Druckschrift 
3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
Entstehung
Seite
64
Einzelbild herunterladen
 

64

April 1486,

«8.

Isucern.

4^1111, 17. 31pll1 (Montag p«sc inisei ieoiü'iii),

Staatsarchiv Lllccril: Luccrnerabschicdesammlung, N,tüS,

Boten: Zürich. Hans Tachclshofcr. Bern (nicht angegeben). Luccrn, Hans Ferr; PeterTammann. Uri. Anton Berncr. Schwhz, Cunrad Jacob, Obwaldcn, Claus von Zubcn. Nidwaldcn, Heini Winkelried. Zug. Heinrich Albrccht. Glarus. Hanö Stuki, Benncr.

tt. Von des Thnrgails wegen ist angebracht, das; daselbst allerlei Unfug vorgehe, ohne das; die vonKonstanz strafen. Daher erachten einige Orte, es wäre gut, wenn man das Thurgan einlösen und zuder Eidgenossen Händen bringen würde. Das soll Jedermann heimbringen, sei es das; die vill Orte gc-meinsam die Lösung thun, sei es das; man, wenn einige nicht eintreten wollten, den übrigen gönnte, dieLösung zu thun. I». Wegen Murtcn, Cudrcfin, Grandcourt, Erlach, Iongnh, Grandson, Orbc, welchedie von Bern innehaben, soll man ebenfalls zu Lucern aus dem Tag, da des Königs Bote mit denmailändischen Briefen herauskommt, Antwort geben, v. Die Herzoge von Mailand begehren, nachdemsie den Anforderungen wegen Uri entsprochen und den Frieden haben ausrufen lassen, eine Qnittanz inForm eines Instruments von des Schreibers von Luccrn als öffentlichen Notars Hand und vor unpar-teiischen Zeugen gegeben. Es wird beschlossen zu entsprechen; Luccrn sott die Qnittanz nach Bern, Frei-burg uud Solothurn zum Siegeln schicken, die übrigen Orte sollen zur Abkürzung der Sache ihre Siegelzu Lucern haben auf Dienstag St. Marcustag (25. April).

Das Zürcherexonplar datirt diesen Abschied, wohl unrichtig, von Zürich. Art. I» fehlt darin, dagegen hat eS einen, der hierfehlt:Der Bote von Frankreich begehrt, wenn der Bischof von Metz oder andere den König bei den Eidgenossen verklagen oderverunglimpfen, so möge man ihnen nicht glauben. Wenn der König etwas vornehme, das den Eidgenossen nicht gefalle, so sollensie ihm nur darüber schreiben."

L u c e r n.

44UO, ohne Monat nnd Tag (wahrscheinlich 25. Apnl).

Staatsarchiv Zürich: Allgemeine Abschiede, 1,47,

t». Beide Grasen von Württemberg suchen um Erneuerung ihrer ausgegangenen Vereinigung nach.Heimbringen. I». Die österreichischen Näthc bringen an, sie vernehmen, das; sich die beiden Grafen vonWürttemberg um Vereinigung an uns wenden, nun bitte ihr Herr, ihnen nicht zu entsprechen, da der altereGras Eberhard ihm stets widerwärtig gewesen. Antwort: Ihr Herr möge sich zu uns versehen, das; wir mitden Herren von Württemberg oder Andern ungern etwas vornehmen würden, was ihm widerwärtig wäre.

Der Kaiser fordert bei den Eiden und bei des Reichs schwerer Ungnade und Strafe unverzüglicheAufhebung des Bündnisses der Eidgenossen mit dem König von Frankreich als einem Feinde des Reichs nnddeutscher Ration, nnd das; wir demselben kein Volk mehr gegen seinen Sohn und desselben Land leihen,«I. Man will die Rückkehr des zürcherischen Boten Conrad Schweich ans Frankreich abwarten, dannsollen die von Zürich den Städten und Ländern einen Tag in ihre Stadt verkünden, damit man überalle diese Geschäfte sich berathe. Dem Bischof von Met; wird versichert, das; die Eidgenossen sich keine