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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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August lck80.

8».

Zürich.

44011, 14. Rllflllss (uss vnskr srowc» Atcnt AssumptioniS).

Staatsarchiv Bcr» AUgcmcme eidgenössische Abschiede. ii. Iii,

t». Des Herzogs von Lothringen Sendboten nnd Anwälte danken vorerst für die Botschaft, so dieEidgenossen in seinem Interesse an die Hauptlentc des Königs von Frankreich gesendet haben nnd meldendann, auch der Herzog habe an den König eine Botschaft geschickt, nm ihm seinen Dienst anzubieten,ihn zn bitten, daß er seinen Zorn gegen ihn fahren lasse, von ihm zu verlangen, daß er die Königinvon Sicilicn, des Herzogs Mutter, durch sein Land zn ihrem Vater reisen lasse, der ans dem Todbettnach ihr verlangt habe. Auf Alles dieses habe der Bote Übeln Bescheid erhalten nnd dagegen folgendeForderungen des Königs vernommen: Erstlich habe derselbe einen Theil von Lothringen verlangt vonwegen der Königin von England, zweitens die Hälfte des Landes Bar von wegen der Königin, seinerMutter, die deS Königs von Sicilicn selig Schwester gewesen, drittens Neuenbürg nnd Ehatcnah, alsnicht empfangene Lehen, viertens die Stadt Epinal, die zur Krone gehöre, fünftens <><><> Franken,die Herzog Niclausen selig hätten zukommen sollen; scchstcnö habe der König gesagt, er wolle denGrafen von Maus in dem Land Provence gegen den Herzog halten nnd schirmen; endlich habe derKönig mit Gewalt und ohne Recht die Stadt nnd Probstei Bar inne, welche von Rechtswegen der Königinvon Sicilicn, des Herzogs Mutter, des Königs ältester Schwester, als rechtes Erbe zngchöre. Diesegegenseitigen Bcschwcrdcpnnkte thcilen die Sendboten des Herzogs von Lothringen den Eidgenossen alsihres Herrn guten Freunden nnd Bundesgenossen mit, mit der Bitte, sie möchten ihren Einfluß beimKönig dahin verwenden, daß der Herzog nnd seine Mutter bei dem Ihrigen bleiben nnd in den Besitzder Stadt nnd Probstei Bar wieder eingesetzt werden möchten. Hierauf antworten die eidgenössischenBoten, sie schicken gegenwärtig dem König Söldner mit der Bedingung, daß sie weder gegen das Reich,noch gegen die Vereinigung gebraucht werden; sie wollen gern ihren Hauptlentc» Befehl geben, sich inder Sache des Herzogs beim König zn verwenden. Zudem seien sie im Begriff, von allen Orten eineBotschaft an den König zu schicken, nm zwischen selbem nnd Herzog Maximilian den Frieden zu ver-mitteln; auch dieser wolleu sie die Sache des Herzogs in Auftrag geben. I». Hinsichtlich der Botschaft,die nach dem Abschied zu Luecrn an den König von Frankreich und den Herzog Maximilian geschicktwerden soll, wird beschlossen, daß jedes Ort auf Samstag nach St. Bartholomäuötag nächsthin seinenBoten zu Bern haben soll, von wo dann dieselben zum König und zum Herzog reiten sollen. DieFürsten, Herren und Städte der Niedern Vereinigung anerbieten sich zur Mitwirkung bei der Vermittlung-«. Die lothringischen Boten treten nochmals vor mit neuerdings erhaltenen Berichten über die fortschrei-tenden Unternehmungen der königlichen Hauptlentc im Lande Bar und verlangen, daß dem .Herzog,wenn er es begehren sollte, eine Botschaft von zwei oder drei Orten in aller Eidgenossen Ramcn an dieköniglichen Hauptlentc in seinen Kosten gegeben werden möchte, nm dieselben zum Stillstand zu vermögen,bis die Botschaft zum König gelange. Das wird ihnen zugesagt. «I. Hierauf erschienen Bote» deSKönigs von Frankreich und begehren zu wissen, was die Räthc des Herzogs von Lothringen bezüglichdes Königs angebracht hätten. Hierüber wird ihnen in Kürze Auskunft gegeben mit dem Beifügen, daßdie Eidgenossen durch ihre Botschaft beim König versuchen wollen, die Sache zu vergleichen nnd daß