaube und sichbegnüge. m Jeder Bote weiß zu sagen, wie Solothurn ((fnnrad von Löwenberg) und Basel von ^Schlosses Mönchcnsttin wegen vertragen und „zu Recht für vnser Eidtgnon von Bern verfaßt st"ii. Bern soll den Hans Senn von Zug seiner behaupteten Ansprache an den König wegenköniglichen Boten zu vertragen suchen; gelingt dies nicht, so soll man dem König seinetwegen o>»jschreiben. «». Ans Zürichs Begehren hat Solothurn dem von Gilgenberg Tag gesellt,
Zu «l. Die von Bern und Solothurn laut dieses Beschlusses ausgestellte Quittung findet sich abschristlich im lateinische» ^buch N des Staatsarchivs Bern, jj Zu I. Hiczu eine Urkunde im Staatsarchiv Solothurn, vom W. April läftti, Borund Peter Ludovie Hosmeistcrn, Rathen und Dienern desKönigs von grantreich, und den Boten der Eidgenossen, als: Heinrich ^Altburgermeister zu Zürich; Werner von Meggen von Lucern; Walter in der Gasse, Altammann zu Uri; Hans Schissli vo»^^^Heinrich Bürglcr zu Untcrwatdcn, Ammann; Heinrich HaSlcr von Zug; Heinrich Tvlder von GlaruS; Petermann Pavitlard, ^
Heist zu Frciburg; Ulrich Bpst, Eunrad Bogt und Hcnrmann Hage», neu und alt Schultheisten von Sotothnrn, erscheinenPhilipp, Gras zu Lciningcn und Dastburg, Landvogt in des Herzogthums Lothringen deutschen Landen, mit ihm Johannismanges und Nobertus Vaudinois, Meister in kaiserliche» Rechten, Anwälte und Redner des Herzogs Reinhard zueinen, Johannes, Graf zu Arbcrg und Herr zu Balendis, am ander» Theit, mit ihm Peter von Wabern, Ritter, Heinrich ^„Rülaus zur Kinde», Vcnner, Rathsbote» von Bern, und Baptista de Ancardis, beider Rechte Doctor, Qfsicial desHoss zu Lausanne, HanS Ludwig von Froberg, Peter von Buir», Doctor der Rechte, Anton von Eolombicr, Michael, ^zu Almasen, und Wilhelm von Eublian, zur Entscheidung ihrer tangjährigen Streitigkeiten, berührend die Ansprache" ^Schlost und dic Herrschaft Bcauffrcmont im Herzogthnm Bar. Bon den königlichen und eidgenössischen Bote» wurde nu» >" ^Folgendes freundlich beschlossen und vereint: t) Der Herzog von Lothringen bezahlt dem Grasen und Herrn von Valens ^seinem Sohne Glaudo von Arberq für alle ihre Ansprachen, welche sie an den Herzog haben oder haben möchten, tll,U<M(dulden (oder 4 Kronen sin 5 rheinische Gulden, 3 Dukaten für 4 rheinische Gulden, 11 utrische Gulden für 10 rheimja>" ^in bestimmte» Terminen und gegen Herausgabe aller auf Herrschast und Schtvst Beaussrcmout bezüglichen Urkunden, weich"falls sie nicht vollständig herausgegeben würden, keine Kraft mehr haben sollen, 2) Will der Herzog dic ig,MM Guld>"bezahlen, so soll er l» gleicher Zeit seinem Gegner oder dessen Vollmachtträger Schlost und Herrschast Bcauffrcmont,
Peter de Rupe sei., Ritter, besessen, übergeben, mit Vorbehalt jedoch immer der Obcrherrlichkeit und Lebeushcrrtichkeit Qcss"""ü ^l!) Hiezwstchen und St. Marien Magdalcnentag sollen die Herren von Balendis vom römischen König, dem sie sich verschrieb"'" iihre Ansprüche niemals aufzugebe», die Bewilligung dazu beibringe». 4) Bis zur allseitige» Bestätigung dieses Vertrag ^die Interessenten soll zwischen ihnen Friede gehakte» werden. 5) Innert vier Wochen sollen die königliche» Boten vom Kb>"b ^Frankreich die Aushebung seiner Verordnung, wonach alle Diener und Helfer der Grasen von Balendis wegen dersie in Frankreich erregt, gehängt werden sollen, erwirken; inzwischen haben der Eidgenossen Bote» im Vertrauen auf die ki""-„Krön und Tugend" selbe vorläufig aufgehoben.