Oetober lst8st.
waldcn. Heinrich Fruonz; Heinrich Amstein. Frei bürg. Nielans Perrolet, Lolothurn. LudwigVogelsang.
Der Herzog von Mailand meldet durch seinen Boten Gabriel Moralin, er vernehme, daß der^iichof von Wallis ihn ohne Bcranlassung von seiner Seite mit Krieg überziehen wolle. Sollten dieWalliser Ansprachen gegen ihn zu haben glauben, so erbiete er sich, ihnen als Angewandten der Eidgenossen nach Paul der Bachtel zu Recht zu stehen. Falls jene ungeachtet dieses Anerbietens gegen ihn Kriegerl'vbcn, so erwarte er, die andern Eidgenossen werden ibnen keinen Beistand leisten. Ebenso hatte derBischof von Wallis an Lueern und andere Orte geschrieben, er und die Landschaft Wallis seien ansdeuchiedcnen Ursachen genistet und im Begriff, mit ihrer Macht auf den Grafen von Arona zu ziehen,on Ansehung der Koste» und Unruhen, die aus solchem Krieg erwachsen wurden, wurde beschlossen,Rurich, Schwvz und Unterwaldcn sollen unverzüglich ihre Boten nach Wallis senden zu den Botenden Lueern und Uri, die schon da find; dieser sechs Orte Boten sollen in aller Eidgenossen Namen bei'Hn Bhchof »ich gemeinen Landlenten arbeiten, daß sie von dem Krieg abstehen, einen Waffenstillstandlese», oder sich z» Minne oder Recht verteidigen lassen. Dem Bischof, gemeinen Landleuten und derer^oii Lncern und Uri Boten wird vorläufig in diesem Sinne geschrieben; auch dem herzoglichen Boten wird>'l Händen teincs Fürsten von diesen Schritten Mittheilung gemacht. Ferner wird verordnet, daß Niewand ohne Wissen und Willen der Obrigkeiten wegziehe, und daß ans Verhinderung alles Anfwiegclns^ acht genommen werde. Großes Mißfallen bezeugt man Schwvz und Untcrwalden, deren Boten nachstatt djx ausgezogenen Knechte hcimznmahnen, ihre Hauptleutc geworden sind. Die Boten desu >gen Tages von jenen beiden Orten sollen ihre Iurückbcrufung bewirken. I». Doetor Friedrich von^ lngen wird nochmals gebeten, das Recht gegen Frau Elsen von Rathsamhansen auf den Bischof von" ohne Appellation anzunehmen; wofern er eS nicht thut, will man sich keiner Partei beladenDen Peter Bischof soll man empfehlen, damit ihm die Stadt Basel wieder geöffnet, oder aber sein"d 'eines Weibes Gut wegzuziehen gestattet werde.
22«.
Zürich.
I l. November <ini-ri,ci>>gki»aq>
Allqcmcmc e»dqcnössis<bc Abschieds, t . 5>l ^taatsnrcinv Zürici, All^cinetne Abschicke. I ll«
Bon der vier Städte wegen am Rhein, deren Eide man auf nächsten Tag durch die österreichische! last gefordert hatte, wird beschlossen, die Ansicht heimzubringen, daß man damit den Herzog vonEid kranker Fürst sei, jetst damit nicht mehr behelligen, sondern seinem Wunsch, den
alle, fordern, entsprechen wolle, gegen eine Bcrschreibung darüber, indem der Fürst sonst in
Vlest ^ Vereinigung zu halten geneigt und ohnehin an der Sache nicht viel gelegen sei.
brrhast Oesterreich in Friede und Bereinigung, so müssen die vier Städte am Rhein sich ebenso
>5? Oesterreich zum Krieg, so müßten sie doch ihrem Herren folgen. Wenn der
^ einmal mit Tod abgehe, habe man bessern Schein und Glimpf zu handeln. Sonntag nach^ ^ November) soll deshalb Jedermann mit vollem Gewalt zu Zürich sein. I». In" des Mötteli, welcher Landmann zu Unterwalden ist, wird der Herzog von Oesterreich durch seine