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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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198
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198 November 1484,

Bern sott dm dritten und letzten Rcchtstag setzen; Solothurn sott seinem Bm^cr, dem Welti, schreiben,daß er diesen Tag besuche, ansonst Bern angewiesen sei. zu Gunsten des erscheinenden und gehorsamenThcils zu entscheiden, ,»». Auf dein Tag erscheint vom Bischof von Basel eine Botschaft, Graf Oswa ^von Thierstcin aber persönlich. Erstcrcr will bei dem Vertrag, den man zn Lnecrn zwischen ihnen gemachstbleiben; letzterer sieht darin eine Jrrnng, und glaubt, die Schrift stimme nicht mit der mündlichen ^öffnnng des Vergleichs zusammen, er will den Markgrafen von Höchberg angehen, einen Tag deshazu setzen; auf daö Anerbieten des Bischofs, vor die Boten, die den Vertrag zn Luccrii vermittelt, Z"kommen, geht er nicht ein. Darauf werden die Räthe deö Herzogs von Oesterreich ersucht, dafür zusorgen, daß Graf Oswald von Thicrstein gegen den Bischof von Basel keine Gewalt brauche; denn dedieser den Eidgenossen zugewandt sei, würden sie einen Angriff nicht dulden. Hierüber gab Graf OSwastberuhigende Zusicherungen, n. Jeder Bote weiß zn sagen, waö die v Länder von Frcibnrgs und Solethurnö wegen angebracht und wie sie erklärt haben, wenn das nicht geändert werde, so wollen sie anssteMund nicht mehr bei ihnen sitzen. Auf nächstem Tag soll hierüber Antwort gegeben werden, «». Schwh; uudGlarus erklären, sie seien nicht schuldig, den Zoll im Sarganscrland zu zahlen. Ehe sie dicö thatc»,wollten sie mit den Eidgenossen vor Recht treten. Auf nächstem Tag will man hierüber Antwort ge^mI». HanS Heinrich, der Vogt zu Zwingen, beschwert sich darüber, daß er Graf Oswalds von Thicrstc^wegen fortwährend in Sorgen stehen müsse. Hierauf wird mit dem Grafen geredet, er möchte dender 8t)t> Gulden AtzungSkosten wegen, auf welche er durch den Vertrag, den Eidgenossen zn lieb, Verzichthabe, außer Sorge lassen. Da er aber den Vogt deshalb nicht sicher sagen will, so werden auch ni diel^Beziehung die österreichischen Räthe um ihre Vermittlung ersucht,

g» t. Dazu Urkunde im Stiftsarchiv St, Gallen, <i, >i, tlK4 Montag »ach Elisabethe, Pfäserserregesten Nr, ^Zu Der fragliche Revers lautet solgendermaße» :Wir Sigmund von Gottes Gnaden, Erzherzog zu Oesterrich, zu SM'.lternten vnd zu ssrayn, Gras zu Throl u, f, w. Bekennend mit disem Briefs, als dann vor Iahren zwüschend vnser an einem vnd duErsamen, wysc», vusern besonders lieben, gemeine» Eydgcnossen von Stetten vnd lcndern am andern Theil ein ewiger bericht gn"^vnd darin vndcr andern» begriffen ist, Nämlich dass je zu zehn Iahren von vns dem obgenamptem Erzherzog Sigmunden vnd v»ß'"Erben solicher bericht vnscrn Räten vnd Zugehörigen verkündt werden solle, sollichs wisse» zu halten vnd vollziehen vnd besond^'daß auch Mannspersohnen in den Stetten Rhynselden, Seckingcn, t'aufsenbcrg vnd Waldtshuet mit deni Schwarzwald vndzu der Herrschaft Rynfeldcn gehörend, Eyd zu Gott vnd den heilgcn schweren sollend, das, sy vnd Ir Nachkomen solichgctriiwlich halten wöllcn vnd je zu zehn Jahren sollich Eyde von Ihnen, so das« erfordert würde, beschehen vnd getho»sollen vnd daß auch damit die genenrptcn Eydtgcnosscn nun vnd hienach Öffnung habe» sollen derselbe» vier Stett vnd Schickallen Iren Nöthen, wie dann solich bericht eigentlich vswnst vnd wan solicher Eyd, den bericht zu halten, vormals durch dieStett beschehen vnd gctha» ist vnd ieht die zehn Jahr vergangen sind, daß solicher Eyd aber, wie vor erniiwert vnd tE'Ü)^ ^werden vnd aber die vorgenante» Eydgnoßen vff vnser ernstlich bitl vnd bcgährcn verwilget vnd nachgelassen haben, daß ^l^yd vnd schwehren fünf,,ahr die nechsten nach einander» anstoh» vnd die Zyt durch sye solcher vbermclter Sach halb ni>noch ersucht werden zollend, Harunrb so wolle» wir, daß solichs in ander weg dem bericht ganz vnschedlich vnd vnvergritb" ^ ^solle, sonder daß nach Bsgang der fünf Iahren der berührt Eyd vff der obgcnanten Evdgnosse» erfordern beschcehen vndwerden solle in maß, wie sy dann vor geschwohrn habe» vnd iejzt nach lut des bcrichts beschehen syn söll. Doch ob wir >»Zyt sdavor Gott sye) mit »odt abga» wurde», daß dann die gcncmptcn fünf Jahr damit auch ab vnd dem bericht disewilgung ganz ohne Schaden vnd vnvergrifsenlich syn solle, gefärd vnd arglist vnd was darwider syn möchte, ganz vsgeschwsb"hindangcsezt, in traft diß briefes, daran wir des zu bekantnuß vnser sigcl haben thun henken vnd geben zu Insyruck FreitagE. «Z.atharinatag nach Ehristi Geburt 4484 Jahr, Xroiii.iux ,,vr üv l ,n >ii»i," l Bürgerbibliothek 2»cer», llrusische tlrkundcnG"^lung III, 24l), Der Gegenbrics der Eidgenossen steht ebenda! 244,