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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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Juni lä79.

B ern.

i47!l, Ä4. JUNI «auf S>, Iuhann Paptist,.

Staatsarchiv Lncern Allgcmcinc Al'schicdt, » lW,

». Hermann von Eptingcn, Ritter, und Anton von Eolombier, als Botcil des Markgrafen Rudolfvon Höchberg, klagen, daß die Hauptlcute dcö .Königs von Frankreich die Herrschaft ViliasanS, welche halbdem Markgrafen, halb seiner Tochter, der Frau von Fo,itcnah, die ihre Morgcngabc darauf habe, gehöre,zu Haudcn des Königs zu ziehen unternehmen, mit Bitte, solches zu verhindern, da der Markgraf mitBern vcrburgrcchtct fei. Beschluß: Es soll den königlichen Hauptleutcn unter der Stadt Bern Jnsicgclin diesem Sinne geschrieben werden, I». Herr Bcrtrand de Brossa, Doctor der Rechte, legt sein Be-glaubigungsschreiben vor, mit Meldung, sei ihm vom Könige die FricdenSnnterhandlnng zwischen denEidgenossen und Mailand aufgetragen und angelegentlich empfohlen. ES wird hierauf beschlossen, demKönig seinen guten Willen zu verdanken, dem Boten von Mailand freies Geleit zn senden, dem Zusahin Irnis zn schreiben, daß sie demgemäß diesen ehren nnd den Waffenstillstand bis zum Tage zn Luccrn,lt. Juli, halten sollen, «. Herr Bcrtrand eröffnet ferner die Erklärung des Königs, sei ihm nie-mals im Sinuc gelegen, gegcp Basel und die Vereinigung zn Felde zn ziehen, er begehre mit diesen nurLiebes und Gutes zu schaffen; wollte er gegen sie etwas vornehmen, so wurde er zuerst der EidgenossenRath einholen; auch den Krieg gegen Burgund führe er nur gezwungener Weise, Antwort: Man denkeund erwarte vom König nichts als Gutcö. «I. Die Herren der Vereinigung, welche auf diesem Tagezugegen waren, gaben auf die Mittheilnng der lchrcrn Eröffnung des französischen Boten zn erkennen, siehaben von Knechten, die ans dem Heere des Königs zurückgekehrt und von solchen, die noch daselbstseien Kunde, daß der König Willens sei, vor Mümpclgard, Lndres und Bcfort zu ziehen; vor Lndrcösei sein Kriegsvolk schon zweimal erschienen; mit großen Kosten haben sie nun Mümpclgard beseht, wasihnen in die Länge schwer fiele ausznhaltcn, weshalb sie der Eidgenossen Dazwischenkunft verlangen,Ihnen wird geantwortet: Räch demjenigen, was des Königs Bote eröffnet, komme ihnen solches unbe-greiflich vor, indessen wollen sie mit lchtcrm darüber reden. Der Bote wiederholte auf geschehene Anfrageseine frühere Eröffnung; nichts desto welliger aber wurde voll ihm und den eidgenössischen Boten an dieHauptlcute dcö Kölligs geschricbeu, solche beunruhigende llnternchmnngen zu vermeiden, den Herrender uiedcrn Vereinigung aber wurde empfohlen, sich aller Feindseligkeiten gegen den Köllig zu enthalten;werden sie muthwillig und ohne Anlaß angegriffen, so werde man die ihnen gegenüber eingegangenenVerpflichtungen zu erfüllen wissen, übrigens erwarte man nichts als Gutcö vom Könige, der sogar sichgeneigt zeige, mit Basel eine Vereinigung einzugehen, <. Der französische Bote versichert im Ramendes Königs, daß die Salzpfanne zu Salinö nicht zerstört, sondern erhalten nnd den Eidgenossen, wievon Alters her, freier Kauf gestattet werden soll. t. Endlich erklärt der Bote, der König genehmigeden mit dem Präsidenten von Toulouse früher abgeschlossenen Vertrag wegen terminweiscr Bezahlung derPension; sei auch sein Wille, daß selber vollzogen werde, denn er wolle der Vereinigung mit denEidgenossen in allen Thcilcn gestrap" nachkommen. K. Graf Hugo von Montfort und andere Räthedes Erzherzogs Maximilian wünschen die auf dem Tag zu Zürich ihnen versprochene Antwort auf ihr