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Mai bis Juni 147L.
daß die Bezahlung aus der Nutzung Obcrburgunds geschehen soll; jedoch bezweifeln sie nicht, er werdenoch andere Quellen dafür anweisen, fo daß auf Weihnachten eine merkliche Abschlagszahlung erfolgenkönne. Ferner haben die Boten Befehl, den Eidgenossen eine weitere Vereinigung anzubieten, darin derKaiser auch sein werde. Endlich da der Schuldbrief um die l5t>,W0 Gulden vom Bischof von Bisanznoch nicht besiegelt sei, so erbiete man sich, dieses Siegel beizubringen, oder falls es nicht möglich wäre,gemeiner Landschaft von Obcrbnrgund Siegel daran zu hängen. Hierauf wird geantwortet: Man habesich versehen, es werde die Besicgclnng dcö Briefs und die Bezahlung her Schuld erfolgen, sowie auchdie Vollziehung der Vereinigung. Bis den vorigen Verheißungen Genüge geschehen sei, könne man inBetreff einer weitern Vereinigung keine Antwort geben. Alle ihre Anbringen wolle man jedoch den Obrigleiten vorlegen. It.. Hiltbrand Rasp, dem vom Herzog von Oesterreich auf diesen Tag gesendeten Boten,werden auf verschiedene Anbringen folgende Antworten gegeben: Man habe an seinem Vorbringen ein„gut benügcn"; es sei zwar allerhand geredet worden, dem man aber keinen Glauben beimesse, manversehe sich vom Herzog alles Gntcn, und habe das Erbieten, fo er nnS im Feld vor Bcllenz durch denGrafen Jörg von Sargans, durch Jaeob von Ems und Andere gcthan, noch in dankbarer Erinnerung.Hinsichtlich des Streits mit Mailand schlage man es nicht ab, wenn der Herzog eine Vermittlung vcrsuchen wolle, da aus der französischen Vermittlung vielleicht nichts werde, der Stillstand auf den SonntagTrinitatis zu Ende gegangen sei, und man den Zusatz hineingeschickt habe, des Kriegs jedoch lieber über-hoben wäre. I. Oberburgunds wegen antwortet man dem Boten Herzog Sigmunds, Jacob von Emsfei bei denen von Zürich gewesen, und habe davon geredet, wie unser gnädige Herr daö Land in seineGewalt zu bringen beabsichtige, ferner von einer größcrn Vereinigung, in welche auch der Kaiser undfein Sohn treten sollen u. s. w. Auf dem Tag aber, wo diese Sachen hätten verhandelt werden sollen,sei Niemand erschienen, gegenwärtig sehe er wohl, wie die Sachen stehen; gemeiner Vereinigung Ansichtsei es nicht, sich in einen schweren Krieg zu verwickeln und sich den König von Frankreich zum Feind zumachen; die Eidgenossen selbst stehen mit Mailand noch in offenem Krieg. Das Alles möge er seinemHerrn berichten; wenn aber dieser ohne unö das Land in seine Gewalt bringe, so werde man das gernsehen, und es werde ihm zugesagt, daß man weder mit dem König von Frankreich noch mit jemand andermgegen ihn in eine Vereinigung treten und ihn überhaupt nicht verlassen werde, wenn der König demLande Burgund sich nähern oder gegen das Elsaß oder Sundgan etwas vornehmen wollte, in. DerVerbindung mit Württemberg wegen wird dem österreichischen Boten geantwortet, Graf Eberhards Botenseien noch nicht hier gewesen, wohl aber die dcS Grafen Ulrich, und immerhin werde man den Herzogin der Vereinigung vorbehalten. «. In Betreff der Burgeraunahmen soll der österreichische Bote mitdenjenigen Orten reden, die solche Bürger angenommen, gemeine Boten können über diesen Punkt nichtantworten. «». Hinsichtlich der Hülfe gegen die Türken und Vcnedigcr würden die Boten selbst ohneVollmacht über sich nehmen, Knechte zuzusagen, wenn man ihrer nicht dcS mailändischen Kriegs wegenselbst bedürftig wäre. Wenn aber dieser Krieg geendigt sei oder wir sonst Jemanden entbehren können,wollen wir Seiner Gnaden gern zn Gefallen sein, zumal die Sache den heiligen Glauben anbetreffe.H». Der Briefe wegen zn Luccrn bleibe man bei der vormals gegebenen Autwort. «ß. Mau hoffe, derGraf von Montfort und die Appenzeller werden ihre Spänne gütlich beilegen. Sofern dann der Herzogihre Beschwerden etwas mildere, so werde auch wegen des Schreibgcldö u. a. m. nicht viel Einrede stattfinden,r. Man hält für nothwendig, eine Botschaft an den König von Frankreich abgehen zu lassen; denn