Ottober tcklll.
Rhein und seines Unterfangens gegen den König von Frankreich wegen Vorstellungen zu machen. Unterwalden wird, in Betracht wie viel den Eidgenossen an diesen Sachen gelegen sei, aufgefordert, mit denandern Orten gemeinsam zu handeln. Sobald man in Betreff des Friedens mit Mailand Antwort bat,soll zu Luccrn bcrathcn werden, wann die Boten nach Oesterreich abzugehen haben. I». Alle Orte sagendie Vereinigung mit dem Papste zu, nach Inhalt dcö vorigen Abschieds. Zu Luccrn soll das Instrumentaufgerichtet werden. (Beilage 6.) e. Der Bote dcö Königs von Ungarn meldet, dasi sein Herr endlichdie Feindseligkeiten mit den Königen von Böhmen und Polen zu Ende gebracht und mit ihnen einVündniß abgeschlossen habe, hauptsächlich zur Verteidigung des christlichen Glaubens gegen die Türke»,welche, ohne des Königs Wissen, durch das Gebiet des Kaisers und der Vcnetiancr in Ungarn eingedrungen,großen Schaden daselbst verursacht und viele Gefangene auf gleichem Wege fortgeführt hätten. Er bittetdie Eidgenossen, dem christlichen Glauben und ihm zu Ehren auf seine Kosten eine Botschaft an denHerzog von Oesterreich zu senden, um zu bewirken, daß derselbe mit ihm eine Verständigung eingehe.Gleichzeitig meldet der König, er habe schon zwei oder dreimal über die Türken gesiegt und viele Ge-fangene gemacht, von denen er einige den Eidgenossen zuschicken wolle, damit sie einmal diese Pente sehen.Auf dem nächsten Tag will man bezüglich der verlangten Botschaft Antwort geben. ,1. Der Bundes-vcrtrag mit Ungarn wird ratifieirt und ausgewechselt; Schwhz wird aufgefordert, selben auch zu siegelnund sich darin nicht von den Eidgenossen zu sondern.
Zu «?. Crcdenzbrics des Jacob Renczhauser, <1. >1. Brunn 147!), St. Varthoiomäusabcnd (LZ. August). (StaatsarchivLuccrn. Ungarische Acten.) jj Zu «l. Darunter ist des Königs Matthias Urkunde vom Lti. März und der entsprechende Gcgenbrief(s. oben »4 und Berlage 4) verstanden.
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Lu ceru.
^ 5. November (Frciiag nach Allcrhtiligcn).
Staatsarchiv Luccrn: Luccrnerabschiedcsammlung. Ii. I.A.
Boten: Zürich. Heinrich Nöist, Bürgermeister; Hans Tachelshofcr, Zunftmeister. Bern. Petcrmannvon Wabern, Ritter, Altschultheiß; Bartholomäus Huber, Venner. Lucern. Heinrich Hasfurtcr T->cmsFerr, Schultheiße; Peter Tammann; Ulrich Fciß. Uri. Walter in der Gasse; Jacob Arnold, Ammann.Schwhz. Ammann Jacob; Werni Ulrich. Untcrwaldcn. Ammann Zimmermann; Heini Winkelricd.Zug. Ammann Schell; Schiffli. Glarus. Ammann Kuchli. Freibürg. Jacob Bugniet. Solothnrn.Eilnrad Vogt, Altschultheiß.
Graf Eberhard, der ältere, von Württemberg und der von Fricdingcn auf Krähen klagen gegenseitig über Gcwaltthatcn und Beschädigung, und begehren beide der Eidgenossen Hülfe. Das will manheimbringen; einstweilen werden beide crmahnt, das Land nicht mit Feuer zu verwüsten, damit das Kornnicht zu Grunde gehe. Zürich wird bevollmächtigt, zwischen ihnen mit Minne oder Recht zu Handel».I». Da der päpstliche Legat bei dem Anlaß, da der Bundcsbricf mit dem Papst besiegelt wurde, anzeigte,es sei nicht des heiligen Stuhles Gewohnheit, sein Siegel andern beizufügen, so wird beschlossen, daßzwei Urkunden aufgerichtet, die eine durch die Eidgenossen, die andere durch den Papst besiegelt, sodannausgewechselt werden sollen. Jedes Ort, dem der Brief zugesendet wird, soll denselben siegeln. Ebensosoll es mit dem Friedensvertrag mit Mailand gehalten werden. «. Der Papst läßt durch seinen Legaten