Deccmber 1483. j(;<)
gehabt, zu erneuern und die Versicherung zu geben, daß sofern etwas an den Pensionen oder am burgundischeu Gclde noch unbezahlt ausstehe, er für Bezahlung sorgen werde. Und obgleich in Frankreichjetzt voller Friede herrsche, da auch der Herzog von Burgund sich mit dem König ausgesöhnt undiiun seine Tochter und als Ehestetter die Grafschaften Burgund, Artesia und Pieardic gegeben habe, sohabe er dennoch seine Boten bevollmächtigt, mit den Eidgenossen über eine Vereinigung zu unterhandeln,wie diejenige seines Vaters gewesen, Er erwarte zur weiter» Verhandlung der Eidgenossen Boten ansZeit des Zusammentritts der drei Stände am Neujahr. Auch habe der König unser» Studenten zu-staris ihre Pensionen wieder angehen lassen und werde sie gnädig halten. Die Söldner habe er einzigdarum entlassen, weil er, da jetzt völliger Friede herrsche, ihrer nicht bedürfe und die große past seinenUntcrthanen abnehmen wolle. Im klebrigen sei er mit ihrem Dienst zufrieden und werde sie bedürfenden^"kls mit unscrm Rath wieder berufen. Diese Nedc der Botschaft wird punktweise beantwortet mit Beiineebezeugung für den Tod des Vaters Seiner Majestät, Glückwunsch zu seinem Regierungsantritt, Dankkür die erzeigte freundliche Gesinnung, Entschuldigung daß man nicht bereits eine Botschaft an ihn geklickt, Tank für die gute Behandlung der Studenten und der Söldner, Bemerkungen über die Ausständeder Pension und dem burgundische» Gelde und Bereitwilligkeit zu einer neuen Vereinigung. Nachdemdle königlichen Boten abermals geantwortet, hat man einige Personen beauftragt, mit ihnen die llntcr-lung der Vereinigung, der Pension u. s. w. wegen zu eröffnen. Die französischen Boten bemerken,»acb Recht und Gewohnheit des französischen Reichs ein minderjähriger König in keinen Sachen vcr-" uch gemacht werden könne, so seien die Herren von Geblüt und die, welche das Regiment führen,doli guten Willens zu den Eidgenossen der Ansicht und haben den Boten Gewalt gegeben, die Verciniwelche die Eidgenossen mit des jetzigen Königs Vater gehabt, auf ein Jahr zu erstrecken. Siewalten zwar lieber die Vereinigung auf längere Zeit oder für die ganze Lebensdauer des Königs machen;"klein die Gesetze des Königreichs verbieten cS. Die drei Stände des Reiches werden sich nächster Tage^sammeln und da die Eidgenossen früher ihren Willen ausgesprochen, eine Botschaft zu senden, so"wcbtim sie doch diesen Gedanken wieder aufnehmen. Ihre Boten könnten dann mit den Prinzen, den^ Kenten des Reichs und den drei Ständen selbst über die Vereinigung sprechen und würden die beste»'»abme finden. Alles das wird zu bedenken genommen und ein anderer Tag diezer Sache wegen an-auf St. Thomasabend ( 2(1. Deeembcr) nach pucern. Da Welti von Neucnstein und Graf"wald von Tbicrstein, beide Bürger von Solothurn, zu Zwingen den Amtmann des Bischofs von BaselEiE" alles Aecht gefangen halten, auch eine Botschaft der Eidgenossen in dieser Sache fruchtlos war,w wird solothurn ersucht, mit beiden zu reden, daß sie den Amtmann loslassen und mit «bin zu Recht"'"wen, widrigenfalls die Eidgenossen sich des Bischofs von Basel als ihres Verbündeten annehmenwurde», zumal Graf Oswalds Schlösser, Thierstein und Pfeffingen, in derer von Solothurn und ihren"">en begriffen sind und sie solche Unfugen in ihrem pande nicht dulden können, t*. Wegen der Gewngcnbaltung der venetianischeu Botschaft zu Wesen soll auf dem Tag zu Putern berathen werden, daßwn cm Ollarus schreibe, die Boten ohne Entgelt loszulassen und das Geleit, in welchem nach des Vogtö^bcll.ind Bericht die Botschaft rcisete, in Ehren zu halten. Ebenda soll man entscheiden, oblmniann Dietrichs Sohn noch ein Jahr im Oberland als Vogt lassen wolle oder nicht. I». Vom"g der .'(ahrrrchnung zu Baden sollen Boten ins Oberland abgeordnet werden zur RechnungSabnahmezur Regelung anderer Dinge l. Die siebente Zahlung an die l 5,0(1(1 Gulden von Burgund, welche
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