December 1476.
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Er, der Legat, habe von dem Bischof von Metz, dem Heslcr ic. erfahren, daß der Herzog von Burgund gegen diedeutsche Nation ganz gutwillig und bereit sei zu tagen. Da von der Bereinigung und von den Eidgenossen Uber denSonntag Niemand gekommen sei, haben jene Gesandten Furcht gehabt, daß böse Hintcrrcde in's Mittel getreten unddaß Straßburg ihnen Geleit versagen werde. Sie haben vieles im Befehl vom Kaiser und vom Herzog von Burgund,die sie auch zu ewigem Frieden vereinbaren wollen. Auf Montag seien sie fröhlich zum Kaiser abgegangen und inder Nacht darauf habe der Bote des Bundes dem Legaten die Briefe gebracht, welche er dann mit Johannes Heslcr,Bruder des Vorgenannten, der von des Kaisers wegen bei ihm, dem Legaten, wohne, gelesen und daraus ihre hoheWeisheit und Achtung gegen den heiligen Stuhl erfahren habe :c. Auf Weihnacht Abend habe er den abgereistenGesandten Abschrift der Briefe nachgesendet und einen andern Boten zur kaiserlichen Majestät geschickt, darauf sichentschlossen, zwischen dem Bund und dem Herzog von Burgund einen freundlichen Tag anzusetzen; er werde anSt. Stcphanstag nach Straßburg abreisen und Freitags daselbst eintreffen, vor den Rath treten, erstlich die ver-gangenen Dinge erzählen, zweitens seinen Befehl und seine Bullen eröffnen, drittens für die Boten beider Parteiensicheres Geleit znm Tag verlangen und viertens bitten, seinem Boten Einen mitzugeben an den Herzog von Burgund,um, ohne den Bund zu compromittircn, den Tag zu begehren, und daß er seine Botschaft auf der heiligen drei KönigeTag nach Basel ordne, alles unter der Voraussetzung, daß Straßburg entspreche und einen Boten mit dem seinigcnschicke; es möchte ihm, dem Legaten, auf Mittwoch Geleit nach Brcisach senden u. s. w.
Zu » a. E. Das Ziirchcr-Excmplar, übereinstimmend mit Abschied 801 und 804, hat drei Boten aus jedemOrte; das Luccrncr-Excuiplar dagegen sagt vier.
8«R.
Zug. R47«, TT. December (Sonntag nach Thomc).
Staatsarchiv Zürich: Abschied«, I.A.
Der Stöße und Spane wegen zwischen den Bürgern von Zug cinestheilö, und denen im äußernAmt anderntheilö, haben die Boten der vier Orte auf mancherlei Weg die streitigen Parteien zu gütlicherAusgleichung zu bringen getrachtet; aber beide Thcile haben dieses abgeschlagen und die Boten der vierOrte gebeten, ihren rechtlichen Spruch in den Sachen sobald möglich zu geben. Daher hat man ihnene>nen Rechttag gesetzt, auf Donstag nach dem Neujahr zu Zug zu sein und TagS darauf die Sachevorzunehmen. Zcde Partei soll ihre Kundschaften, Leute und Briefe und, waö sie im Rechte zu brauchensiedenkt, bei sich haben. Die Boten der vier Orte haben darauf beide Parteien nach Änhalt des Spruch-tiefes ermahnt, den Tag zu besuchen. Von jedem der vier Orte sollen, wie schon beschlossen, dreiBoten zu dem Rechttag gesetzt werden. Die vom äußern Amt haben begehrt, daß Schwyz auch eineBotschaft auf den angesetzten Tag schicken soll, die, wenn der Spruch um daS „Venly" erfolgt und vontn vier Orten allfällig entschieden sein werde, daß die andern Streitpunkte den Spruchbrief nicht berüh.von, mit den Boten der vier Orte an der Veurtheilung der letztern Theil zu nehmen hätte, wie jederBote zu sagen weiß.