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2 (1863) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1421 bis 1477
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566 Octobcr 1475.

habe an ihrer Antwort kein Gefallen; doch da wir vernehmen, daß sie doch ziehen wollen, so mögen siesich genistet halten, wenn der Herzog wider unS oder die Vereinigung anrückt, unS mit ihrem Panncrzuzuziehen; sie sollen auch ihre Botschaft auf den angesetzten Tag hiehcr schicken. Dem Canzlcr eAblS von St. Gallen soll man den verlangten Bittbricf an die Herren von Württemberg geben. ^ ^daö Begehren dcö AbtS von St. Gallen, dem Herrn Hug von Landenberg Geleit zu geben, hat ^geantwortet: Da man ihm schon mehr denn einmal Geleit gegeben und er sich seiner Ehren nochverantwortet habe, so wolle man ihm kein Geleit mehr geben. Der Abt von St. Gallen und d>tvon Schaffhausen melden, sie seien von dem von Freiberg angegangen, ihm anzuhängen, und begebtRath, waS sie thun sollen. Man hat ihnen kurz geantwortet: Gemeine Eidgenossen haben demgeschrieben und ihn gebeten, den Erwählten zu bestätigen und vorzusorqen, daß kein Blutvergießen statt-finde; wir hoffen, der hl. Vater werde daS Capitel bei seiner Wahl bleiben lassen, waS wir erwartenwollen. Sie mögen also auch thun wie wir, und ihrer Priesterschaft bedeuten, daß sie vorderhand dc>nvon Freiberg nicht anhängen soll. Ii. Da gemeine Eidgenossen die Leutpriesterei zu Mellingenehrbaren Priester von Staldikon geliehen haben, die von Mellingen ihn aber nicht wollen und die Pss ^einem andern Priester zu leihen vermeinen, so sollen die Vögte von Baden und in den Aemterndenen von Mellingen reden, und wenn sie keine Verständigung erzielen können, so sollen beide Priest^auf Pfingsten vor der Eidgenossen Boten zu Baden erscheinen und diese entscheiden lassen.

Dein Exemplar in der Tschndischcn Sanimlung sind zwei Briefe als Beilagen angefügt, welche ans dicscw ^eröffnet wurden: '1.Copie, was einer dem Marggravcn von Niiwcnbnrg in gchcimd gcschribcn hat", ck. <l. 22-tobcr; ein Bericht über den zwischen Ludwig X I. und Carl von Burgund zu BcrvinS geschlossenen nenni^'^Waffenstillstand und die damit vcrb»ndcncn gegenseitigen Abtretungen, über die Einnahme von EpinalPlätze in Lothringen bis auf vier durch den Herzog Carl n. f. f. 2. Ein Schreiben der Bcrncr im Feld a» 'Rath, >l. ck. Dienstag vor Simonis und Jude (24. Octobcr):Am Sonntag (22. Octobcr) seien sie von^nach Orbc gezogen und haben auf dem Wege Hciligcnkrcnz gewonnen und verbrannt, 2» Edle und Unedle,vcrthcidigtcn, erschlagen, Montags (23. Octobcr) Lcü Clös gestürmt und nach tapferer Gegenwehr erobert,von der Besatzung erstochen, die Andern in einen Thurm getrieben und sie gezwungen, sich mit der cinz'j^'^

dingung, daß man sie beichten lasse, zu ergeben; daraus habe man sie sofort vor das Schloß Orbc an cinc»

habe

geführt, beichten lassen und darauf am Abend noch 5» mit dem Schwerte gerichtet; die Hinrichtung der Ander" ^man wegen einbrechender Nacht aus den folgenden Tag verschieben müssen. Der Bogt von Hciligcnkrcnz,

Pfeil durch den Kopf gegangen, sei dcsscnnngcachtct mannlich an den Ring gestanden und auch hingerichteteinigearme Pürlh, die darzn zwnngcn sind", nntcr den Gefangenen werde man verschonen. Mehrere Stödt^^Gnade begehrt und zn nntcrhandcln verlangt. Die Frcibnrgcr haben nicht Lust, gegen Gens zu ziehen; eS st> ^noch kein Beschluß gefaßt; man wolle alles im Einverständnis; mit den Frciburgrrn und Solothurnern th«»-Gerücht gehe, der Bastard von Burgund ziehe mit 3 4U()(1 Pferden heran; dem wollen sie entgegengehen ^angreifen ». f. w. Vergleiche auch die bei Zcllwcger, Versuch über die Ursachen des burgnndischen Kriegt ,Archiv der schweizerischen geschichtforschcndc» Gesellschaft V. 142, a»S dem Bcrncr deutschen Mission!'"5,7« abgedruckte Instruction Berns an seine Gesandten in Frankreich, ck. ck. 21. Octobcr 1475.