Februar 1476.
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der bernischen Boten, daß der Herzog von Burgund mit seinem Zug gegen Averdon und Grandson anrücke.Jedermann soll rathschlagcn, was man bei solcher Gestalt der Sachen thun wolle, und auf den angesetztenTag zu Lucern völlig Antwort geben. Ii. Ebenso bezüglich des Anbringens des Boten von Uri „vondes Herzogen von Meillant wegen, als der begert, dz die eidgnossen ir botschaft zu Im tügen, wel eretwz heimlichs an sy bringen vnd mit dero sich zu vnderreden, dz sich zwüschen Inen vnd Im wolerschiessen, dann er den Eidgnossen tun wel, dz Inen lieb sig vnd die Einig halten, dz man die gegen Imvuch halte. Vmb dz sol man die ding heimbringen vnd vff dem tag antwurt geben". I. Herr Hug vonLandenberg hat abermals Geleit begehrt. Auf dem angesetzten Tag will man antworten, ob man ihmsolches geben wolle oder nicht. It. Unser Herr von Conftanz hat nachträglich noch begehrt, wenn unsin der Vereinigung, wie sie mit seinem Vorfahren bestanden, etwas widerwärtig sei, so möchten wir esan ihn bringen, er wolle sich darin nach unserm Willen freundlich halten. Desgleichen begehrt er desSiegels wegen, daß die Siegeltaxen nicht an den von Frciberg gelangen. Sein Begehren, mit Bern zureden, daß dieses seine Priesterschaft dem Stift Constanz möchte anhangen lassen, soll man auch heim-bringen. I. Nachdem sich nicht erfunden, daß die zwei gefangenen Schmicdknechte zu Mellingen „so witgesungen" haben, wie auf sie geklagt war, und zudem große Fürbitte für sie eingelangt ist, hat man durchGottes Willen auf geschriebene Urfehde und gegen Bezahlung der Kosten dieselben freigelassen, i». Donstagzu Nacht nach Valentin! (15. Februar) soll man zu Bremgarten sein, der Sachen auf der Reuß wegen,und sollen Zürich und Zug ihre Boten da haben, n. Dem Kürsener Rößler hat man eine Erkanntnißgegeben, daß er seines Widersachers Vieh, welches von Meggen in gemeiner Eidgenossen Aemter gezogenist, wieder in Lucernergcbiet fertigen möge und daß dann die von Lucern darum Recht sprechen sollen.
Zu d. Siehe auch den Brief dcö PropstS Jost von Siliuon au Lucern ü. ä. Lyon, 27. Januar 1476, ab-gedruckt im Gcschichtöfrcuud XV. S. 133. — Zu 6 und »r- Instruction BcrnS auf diesen Tag (DeutschesMissivcnbuch v. 722): I. Die Boten sollen die Warnung, welche Bern zugekommen, anbringen, insbesondere,was der Markgraf heute (Montag nach kurilloationis, 5. Februar) berichtet hat, nämlich daß der burgundische Herzog„nit in mcynnng sy, keiner fachen zu gchcllcn, Im bcschcchc dann bckcrnng; wie wyt aber die bekernng gemeint oderwas darin gevasset wcrd, mögen nunc Herren nit wlissen"; und daß darauf der Herzog von Burgund mit seinerganzen Macht sich zu allernächst an unser Land gelegt habe. Man möge seine Pläne nicht wissen, vcrmuthc aber, erwolle sich mit der Herzogin von Savoycn vereinigen, die mit einem Zug zn Camrach liege, und dann ans imö losziehen. Bern verlange also, daß gemeine Eidgenossen sich geröstet halten, ihm ans den erste» Nnf mit aller Macht bei-zustehen. 2. Bezüglich des BisthumS Constanz scheine Bern, man sollte zn dieser Zeit sich in keine Bereinigungeinlassen „angesehen den Handel, der sich jep zu Rom begeben". 3. Die Boten sollen den Eidgenossen anzeigen,Bern habe denen von Basel und anch dem Herzog von Oesterreich geschrieben, daß sie ihre Reisigen ihm zur Htllfebereit halten. 4. Die Boten sollen wegen Avcrdon und Grandson mit Lucern reden. 5. Dieselben sollen melden,was Bern und Freibnrg auf die Nachricht vom Anzug des Herzogs vorgekehrt haben. 6. Des Geldes von Frank-reich und der 30,060 Gulden wegen, die man durch den Propst von Münster weiter begehrt hat. 7. Die neuenAnerbictungcn des Markgrafen, sein Möglichstes für eine Vermittlung zu thun, sollen angebracht werden. 8. Mansoll berathen, was auf den Brief der königlichen Boten zn antworten sei. 9. Die Boten sollen die Thcilung desGelds von Hcricourt, welche zu Lnccrn in dem Stadtbuch eingeschrieben sei, verlangen.
Die Schreiben BcrnS an Lucern vom 10., 11., 12., 13. und 14. Februar (Samstag, Soiintag, Montagund Dienstag vor Valentin!, St. Valentin!), wodurch der Anzug dcö Herzogs von Burgund, dem ganz Savoycnzufalle, die Absicht Berns, auf Freitag nach Valentin! mit dem Pauncr aiiSziizichcn, die Ränmnng von >')verdon,