Juni l-179.
Anbringen bezüglich der Aufrichtung eines ewigen Friedens und einer Vereinigung mit der kaiserlichenMajestät und mit dem Erzherzog, bezüglich der Bestätigung der Freiheiten „, s, w,, zu erhalten, Dieburguudischcn Boten seien von Ort zu Ort geritten, und man habe ihnen die Antwort auf diesen ?agverheißen, ferner sei die (Grafschaft Burgund gemeiner Bereinigung verschriebenes Unterpfand, ihnen nunenlwcrt und verbeert, so daß leicht zu ermessen sei, was dieses Unterpfand noch ertragen möge; die StadtBisanz, die zum Reich gehöre, sei eingenommen, das Schloß halte sich noch und wäre durch schnellenEntsatz zu retten; zudem seien viele .(inechtc ans der Eidgenossenschaft bei des Königs von Frankreich Zug,und tbnn dem pandc großen Schaden, Sie begehren, daß diese heimberufen und alles Andere in Erwägunggezogen werde, damit sie in Frieden und beim heiligen Reich behalten werden mögen. Darauf wird geantwortct: Den Eidgenossen tbuc die Verheerung deS pandes leid, gern wollten sie, selbe wäre ungeschehen;doch finden sie nicht, daß ihnen etwas deshalb zn thun gebühre, da die getroffene Richtung wedervöllig besiegelt, noch auch durch Bezahlung des Geldes vollzogen sei, wie man das den Bete» schon zuZürich gesagt habe. Bei dieser Antwort lasse man es bezüglich dieses Gegenstandes und so auch bezüglichder begehrten Vereinigung nnt dem Kaiser und Herzog Marimilian bewenden. Auch wegen Bisanz bleibtman bei der vorigen Antwort, besonders da die Rede geht, daß diese Stadt mit dem König sich ver-tragen habe. Indessen soll den letzter» Gegenstand, sowie den betreffend LalinS jeder Bote an seineHerren zur wettern Berathung ans nächstkommendcn Tag zu puecrn bringen. Dabei war etlicher BotenMeinung, cS dürfte vielleicht doch gut sein, eine Botschaft zum König zu schicken, um zn vernehmen,was für eine Bcwandtniß es mit der Bezahlung der l'rtt.tttttt Gulden und mit einer ziemlichen Theilung derGrafschaft Burgund haben möchte, zx. Jeder Bote weiß zu sagen, was Graf Heinrich von Württembergan gemeine Eidgenossen Mümpclgardö halb gebracht hat, daß das Gerücht gehe, der König von Frankreich wolle diese Stadt überfallen, weshalb jener um Hülfe bittet. Ihm ist geantwortet, man traue solchesdem König nicht zu, habe aber nirbts desto weniger, wie vorgcmcldct, dessen Hauptlenten geschrieben;eintretenden Falls werde man Mümpelgard leisten, was man schuldig sei, I». In Betreff der Forderungvon Biel soll man zu pueern endliche Antwort geben; wer ihnen etwas geben will, soll das Geld aufjenen Dig schicken I. Des Zugs wegen nach der Lombardei ist abgeredet, daß Jedermann sich rüste,mit Macht auf den Feind zu ziehen, falls der Tag zn pueern nicht zum Frieden führen würde, lieberdie Straßen, auf welchen eintretenden Falls der Zug stattfinden soll, kam man zn keinem Beschluß, empfahlaber den Herren von Uri und vom grauen Bund, darüber Vorschläge zu bringen; Bern, meint, alleAnschläge bis zum Scheitern der FricdcnSunterhandlung zu verschieben, will sich jedoch nach Rotbdurftrüsten k. Denen von den Iii Bünden wird zugesichert, daß man im Fall eines Friedensschlusses mitMailand den Ersatz ihres Schadens nicht vergessen werde, I. purer» soll in gemeiner Eidgenosse,» Kostenan den Abt und die Stadt St. Gallen, an Appenzell, Rothweil, Schaffhauscn, die Vögte im Aargau,Thurgau, Oberland u s, w, schreiben, daß sie zum Zweck des projertirten Zugs sich mit einer gleichenAnzahl Kriegsvolk rüsten, wie im frühen» Mal, und selbes mit Speise und andern, Rothwcndigen ver-leben, ,»». Jeder Bote weiß das Anbringen, so der Probst von Amsoldingen im Auftrag des Papstesgethan, des Panncrs und der Bullen halb. Das Panner, so Herr Heinrich Müller bringen sollte, seiverloren gegangen, „wäö die Bulle begriff, ist ouch wol zu lütern". Dazu hat er Autwort verlangt inBetreff der zu Zürich nachgesuchten Vereinigung mit dem heiligen Vater und sich erboten, zu schreiben,daß der Papst ein anderes Panner schicke, was er auch schon durch den Probst von Wcrd gethan, den
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