1 70 Dccember 1483.
Meister Bicgger von Zürich und Ammann zum Brunnen von Uri abgeholt haben, wird vertheilt, IedcSOrt erhält: Gemeine Schilt 50, Dueaten 38, Schilt mit der Sonne t, ntrischc Gulden 77t), Nobel 2,halbe Schilt 2, neue Schilt mit der Sonne 390, alte Schilt zu 2'/z Gulden 28, Beischläge 00. k Daman findet, die Boten, welche bisher von den Eidgenossen nach Mailand und anderswohin gesendet wordensind, haben zn großen Aufwand gemacht und zu viele Kosten veranlaßt, so sollen die Boten heimbringe»,daß man eine Regel ausstellen sollte, mit wie viel Pferden ein solcher Bote reiten, wie viel mau >h»>für Zchrnng, Roß und Knechtlohn u. s. w, vergüten wolle. Darüber soll ans dem angesetzten Tag einegemeinsame Ordnung gemacht werden.
Der Bcrncrcibschied hat das Datum: Mittwoch i «>5t »i-aiai (tU. Dccember) ohne Iahrjahl, steht aber in der Reihe derI48Zer Abschiede. Er enthält nur zwei Artikel, nämlich ^ ohne die Einleitung und die gegenseitigen Eröffnungen, und dann »,welcher in, t'uccrnerabschied schlt.
202.
L lt c e r n.
1 AI. ?)tt0Uthor <vff St. TkomaStag»
Staatsarchiv Luccrii Luccrncrabschiedcsammlung. It. Mi!. Staatsarchiv Bern: Allgemeine eidgenössische Abschiede. 4.
Boten: Zürich. Altburgcrmcister Röist. Bern. Peter von Wabern. Lucer». Schultheiß vonMeggen; Easpar von Hcrtcnstcin; Werner von Meggen. Uri. Ammann zum Brunnen. Schwhz. BoglSchiffli. Unter waldcn. Ammanu von Einwhl; Ammann EucntachcrS. Zug. Heini Detter. GlarnoAmmaiiu Eblh. Freibürg. Dietrich von Endlisperg. Solothuru. Eunrad Bogt, Schultheiß.
t». Der Bischof von Eonfiauz wird ersucht, den zwischen Schaffhausen und den Grasen von Lupfe»nach Hilarii angesetzten Tag bis nach Mariä Lichtmeß zu verschieben. Zürich, Luecru, Schwhz und Glan»'sollen in gemeiner Eidgenossen Namen Boten auf diesen Tag schicken. I». Den Grafen von Füistcnbcrg,Sulz und Lupfen wird empfohlen, auf die Straßenränder Acht zu haben, welche allenthalben die Straße»unsicher machen, selbe zu ergreifen, auch denen von Schaffhauscu dabei bchülflich zu sein. «. lieber de»Entwurf der Bereinigung mit Frankreich, den man auf letztem Tag gestellt, hat mau die Ansichtaller Boten gehört und beschlossen, das! einige von ihnen mit den französischen Boten darüber weick»sprechen und über das Ergebnis! der Besprechung berichten sollen. ,l. Mühlhausen klagt seine g>^Noth und begehrt, daß mau ihm zu einer ctwclchen jährlichen Pension vom König verhelfe oder dasihm sonst zu Hülse gekommen werde. Denn, sagen sie, wen» man sie verlasse, so müssen sie von ihwStadt gehen; bereits haben sie alle Wochen 25 Gulden ZinS zn geben. Antwort: Die Boten wolle»das an die französische Botschaft bringen, ebenso an ihre Ober», damit den Boten, die zum König gclss"-dic Sache der Mühlhauscr auch empfohlen werde. Wegen Marx Schuhmacher, der im Elsaß stst'herumtreibt und der Eidgenossen Feind ist, soll dem Landvogt, dem von Rappoltstcin, und andern istschrieben werden, daß sie die Straßen vor ihm sicher halten und überhaupt Feinden der Eidgenossen kci»c»Aufenthalt gestatten, t. Dem Herzog von Oesterreich wird geschrieben, daß er keine eidgenössischen Knechtdurch sein Land den Bcnetianeru zulaufen lasse, x. In Betreff der vcnctianischen Botschaft, die z»Wesen gefangen worden ist, zuwider dem Geleit, das sie von der Eidgenossen Bogt im Oberland erhalte»,sind die Boten von Schwhz und Glaruö ohne Bollmachtcn. Man soll daher bis zum nächsten Tag ernst"lich bedenken, ob man mit Mahnung oder sonst einschreiten wolle, um dem crtheiltcn Geleit Achtung 5"