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3,1 (1858) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1478 bis 1499
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April 1478.

8.

Svlothnr n.

23. April <St. Jörgcntag).

Staatsarchiv Luccrn: Allgemeine Abschiede. II. 157.

Der Tag ist angesetzt von Herzog Ncnat von Lothringen, und sind dabei der gemeinen Verbindungvon Fürsten, Städten und Ländern, Räthe und Boten söhne Angabc der Namen).

«». Die Anwälte des Herzogs von Lothringen bringen an, der König von Frankreich mnthc ihremHerrn zu, die Vereinigung sei wider ihn, den König, gerichtet. Darauf wird beschlossen, dem König sollendie zu Zürich gemachten Versicherungen gehalten , dem Herzog aber soll gcrathen werden, seine Botschaftzum König zu schicken, um dieseu zu erinnern, daß er, der Herzog, mit des Königs Wissen und Willenin die Vereinigung, der er allein die Wicdcrcrwcrbung seines verlornen Landes danke, getreten sei, und umselben zu bitten, daß er ihn bei der Vereinigung ruhig bleiben lasse. I». Herzog Sigmund von Oester-reich bringt durch seine beiden Boten, den Doctor AchatiuS (Mornower) und den Ritter Mang vonHabspcrg, an, er habe sich entschlossen, zur Vermeidung des Vergießend von Christcublut, persönlich eineVermittlung des Streites zwischen Herzog Maximilian und dem König von Frankreich zu versuchen: wennjemand Mittel und Wege zur Erreichung dieses Zweckes wisse, so sei ihm lieb, solche zu vernehmen. Auchwünsche er, seinen Vetter, den Herzog Maximilian, in die Vereinigung zu bringen. Die Vereinigung antwortet beifällig. « . «S. Herzog Sigmund verspricht, einiger Todtschlägc und Verwundungen halb, derent-wegen er mit Luceru in Zwist gcrathen, eine Untersuchung anzustellen. Von den Luecrncru verlangt erseinerseits, daß sie für Zurückgabe des Schlößchens Jestcttcn au den Stüdclcr von Frciburg, dem es durchseine Ehefrau gehöre, besorgt seien. Ueber beides wird an Lueern geschrieben. «. Herzog Sigmund ver-langt, daß nach der mit ihm gemachten Richtung alle die Scinigcn, die man in Schirm- und Bnrgrcchtaufgenommen, daraus entlassen werden. I. Peter Schott, Altammeistcr zu Straßburg, regt au, wie eswohl zu erzwcckcu wäre, daß auch der Pfalzgraf in die Vereinigung käme. Das will jeder Bote heimbringen, die Antwort soll denen von Strasburg bis St. Urbanötag (25. Mai) zugeschrieben werden.A. Der Herzog von Lothringen klagt, daß er noch seit dem Bericht von Zürich bekriegt, durch Einnahmevon Schlössern und Tödtung von Gefangeneu, die hätten ledig werden sollen, beschädigt worden sei.Beschluß: Die österreichischen Boten sollen das an ihren Herrn bringen; dem Herzog Maximilian sollsofort von der Vereinigung aus darüber geschrieben werden. Ii. Die zwei Knechte von Bern, die zu Brem-gartcn mit gewaffneter Hand in die Stadt eindringen wollten, will der Herzog von Lothringen strafen,womit der Bote von Bern, Herr Urban von Muhlcrn, sich einverstanden erklärt.

Hassner, Solothurner Schauplatz U. 189, und nach ihm Müller, Schweizcrgeschichte V. 145, melden, es sei auf diesem Tagedas Bündniß mit der Niedern Vereinigung erneuert worden. Der Abschied enthält davon nichts. Haffncrs Angabe scheint sich alleinauf folgende Stelle des Solothurner Rathsmanuals n. 317 zu gründen (welche er überschrieben hat:Pundt mit den Fürsten vndtStetten"):Diz sind die Herren vnd botten So von den fürsten vnd Stetten Hie gewesen such von der verEinung vff Sant Jörgentag ättiin mipra (1478): Von minem gncdigen Herren von Oesterrich Hr. Achaeius Doctor vnd Hr. Mang von Habsperg; VonMincm gnedigen Herren von Straszpurg (Raum offen); Von Straszpurg Hr. pcttcr schatt allt ammcistcr; von Basel Anthoni vontzoufsen, Vielaus Rüsch, Stattschriber vud Hans zum gold; Von Zürich Hr. (ionrat Schweich Ritter; Von Bern Vrban vonMulron; Von Vre Hans Im Hos; Von Zug (fehlt); Von Colmar Hans Huter; Von Solotorn Vlrich Biso Schulths, Cvntz vogt.