gzg November 1476.
seien beim Herzog gewesen und haben sich nach seiner Gesinnung erkundigt und deßhalb auch Tag gesetzt, w>evorgemeldct. Dieser Tag ledoch, wozu er, der Legat, sich verfügt, sei ihm nicht durch den Doctor HeSler,sondern durch den Herzog Sigmund kund gethan worden; nichtSdestominder habe er sich an den Bischof vonMetz gewendet mit dem Ersuchen, seinen SecretariuS und auch den Doctor HeSler anherzusendcn und gleichzeitig sich beim Herzog von Burgund zu verwenden, daß er Lothringen räume, sich in sein Gebiet zurückzttund den Krieg einstelle. Er bitte also, man möchte die Ankunft der Genannten abwarten, damit in Sachendesto erfolgreicher gearbeitet werden könne. Antwort: Man wolle ihm zu Ehren und Gefallen einen oderzwei Tage warten, doch müsse der Herzog von Burgund Lothringen räumen und die Vereinigung nichtweiter belästigen, Der Legat eröffnete hierauf ferner, seine Meinung sei, erst daraufhin zu arbeiten,daß der Herzog von Burgund aus dem Felde ziehe, dann einen Waffenstillstand zu vermitteln, endlicheinen Compronziß zur Herbeiführung des Friedens zu Stande zu bringen. Das hat man >lM , heu^gesetzt". I». Hierauf hat der Legat einen Abt und seinen Auditor zum Herzog von Burgund gesendet mdem Befehl, sich nach dessen endlicher Meinung zu erkundigen. Der Eine soll beim Herzog bleiben, derAndere zurückkommen und Bericht bringen; sie sollen sich mit Niemanden einlassen, der nicht deseigenhändig unterschriebene Vollmacht besäße, I. Tags darauf ist beim Legaten ein Bote des Ka'st' ?Doctor Johannes, des Doctor HcölcrS Bruder, angelangt, welcher vom Kaiser zum Legaten und zu DoctorHeSler abgeordnet worden ist, um ihnen Bericht zu bringen von einem schrecklichen Einfalle der TürkenKärnthen, die mit fünf großen und neun kleinen Heeren das Land auf dreißig Meilen Wegs verwüstet »nnun bis in's ErzbiSthum Salzburg vorgedrungen seien („vnd jez den Kopff In daS Bistumb gon Salzburggekert habe"), und mit dem Ersuchen, daß beide, der Legat bei den Verbündeten und Doctor H^beim Herzog von Burgund, arbeiten, daß letzterer aus dem Felde ziehe und daß dann beiden Häuptern wc>zum Frieden zu reden gestattet werde. It. Dem Legaten und dem kaiserlichen Boten wurde auf 'Eröffnung geantwortet, der Einfall deS Türken sei uns als guten Christen leid, der Burgunder st'Anfänger des Krieges und man habe diesen auf kaiserliches Mandat geführt; zwar habe der Kastordem Herzog Frieden gemacht, dieser aber ihn nicht gehalten; nach Allem sei ein Tag zur Unterbau 'lung festgesetzt worden; vor dessen Zusage sei der Herzog von Burgund in seinem Lande gelegen,nach der Zusage aber in Lothringen eingebrochen, wo er sich nun befinde, waö allcü keine Anze'lstlicher Gesinnung sei. NichtSdestominder sei man bereit, wenn der Herzog Lothringen räume,sein Land zurückziehe und die Verbündeten in Ruhe lasse, aber nur unter diesen VoraussetzungFriedenövorschläge anzuhören. Könnten keine daherigc Eröffnungen gemacht werden, so bitte >uauLegaten um gnädigen Urlaub. I. Darauf hat der Legat erklärt, er werde nicht aufhören, stiucuFleiß dieser Sache zu widmen. Wenn eS nicht möglich sei, weiter auf Nachrichten zu warten, fo ^ ^den Willen Gottes geschehen, jedoch bitte er, wenn nach dem Schlüsse dieses TageS ibm etwas zu 'solches zur Beantwortung mittheilrn zu können; er werde nämlich zu Basel bleiben, bis ib'U ^vom Herzog komme, und sollte diese nicht befriedigend sein, so werde er persönlich zum Herzog oe> ^er werde übrigens den zum Frieden geneigten Willen und das hohe Vertrauen, daS er zum ^ 'Stuhl, zu beiden Häuptern und zu ihm selbst gefunden, nie vergessen und auch anbringen, baßimmerdar gedacht werden soll. n». „Welich beger Im abgrstalt vnd wie vor geantwurt ist".hat er den Rathen und Rathsfreunden gemeiner Vereinigung den Segen ertheilt und sich erboten,er mit vielen geistlichen Vollmachten ausgerüstet sei, ihnen auch Ablaß und andere Gnaden zu t > '